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» Aktuelles |
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 HafenCity lädt ein:
2. Ökumenischer Tag der Schöpfung
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Der Hamburger Hafen im Sonnenuntergang
(Foto: Schaack)
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(Hamburg) - In der HafenCity laden am 4. September
verschiedene christliche Konfessionen zum zweiten ökumenischen
Schöpfungstag ein, diesmal unter dem Motto: Klima
verändern!
Die Anregung aus den orthodoxen Kirchen, eine Schöpfungszeit
zwischen dem 01.09. und 02.10. zu gestalten und gemeinsam
einen Tag der Schöpfung zu feiern, ist weltweit
auf fruchtbaren Boden gefallen, wurde durch den Ökumenischen
Rat der Kirchen beschlossen und auf dem Ökumenischen
Kirchentag in München auch von den deutschen Kirchen
bestätigt.
Wir haben in Hamburg diese Initiative
schon im Vorjahr aufgegriffen und am 12.09. erstmals
den Ökumenischen Schöpfungstag in der Ökumenischen
Kapelle in der HafenCity unter Beteiligung von VertreterInnen
von acht Konfessionen gefeiert. In diesem Jahr sind
nun alle Hamburger Kirchen von der Arbeitsgemeinschaft
Christlicher
Kirchen in Hamburg eingeladen, am 04.09. gemeinsam
in der HafenCity die Schöpfungszeit zu beginnen
und dann dezentral in ihren Gemeinden zu gestalten
- bis
zum Erntedanktag am 03.10.
Aus diesem Anlass werden
wir unter der Überschrift '2. Ökumenischer
Schöpfungstag
in der HafenCity - Klima verändern!' am 04.09.
ab 13 Uhr mit den Gemeinden, den Kommunitäten/Ordensgemeinschaften,
im Hamburger Raum, der nordelbischen Klimakampagne,
Klimazeugen, Migrantengemeinden und am Thema engagierten
NGOs - und
mit thematischen Beiträgen, Mitmachaktionen, ökologischen
Gerichten und einem ökumenischen Gebet zum Schöpfungstag
um 16 Uhr verbringen. Bei unbeständigem Wetter
werden wir in der Katharinenschule Raum finden.
(Ökumenisches Forum HafenCity, HH)
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 Jugendkonferenz des lutherischen Weltbundes:
Nachhaltigkeit, Geschlechtergerechtigkeit und Beteiligung der Jugend
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Logo der Konferenz des lutherischen Weltbundes 2010 |
(Dresden) - Mit der Verabschiedung einer Botschaft ist in Dresden die vorbereitende Jugendkonferenz der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB), die am Dienstag in Stuttgart startet, zu Ende gegangen. Die 120 jungen Erwachsenen aus allen fünf Kontinenten haben sich darin auf drei Schwerpunktthemen geeinigt, die sie in der Vollversammlung einbringen wollen: Nachhaltigkeit, Geschlechtergerechtigkeit und die Rolle der Jugend im LWB. In einer vier Seiten umfassenden Botschaft an die Vollversammlung analysieren sie diese Themen aus der Sicht junger Menschen und stellen Forderungen an die Vollversammlung und die Mitgliedskirchen.
Unter dem Stichwort der Nachhaltigkeit prangern sie das weltweite Wirtschaftssystem an, das durch Gier gesteuert werde und so Reichtum extrem ungleich verteile. Dieses in keiner Hinsicht nachhaltige Wirtschaften, das in die Finanz- und Wirtschaftskrise mündete, wirke sich auch direkt negativ auf den Klimawandel und die Ernährungssicherheit aus. Die jungen Erwachsenen hoben besonders die generationelle Natur der Nachhaltigkeitsfrage hervor. Sie rufen den LWB und die Mitgliedskirchen dazu auf, ihre Aktivitäten nach Nachhaltigkeitsgesichtspunkten zu bewerten und konkrete Schritte zu gehen, beispielsweise nur noch ethisches und ökologisches Investment zu betreiben und sich in ihrer gesellschaftlichen Position aktiv für nachhaltiges Wirtschaften einzusetzen. Außerdem regten sie an, eine Sitzung des LWB-Exekutivkomitees virtuell durchzuführen.
Weiterhin betonten sie die Bedeutung von Geschlechtergerechtigkeit für die junge Generation in der Lutherischen Kirchengemeinschaft. Besonders die Möglichkeit von Bildung für Mädchen und Frauen sei zentral, um das Potential dieses Bevölkerungsteils zu nutzen. Allerdings müsse die Kirche für ein glaubwürdiges Auftreten in der Gesellschaft das Problem in ihren eigenen Strukturen überwinden. Dazu forderten die jungen Delegierten die Gleichstellung von Männern und Frauen, die sich sowohl in der Frauenordination zeige als auch in der Zulassung von Frauen zu Leitungs- und Bischofsämtern. Außerdem regten sie weitere theologische Forschung zur Frage der Geschlechtergerechtigkeit an.
(Text: Lutherischer Weltbund; Deutsches Nationalkomitee)
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 Geschöpfe der Nacht:
Fledermausnächte in Schwerin, Hamburg und Lübeck
(Ratzeburg) - Unter dem Titel "Geschöpfe der Nacht - Fledermausnächte" lädt die "Ökumenische Stiftung für Schöpfungsbewahrung und Nachhaltigkeit" mit Orgel, Gregorianik und faszinierenden Bildern an.
Fledermäuse waren den Menschen über Jahrhunderte unheimlich. Im Volksglauben
und in der Kunst wurden sie mit dem Bösen in Verbindung gebracht, ja sogar mit
dem Teufel selbst identifi ziert. Als Nachttiere gehören sie in das Reich der Dunkelheit – vieles Angsterregende und Bedrohliche wurde auf sie übertragen, nicht zuletzt die
eigenen unbewussten Ängste und Triebe. Das macht auch heute noch einen Teil ihrer
Faszination aus.
Fotos und Filmaufnahmen des Tierfotografen Dietmar Nill aus Mössingen zeigen die
Jäger der Nacht, ihre Lebensweise und Eigenarten. Die zum Teil bizarren Bilder in
Superzeitlupe auf großer Leinwand werden vom gregorianischen Gesang unterlegt und
durch freie Orgelimprovisationen interpretiert.
Die Gregorianik vermittelt das positive Schöpfungsverständnis der biblischen Psalmen
und der Mystikerin Hildegard von Bingen. Wer sich diesen Gesängen hingibt, wird zu
einer positiven Beziehung zu allen Mitgeschöpfen eingeladen.
Die Klangmöglichkeiten der Orgel sprechen ein weites Spektrum von Gefühlen an. Ihre
Fähigkeit, unheimliche, ja grauenerregende Klänge hervorzubringen, machte sie zum
bevorzugten Ausdrucksmittel des frühen Kinos; als „Königin der Instrumente“ verleiht
sie kirchenmusikalisch dem Glauben der Menschen einen höheren Ausdruck.
(Ökumenische Sitftung/ts)
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Hamburger Kirche streitet für neue Energieversorgung:
Start der Volksinitiative "Unser Hamburg – Unser Netz!"
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(Foto: December-Girl / pixelio.de) |
(Hamburg) -
Ein breites gesellschaftliches Bündnis aus Verbraucher-, Umwelt- und kirchlichen Organisationen startet heute eine Volksinitiative, um die Versorgungsnetze für Gas, Strom und Fernwärme in Hamburg wieder in die Öffentliche Hand zu übernehmen. Die entsprechenden Konzessionsverträge mit den Energiekonzernen Vattenfall und E.on laufen 2014 aus bzw. sind bis dahin kündbar.
Die beteiligten Organisationen der Volksinitiative sehen in der Rekommunalisierung der Netze eine zentrale Voraussetzung, um die Energiepolitik der Stadt Hamburg klimafreundlicher und sozial gerechter zu gestalten und einer demokratischen Kontrolle zu unterwerfen. Mit der Übernahme der Netze kann der notwendige Umbau zu so genannten smart grids (intelligenten Netzen) und zu dezentralen Versorgungsstrukturen konsequent verfolgt werden.
Die drei Vertrauenspersonen der Volksinitiative kommentieren den heutigen Start wie folgt: „Wir hoffen, dass die Hamburgerinnen und Hamburger unser Anliegen breit unterstützen. Wir brauchen mehr dezentrale, klimafreundliche Strukturen und intelligente Netze, sonst werden wir die klimapolitischen Herausforderungen in Hamburg nicht meistern“, so Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg.
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Theo Christiansen (Foto: KK Hamburg-Ost) |
„Die Herrschaft der Energiekonzerne über die Netze hat sich als schädlich für die Verbraucher erwiesen. Alternativen Anbietern wird der Marktzutritt erschwert und von den Verbrauchern werden überhöhte Preise für Strom und Gas verlangt. Netze in öffentlicher Hand sind die Voraussetzung für Wettbewerb im Interesse der Verbraucher und des Klimaschutzes“, stellt Günter Hörmann, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Hamburg, heraus.
„Die Energieversorgung der Bevölkerung hat existenzielle Bedeutung und gehört damit auch aus kirchlicher Sicht in den Bereich der Daseinsvorsorge. Sie gehört deshalb ähnlich wie die Grundsicherung oder der Zugangs zu Bildung und zur Gesundheitsversorgung nicht in die Hände von Konzernen, die der Logik des shareholder value folgen“, so Theo Christiansen, Vorstand Diakonie und Bildung des Ev.-Luth. Kirchenkreises Hamburg-Ost.
Die Initiatoren der Volksinitiative wollen bis zum 15. August die notwendigen 10.000 Unterschriften sammeln. Nach gültiger Abgabe der Unterschriften muss die Bürgerschaft innerhalb von vier Monaten dem Anliegen der Volksinitiative zustimmen oder es ablehnen.
(BUND HH)
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 Neues Buch über die Wälder Ostsee:
Umweltstiftung plädiert für Nachhaltigkeit im Ostseeraum
(Ratzeburg/München) -
Die Ratzeburger "Ökumenische Stiftung für Umwelt und Nachhaltigkeit" bringt Anfang August den mittlerweile 4. Band ihrer Schriftenreihe der Ratzeburger Sommeruniversität heraus. Diesmal stehen die Wälder der Ostsee im Mittelpunkt des Bandes, an dem sich namhafte Autoren beteiligt haben.
Die Ostsee gilt als größte Drehscheibe
des Holzhandels weltweit, noch vor den
USA, Kanada und Ostasien. Die Diversifizierung
und die Globalisierung des Holzhandels
mit ihren immer intensiveren
Schutz- und Nutzungsansprüchen an die
Wälder der Welt werfen komplexe Probleme
auf, die von der Forstwirtschaft alleine
ebenso wenig gelöst werden können
wie von der wissenschaftlichen Ökologie
oder der Politik.
Ausgehend vom tief gründenden Verhältnis des Menschen zum Wald diskutiert das
Buch ethische, ästhetische,
philosophische und religionswissenschaftliche Aspekte einer natur- und human verträglichen Bewirtschaftung der Wälder,
ins besondere jener des Ostseeraums.
Die Beiträge des Bandes stammen von Günter Altner, Sigurd
Bergmann, Wilhelm Bode, Klaus Dierßen,
Lutz Fähser, Hans D. Knapp, Hans Lenk,
Frido Mann, Joachim Radkau, Helmut
Schreier u.a.
(oekom/ts)
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 Für umsichtigen Klimaschutz:
Kirchenleitungsausschuss veröffentlicht Stellungnahme zur Biomasse-Nutzung
(Kiel) – Die Kirchenleitung der Nordelbischen Kirche hat unter dem Titel „Energetische Nutzung von Biomasse“ eine Handreichung für die Kirchengemeinden und die Öffentlichkeit zum Thema Produktion von Energie in der Land- und Forstwirtschaft herausgegeben. Das Dokument, das der Umweltausschuss der Kirchenleitung verfasst hat, reagiert damit auf die allgemeine gesellschaftliche Debatte vor allem um die hohe Zahl von Biogasanlagen im Lande. Zugleich kommt sie einem Beratungsbedarf nach, der in letzter Zeit in einigen Kirchengemeinden geäußert geworden war.
Die Broschüre befasst sich mit den Themen Biogas, Holz und Agrartreibstoffen sowie der Nutzung von Getreide zum Heizen. Leitlinie des Papiers ist dabei vor allem die Klimaproblematik. „Der Klimawandel stellt die Weltgemeinschaft vor neue und große Herausforderungen“, erklärt dazu der Vorsitzende der Kirchenleitung, Bischof Ulrich, im Vorwort. Dazu seien viele Maßnahmen notwendig, die aber „gerecht und zukunftsfähig“ zu gestalten seien. Zugleich weist das Papier darauf hin, dass auch die wirtschaftliche Entwicklung im ländlichen Raum und die Einkommenssituation der Landwirte ein wichtiger Aspekt des Themas seien.
Der Text erklärt in den einzelnen Abschnitten jeweils die Funktionsweise der verschiedenen Energieproduktionen und weist Vorzüge und Nachteile auf. Vor Fehlentwicklungen wird vor allem im Abschnitt über Biogas gewarnt: neben Geruchsbelästigungen und Belastungen durch Transporte werden der Zuwachs an Maisanbauflächen in einigen Regionen und der Umbruch von Grünland kritisch bewertet. Auch bei der Nutzung der Wärme aus den Anlagen müssten Fortschritte erreicht werden. Biogasanlagen brächten demnach einen nennenswerten Beitrag zur Energieversorgung. „Dazu müssen sie allerdings einen wirklichen Beitrag zum Klimaschutz leisten und umsichtig geplant und betrieben werden“, so der Text.
Der Umweltausschuss warnt allerdings davor, die erneuerbaren Energien als Allheilmittel der Klimaproblematik zu sehen: wesentliche Potentiale lägen demnach im Einsparen von Energie und der Energieeffizienz. Die dann noch nötige Energie müsse zukünftig aus den Erneuerbaren kommen.
Das Heft selbst eröffnet bereits die Diskussion über den Text: am Ende liefern der „Bundesverband erneuerbare Energien“, der schleswig-holsteinische Bauernverband und der NABU erste Stellungnahmen teil zustimmender, teils kritischer Art. Ein Glossar mit Erklärungen von Fachbegriffen rundet die Broschüre ab.
Der Text kann im Nordelbischen Kirchenamt (Dezernat für Theologie und Publizistik, Dänische Straße 21-35, 24103 Kiel; theologie.nka@nordelbien.de) angefordert werden und steht hier als Download zur Verfügung.
(NEK/ts)
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 21 Routen durch Hamburg:
Radeln für das Klima - Sternfahrt am autofreien Sonntag
(Hamburg) - Rund 10.000 Radler beteiligten sich am autofreien Sonntag in Hamburg an einer Fahrradsternfahrt durch die Stadt. Auch die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche (NEK) rief zur Beteiligung an der Aktion "Mobil ohne Auto" auf. Bei der Abschluss-Kundgebung am Dammtorbahnhof betonte der Klimaschutz- Beauftrage der NEK, Jan Christensen, die Verantwortung der Kirche beim Umweltschutz. In der gerade gestarteten Kampagne "Kirche für Klima" sollen Kirchengemeinden bei Wärmedämmung und Energie-Einsparung unterstützt werden. Ziel sei es, den Kohlendioxid-Ausstoß in den kommenden fünf Jahren um 25 Prozent zu verringern. Christensen könnte sich auch vorstellen, den Pastoren und Mitarbeitern Dienstfahrräder schmackhaft zu machen.
Auf 21 Touren über Norderstedt, Altona oder Wandsbek folgten die Radler eskotiert von der Polizei der Sternfahrt in die City. An sechs Standorten konnten die Teilnehmer Fahrrad-Gottesdienste besuchen. Wer der Tour über Wilhelmsburg oder Harburg folgte, konnte sogar über die Köhlbrandbrücke im Hafengebiet fahren, die sonst nur für Autos frei gegeben ist. Umfangreiche Sperrungen waren für die Sternfahrt notwendig.
Die Verstaltung in Hamburg wird von einem Miniradler bei der Kundgebung breiten Umweltbündnis organisiert. Die Aktion „Mobil ohne Auto“ geht auf kirchliche Mitarbeitende in der Lutherstadt Wittenberg im Jahr 1981 zurück. Sie ließen in einer gemeinsamen Demonstration ihr Auto stehen, um auf den Zusammenhang zwischen Konsum und Ressourcenverbrauch hinzuweisen.
Die Kirche hat daher ihren festen Platz bei der Fahrradsternfahrt: Die Kirchenkreise Hamburg-Ost und Hamburg-West/Südholstein hatten alle 171 evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden der Metropolregion Hamburg zur Teilnahme aufgerufen.
Die Nordelbische Kirchenleitung hat dazu aufgerufen, Möglichkeiten zu umweltverträglicher Mobilität auszuprobieren. Die Kampagne "Kirche für Klima" möchte Pastorinnen, Pastoren und Mitarbeitende in der Kirche motivieren, öfter das Rad zu benutzen – und dabei auch die neuen Möglichkeiten elektrisch unterstützter Räder, so genannter Pedelecs, für sich zu entdecken.
Die Einrichtungen der Nordelbischen Kirche sind zudem aufgefordert, überall ihre Fahrrad-Unterstände attraktiver zu gestalten. Darüber hinaus sollen vermehrt Fahrgemeinschaften initiiert werden.
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 Für mehr Klimaschutz:
Nordelbische Kirche stellt neue Ökostrom-Broschüre vor
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Das Titelbild der neuen Broschüre |
(Kiel/Hamburg) - Ihre schon vor einigen Jahren erschienene Broschüre zum Grünen Strom hat die Klimakampagne der Nordelbischen Kirche neu herausgebracht. Damit will die Kampagne noch mehr Gemeinden und Einrichtungen der Kirche, aber auch Gemeindeglieder bewegen, Ihre Stromversorgung künftig klimaneutral zu gestalten.
Das Heft enthält neben Aufklärung darüber, was Grüner Strom ist und wie er "funktioniert" auch Qualitätshinweise für Grünen Strom. U.a. plädiert das Heft dafür, nur solche Anbieter auszuwählen, die sich komplett von der Kohle- und Atomstromproduktion losgesagt haben.
Hinweise gibt es auch zum zentralen Stromeinkauf, der in einigen Kirchenkreisen schon mit großen Zuspruch der Gemeinden organisiert werden konnte. Schließlich stellen sich Stromanbieter in dem Heft vor und klären über ihre Produkte und Preise auf.
Das Heft können Sie hier als pdf-Datei herunterladen oder aber in Papier-Form (gedruckt auf CO2-neutralem Recycling-Papier!) bestellen bei:
Nordelbisches Kirchenamt
Klimakampagne
Dänische Straße 12-35
23103 Kiel
Tel.: 0431/9797-653
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 Wasserwoche im Kirchenkreis Hamburg-Ost:
3000 Kita-Kinder aktiv für Klimaschutz
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(Foto: Petra Steinert) |
(Hamburg) - Mit einer von Bischöfin Maria Jepsen gehaltenen Andacht auf dem Vorplatz der St. Petri-Kirche endete heute die Themenwoche „Wasser ist (Über-)Leben – Klimaschutz für kleine Leute“ fröhlich und feierlich. Mehr als 250 Kita-Kinder sammelten am Ende Gelder mit einem Spendenlauf zugunsten eines Trinkwasserprojektes des Vereins Viva con Agua de St. Pauli in Kenia.
Mehr als 3000 Kinder aus rund 60 Kindertagesstätten des Kirchenkreises Hamburg-Ost haben eine Woche lang in ihren Einrichtungen und bei Exkursionen das lebenswichtige Nass erforscht und die Erfahrungen gemacht, dass nachhaltiges Handeln ein hohes Gut ist.
Wo kommt Wasser her? Wo geht es hin, wenn es verdunstet? Wie leben Tiere im Wasser? Warum schwimmen manche Gegenstände auf dem Wasser und andere gehen unter? Warum gibt es in manchen Teilen der Welt Überschwemmungen und in anderen regnet es monatelang keinen Tropfen? Wofür brauchen wir Wasser? Und wie können wir sparsam damit umgehen? Diesen und vielen weiteren Fragen gingen die Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren in der Woche vom 7. bis 11. Juni auf den Grund.
Bischöfin Maria Jepsen beeindruckt das große Engagement der Kinder und die Ernsthaftigkeit, mit der sie bei der Sache sind: „Diese Kinder wollen verstehen, sie stellen kluge Fragen und fühlen sich ihrer Umwelt und ihren Mitgeschöpfen sehr verbunden. Wenn es um die Bewahrung der Schöpfung geht, können wir viel von ihnen lernen. Ich bin sehr glücklich über dieses erfolgreiche und vorbildliche Projekt des Kirchenkreises Hamburg-Ost!“
„Ich finde es richtig, dass der Kirchenkreis bei Fragen des Umweltschutzes auf die Kleinsten setzt. Mehr als Erwachsene können sich Kinder offen und unvoreingenommen mit einem Thema beschäftigen. Und so entwickeln sie frühzeitig ein Bewusstsein für die Umwelt“, sagt Staatsrat Dr. Stephan Hugo Winters von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, der die über 250 anwesenden Kinder bei der Petri-Kirche begrüßte.
Die Themenwoche gibt viele Anregungen für weiterführende Umweltpädagogik in den Kindertagesstätten. Erzieherin Marzena Krawzyk von der Kita Theodor-Wenzel-Haus in Hummelsbüttel hat beobachtet: „Die Kinder denken beim Thema Wasser jetzt nicht mehr nur an Schwimmbad oder Händewaschen, sondern auch an Wassertiere in Tümpeln, Seen und Bächen und an Wasserknappheit in manchen Teilen der Welt.“ Sie ist sicher: „Das Wasserwochen-Lied, das eigens für diese Woche komponiert wurde, werden wir weiter singen. Und wir Erzieherinnen nutzen die Wasserwochen-Materialsammlung auch zukünftig für unsere Arbeit.“
Für 2012 ist die nächste Kita-Woche zum Thema „Sonne“ geplant. Der Kirchenkreis Hamburg-Ost ist Träger von 120 evangelischen Kitas.
(Kirchenkreis Hamburg-Ost)
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 Mission Klima:
134. Jahresfest in Breklum zum Klimawandel
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Logo der neuen Klimakampagne der NEK |
(Breklum) - Beim diesjährigen Jahresfest der Ökumene im
nordfriesischen Breklum dreht sich alles ums Klima. Im Zentrum steht die
Eröffnung der nordelbischen Klimakampagne durch Hamburgs Bischöfin
Maria Jepsen. Aber auch die Workshops, Ausstellungen und Gottesdienste
stehen unter dem Motto „… und siehe, es WAR sehr gut…“. Das Fest vom
18. bis zum 20. Juni wird von vier kirchlichen Organisatoren gemeinsam
getragen: dem Nordelbischen Missionszentrum (NMZ), dem Evangelischen
Regionalzentrum Westküste, dem Christian Jensen Kolleg und der
Kirchengemeinde Breklum. „Wir werden in Breklum bereits zum 134. Mal
feiern“, sagte der Direktor des Nordelbischen Missionszentrums, Klaus
Schäfer.
Bischöfin Maria Jepsen wird die von der Kirchenleitung beschlossene
Klimakampagne am Samstagvormittag, den 19. Juni, starten. „Es handelt sich hier um eine alle Gemeinden, Dienste und Werke angehende Aktion,
die zu einem neuen Bewusstsein und einer Veränderung unseres
Lebensstils beitragen will“, erläutert Schäfer. „Die Bewahrung der
Schöpfung ist ein zentrales Thema für uns als Christen“, betont er weiter.
Zu dem Jahresfest werden traditionell Mitglieder der Partnergemeinden in
Übersee eingeladen. „Wir freuen uns auf etwa 40 ökumenische Gäste, zum
Beispiel aus Tansania, Kenia, Lateinamerika oder Estland“, so Pastor
Andreas Schulz-Schönfeld vom NMZ in Breklum. Als einen der
prominentesten Gäste aus Übersee nennt er Baramite Kirata von der
Pazifik-Insel Kiribati. „Er ist voll im Thema und unmittelbar betroffen vom
Klimawandel“, erläutert Schulz-Schönfeld. Kirata wird gemeinsam mit
Karsten Smid von Greenpeace Deutschland, Hartmut Euler aus den
schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsministerium und Jan Christensen,
dem Leiter der Klimakampagne, an einer Podiumsdiskussion mit dem Titel
„Welt-Klima-Wandel – Wege in eine gemeinsame Zukunft!?“ teilnehmen.
Ab dem späten Vormittag präsentieren sich Gruppen und Organisationen mit ihren Ideen zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit in einem Weltdorf.
Auch Anbieter von erneuerbaren Energien werden mit Ständen vertreten
sein, außerdem Firmen und Institutionen über Technologien informieren.
Referenten des Missionszentrums und der Umweltpastor Nordelbiens,
Thomas Schaack, werden Workshops zu den Folgen des Klimawandels
anbieten.
Kinder werden ab Samstagmorgen kompetent betreut: Sie können spielen,
basteln, musizieren, ihnen wird vorgelesen und es ist eine Hüpfburg
aufgebaut. An Buffets können sich die Besucher mittags, nachmittags und
abends versorgen. Ausklingen wird das Jahresfest am Sonntag mit
Gottesdiensten in ganz Nordfriesland. Zahlreiche Gemeinden haben
Referenten als Gastprediger eingeladen, um sich auch vor Ort mit dem
Thema Klimagerechtigkeit auseinanderzusetzen.
(nmz)
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 Golf von Mexiko:
Umweltbeauftragter warnt vor grenzenloser Ausbeutung der Weltmeere
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Auf dem Fischmarkt (Foto: Thomas Schaack) |
(Hamburg/Hannover) - Der Sprecher der Umweltbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Thomas Schaack, warnt vor der Ausbeutung der Meere. "Was wir derzeit im Golf von Mexiko erleben, ist keine Antwort der Natur an uns, sondern ein Blick in den Spiegel, der die hässliche Fratze unserer Gier zeigt."
Auch der Niedergang der Fischbestände und der Wettlauf in den Polargebieten um neue Rohstoffquellen seien Zeichen der hemmungslosen Ausbeutung, schreibt der Umweltpastor der Nordelbischen Kirche in der zum Wochenende in Hamburg und Hannover erscheinenden ""Evangelischen Zeitung".
"Die Meere werden weltweit intensiv genutzt. Wenn sie nicht ausgeräubert werden, dienen sie als Müllhalde", so Schaack. Einer UN-Studie zufolge würden sich in einem Quadratkilometer Meeresfläche 13.000 Plastikteile befinden.
Die Wissenschaftsjournalistin, Regisseurin und Meeresexpertin Sarah Zierul sagte der Zeitung, die Ozeane spielten eine völlig unterschätzte Rolle für das Klima, die Artenvielfalt und die Nahrungskette. Größte Gefahr sei zur Zeit die Fischerei. "Lange Zeit galt das Meer als unerschöpflich. Nun sind zahlreiche Fischarten vom Aussterben bedroht oder bis an ihre Bestandsgrenzen befischt."
Auch Wochen nach dem Unfall im Golf von Mexiko sei die Situation nicht unter Kontrolle, erläuterte Zierul. "Dies macht deutlich, wie fahrlässig und sorglos Konzerne und Behörden bisher mit ihrem Vorstoß in die Tiefsee umgegangen sind - allerdings nicht nur im Golf von Mexiko." Forscher fürchteten, dass sich dort die Ölpest langfristig auf das gesamte Ökosystem und damit auch auf den Menschen auswirken werde.
(Text: NEK/Evangelische Zeitung)
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 Die Elbe in Zelophan verpacken?
Konzept für Elbekirchentag steht!
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Die Elbe bei Meißen (Foto: Thomas Schaack) |
Der Hitzackeraner Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Jastram lädt gemeinsam mit
Pastor Jens Rohlfing Elbanrainer von der Quelle in Tschechien bis zur Mündung
bei Cuxhaven ein, Zukunftsbilder für die Elbe zu gestalten. Der Elbekirchentag
soll eine Plattform für Information, Austausch und Diskussion bieten und damit
ein Beitrag zu protestantischer Diskussionskultur sein. „Wir wollen dafür sorgen,
dass unterschiedliche Auffassungen respektiert und gegenseitig gehört werden. Vielleicht muss man Verschiedenheiten aushalten - vielleicht werden aber
auch eingefahrene Gleise aufgebrochen...“, sagt der Lüchow-Dannenberger Superintendent Stephan Wichert-von Holten.
Die unterschiedlichen Positionen der eingeladenen Experten, die am Sonntag ab
13 Uhr in der Kirche Ihre Impulse geben möchten, unterstreichen dieses Konzept.
Das Bundesverkehrsministerium ist mit Staatssekretär Enak Ferlemann,
der eine forcierte Fortsetzung der Baumaßnahmen an der Elbe fordert, genauso
vertreten wie die Umweltverbände - repräsentiert durch Prof. Dr. Hubert Weiger,
den kürzlich mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichneten BUND-Vorsitzenden.
Die Wissenschaft vertritt Prof. Dr. Manfred Stock vom Potsdamer
Klimafolgenforschungsinstitut, der über die aktuellen Wasserstandsprognosen
für die Elbe berichten wird.
Auf dem Elbe-Kirchentag in Hitzacker werden auch die verschiedenen kirchlichen
Resolutionen zum Erhalt der Flusslandlandschaft Elbetal vorgestellt. Seit
Jahren fordern z.B. die Hannoversche und Anhaltinische Landessynode sowie die Evangelische Kirche Deutschlands ein Moratorium zum Elbeausbau. Die
Bundesregierung müsse endlich ein Gesamtkonzept hierfür mit allen beteiligten
Interessengruppen erstellen. Dennoch würden auch hier entlang der sogenannten
Reststrecke zwischen Dömitz und Hitzacker durch zahlreiche Unterhaltungsmaßnahmen
an den Buhnen der geplante Ausbau der Elbe auf eine durchgängige
Fahrrinnentiefe von ganzjährig 1,60 m ohne die notwendigen Umweltverträglichkeitsprüfungen
vorangetrieben.
Die zahlreichen Besucher des Elbekirchetages aus Tschechien und allen Landeskirchen
und Bundesländern an der Elbe von Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg,
Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachen, Hamburg und Schleswig-
Holstein erwartet an diesen beiden Tagen in der kleinen niedersächsischen
Fachwerkstadt ein vielfältiges Programm zum Thema „Elbe“ mit Spiel, Spaß,
Musik, Informationen, Andachten, Begegnungen und Gesprächen an Fluss für
Jung und Alt. Auf einem „Markt der Möglichkeiten“ rund um die Kirche und
entlang der neuen Elbpromenade in Hitzacker stellen sich nach dem Vorbild der
Deutschen Evangelischen Kirchentage verschiedene Gruppen mit ihrem Engagement
für die Elbe dar.
Was genau am 12. und 13. Juni 2010 in Hitzacker allen Elbefreunden angeboten
wird, findet man im Internet unter www.Elbekirchentag.de oder auf einem
Handzettel und einem Plakat, das die Organisatoren jetzt der Presse vorstellten.
Beides kann ab sofort bei der Kirchengemeinde Hitzacker angefordert werden
(Tel: 05862-8711). Karten für das Elbkinderland-Konzert mit Rolf Zuckowski
und mehreren Kinderchören am 12. Juni 2010 ab 15 Uhr auf der kleinen Elbeinsel
vor der Hitzackeraner Altstadt gibt es an den üblichen Vorverkaufsstellen.
Der Vorverkauf für die abendliche Riverboat-Shuffle auf der MS „Elbestar“ mit
dem "Schnulzenquartett“ am Samstagabend findet im Kirchenbüro Hitzacker
statt.
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 Moratorium bekräftigt:
Nordelbische Äcker weiterhin gentechnikfrei
(Kiel) Gentechnisch veränderte Pflanzen sollen nicht auf Ländereien der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche angebaut werden.
Die Kirchenleitung bekräftigte auf ihrer jüngsten Sitzung, dass sie den Kirchengemeinden gegenwärtig empfiehlt, gegenüber Pächtern ein Anbauverbot für gentechnisch veränderte Organismen auszusprechen. In Pachtverträge sollten entsprechende Klauseln aufgenommen werden. „Obwohl diese Technologie und die entsprechenden Produkte seit nunmehr 10 Jahren in der Anwendung sind, bestehen nach heutigem Wissensstand noch viele ungeklärte Fragen“, erklärte Bischof Gerhard Ulrich, der Vorsitzende der Nordelbischen Kirchenleitung.
Bereits 2006 hatte sich die Nordelbische Kirchenleitung in einem Beschluss dafür ausgesprochen, zunächst bis zum 31. Dezember 2011 kein gentechnisch verändertes Saat- und Pflanzengut auf kirchlichen Ländereien zuzulassen. Die Verlängerung dieses Moratoriums wird gegenwärtig geprüft. Bislang steht der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen nach Angaben des nordelbischen Umweltpastors Dr. Thomas Schaack allerdings in Hamburg und Schleswig-Holstein kaum zur Debatte.
(Thomas Kärst/NEK)
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 Kirche auf dem Rad:
Gemeinden laden zu Fahrradandachten ein
(Hamburg) - Am 20. Juni wird der jährliche Tag "Mobil-ohne-Auto-Tag" in Hamburg begangen. Diverse Verbände laden an diesem Tag zusammen mit der Stadt Hamburg zu einer Fahrradsternfahrt im Raum Hamburg ein. An verschiedenen Punkten der Strecke bieten Hamburger Gemeinden Andachten für die Sternfahrer an - um sich dann auf den Weg zum zentralen Treffpunkt aller Radlerinnen und Radler in der Innenstadt aufzumachen.
Auf der Seite www.fahrradsternfahrt.info bieten die Organisatoren eine Karte aller Routen und Zeiten an, in der in diesem Jahr erstmals auch die Orte für die Fahrradandachten verzeichnet sind. Kleine violette Kirchen weisen den Weg dahin. Die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen wird selbst an der Andacht in der Niendorfer Marktkirche beteiligt sein.
Die Nordelbische Kirche wird dies die erste große Aktion im Rahmen ihrer auf drei Jahre angelegten Kampagne "Kirche für Klima" sein. Die Kampagne wird am Tag zuvor im nordfriesischen Breklum ebenfalls von Bischöfin Maria Jepsen eröffnet werden. Mit der Kampagne will die Nordelbische Kirche ihr Engagement für den Klimaschutz und weltweite Klimagerechtigkeit intensivieren. Dazu hat sich selbst deutliche Einsparziele gesetzt und will für die Gefahren des Klimawandels sensibilisieren und mit anderen nach Lösungen suchen.
(ts)
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 Resolution:
Umweltbeauftragte kritisieren Bio-Patente
(Hamburg) - Die Umweltbeauftragten der evangelischen Landeskirchen und des Rats der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) fordern eine Neufassung der EU-Richtlinie zu Patenten an Pflanzen und Tieren.
Während eine technische Erfindung durchaus unter das Patentrecht fallen könne, dürfe dies für Lebewesen nicht gelten, heißt es in der am Freitag veröffentlichten Abschlussresolution der Frühjahrstagung in Ammersbek (bei Hamburg).
Es gehe mittlerweile nicht mehr um den Schutz einzelner Erfinder, sondern um die Kontrolle des Saatgut- und Lebensmittelmarktes. Eine solche Entwicklung führe zu bedenklichen Monopolen in der Landwirtschaft, Züchtung und Ernährung.
(epd)
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 Schlange stehen für eine Energiewende :
Nordelbische Kirche beteiligt sich an der Anti-Atom-Kette
(Hamburg) - Wenn sich am 24. April um 14.30 Uhr die Anti-Atom-Kette in und um Hamburg schließen wird, dann werden auch einige kirchliche Vertreterinnen und Vertreter dabei sein. Im Bereich der Mönkebergstraße werden sich Bischöfin Maria Jepsen und Vertreterinnen des Kirchenkreises Hamburg-Ost in der Nähe des Vattenfall-Centers in die Kette einreihen.
Im Raum Pinneberg wird sich ebenfalls Propst Thomas Drope mit seiner Familie der Kette anschließen. Aus Flensburg reist mit dem Bus Pröpstin Carmen Rahlf an, die sich in den letzten Monaten in Veranstaltungen und Aufrufen wiederholt gegen eine Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke ausgeprochen hatte.
Das Diakonische Werk Hamburg West hat in dieser Woche ebenfalls die Menschenkette unterstützt und die Menschen zum Mitmachen aufgerufen. In einem Beschluss dazu heißt es: "Eine Laufzeitverlängerung über die Anfang des Jahrtausends von der damaligen Bundesregierung festgelegte
Restlaufzeit hinaus würde das Risiko für weitere Jahrzehnte verlängern. Mit
unseren diakonischen Einrichtungen sehen wir uns dem seelischen und körperlichen Wohl der Menschen verpflichtet".
Schon vor Monaten hatten der Nordelbische Umweltbeauftragte Dr. Thomas Schaack und der Kirchenkreis Hamburg Ost das Projekt unterstützt. Sie beziehen sich dabei u.a. auf eine Reihe von Beschlüssen der Synode der EKD, die wiederholt vor einer Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke gewarnt hatte. Die Evangelische Kirche in Deutschland wird bei der großen Abschlussveranstaltung ab 15.30 Uhr auf dem Podium vor dem AKW Brunsbüttel durch Katrin Göring-Eckardt (Präses der Evangelischen Kirche Deutschlands) prominent vertreten sein.
(ts)
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 Neue Webseite zum Thema Kohlekraft:
Alles über Kohle
(Berlin) - „Der Protest gegen neue Kohlekraftwerke in Deutschland hat sich inzwischen an jedem der geplanten Kraftwerksstandorte gut organisiert und wird immer professioneller und erfolgreicher,“ so das Resultat einer Untersuchung der Klima-Allianz, einem breiten gesellschaftlichen Bündnis von über 100 Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Entwicklung, Kirche, Jugend, Verbraucherschutz, Gewerkschaften und anderen. Die Ergebnisse ihrer Analyse veröffentlichte die Klima-Allianz auf der neuen Internetseite www.kohle-protest.de.
Neben den „Erfolgsgeschichten“ der bereits 13 aufgegebenen bzw. verhinderten Kohlekraftwerksprojekte untersuchte die Klima-Allianz für jeden der derzeit geplanten 24 Kohlekraftwerks-Standorte die anstehenden Vorhaben, die lokale politische Situation und den Protest vor Ort. „Neue Kohlekraftwerke haben in Deutschland keinen gesellschaftlichen Rückhalt und werden von immer mehr Menschen quer durch alle gesellschaftlichen Schichten abgelehnt“, so Daniela Setton, Energie-Expertin bei der Klima-Allianz. „Dies erklärt auch, warum sich so viele Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen teils über Jahre hinweg gegen Kohlekraftwerks-Neubauten engagieren.“ Die Bedeutung des Anti-Kohleprotests für den Klimaschutz könne dabei gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, denn dieser entscheide in Deutschland mit darüber, ob effektiver Klimaschutz und eine Energiewende gelingen werden. Die Klima-Allianz fordert ein Moratorium für den Bau neuer Kohlekraftwerke, um den Aufbau einer klimaverträglichen Energieversorgung nicht zu behindern. Neue Kohlekraftwerke würden 40 Jahre lang laufen und damit alle längerfristigen Klimaschutzziele sabotieren.
„Mit der Website wollen wir auch zeigen, wie stark, vielfältig, einfallsreich und hartnäckig der Protest gegen neue Kohlekraftwerke in Deutschland ist“ sagt die Energie-Expertin. Dies zeigten allein die in den letzten Jahren erzielten Erfolge. „Durch verhinderte bzw. aufgegebene Kohlekraftwerke konnten in Deutschland seit 2007 bereits klimaschädliche CO2-Emissionen in Höhe von etwa 70 Millionen Tonnen jährlich vermieden werden. Die Mehrzahl dieser Planungen kippte aufgrund des öffentlichen Protests.“
Mit der Website gibt es im Internet erstmalig ein umfassendes Informationsportal rund um das Thema Neubau von Kohlekraftwerken und Proteste dagegen in Deutschland. Neben den Informationen zu den Kohlekraftwerks-Standorten – u.a. auf einer interaktiven Kohlekarte - bietet www.kohle-protest.de auch umfangreiche Hintergrundinformationen rund um das Thema Kohlekraftwerksneubauten in Deutschland: z.B. zu den rechtlichen und politischen Möglichkeiten des Anti-Kohleprotests, zu den Unternehmen, die neue Kohlekraftwerke bauen wollen und den wichtigsten Argumenten gegen neue Kohlekraftwerke. „Egal ob man wissen will, wo in Deutschland gegen neue Kohlekraftwerke geklagt wird, ob man eine rechtliche Frage zu den Genehmigungsverfahren hat oder einfach nur auf der Suche ist nach Möglichkeiten, selbst gegen Kohlekraftwerke aktiv zu werden – bei uns findet man dazu gebündelt Informationen", erklärt Setton. Zudem sind auf dem Internet-Portal die aktuellsten Nachrichten und Meldungen rund um Kohlekraftwerksprojekte und den Protest dagegen zu finden.
(Text: klimaallianz)
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 FÖJ-Appell zur Mitfinanzierung:
139 Einsatzstellen in Schleswig-Holstein
(Kiel) - Für den neuen Jahrgang des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) sind in Schleswig-Holstein bislang 139 Einsatzplätze finanziell gesichert. Umweltministerin Juliane Rumpf (CDU) in Kiel hingewiesen. Im Jahrgang 2008/2009 hatte es noch 150 Stellen gegeben. Rumpf rief Unternehmen, Institutionen, Stiftungen und kommunale Einrichtungen dazu auf, sich angesichts knapper Landesfinanzen am Öko-Jahr zu beteiligen.
Hintergrund sind die vom Land beschlossenen Kürzungen von 1,24 Millionen Euro auf jetzt eine Million Euro und auf 800.000 Euro für die nächsten Jahrgänge.
Erst jüngst hatte die Nordelbische Kirche an die CDU-FDP-Landesregierung appelliert, auf die Einsparungen zu verzichten.
FÖJ-Träger sind die Betreuungsstelle beim Jugendpfarramt der Nordelbischen Kirche und fünf Naturschutzverbände an der Westküste. Die Kirche steuerte bislang 50.000 Euro pro Jahrgang bei. In den vergangenen 19 Jahren haben über 1.500 junge Menschen das FÖJ absolviert.
Nach den Worten von Rumpf könnten zur künftigen Mitfinanzierung beispielsweise Patenschaften übernommen werden. Darüber hinaus ist geplant, dass private und öffentliche Unternehmen, Institutionen und Kommunen auch selbst FÖJ-Einsatzstellen ohne Förderung des Landes einrichten können. Die dafür nötigen Änderungen in der FÖJ-Konzeption werden zurzeit erarbeitet.
Hier gibt´s Infos für InteressentInnen:
Fachreferat des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume
Brigitte Varchmin
Telefon 0431 - 988-7326
Anfragen direkt beim FÖJ-Träger:
FÖJ Betreuungsstelle Koppelsberg
Telefon 04522 - 507-160 oder:
Trägergemeinschaft FÖJ Wattenmeer
Telefon 04841 - 668548.
(epd)
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 Fledermausherberge für schöpfungsbewusste Kirchen:
Fliegende Untermieter in Hamburg
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(Foto: Sabine Geißler - pixelio.de) |
Hamburg - An der Fassade der evangelischen St. Pauli-Kirche nahe der Hamburger Reeperbahn soll am Montag (29. März) die erste Fledermaus-Herberge des Stadtteils aufgehängt werden. Ein Projekt der "ökumenischen Stiftung für Schöpfungsbewahrung und Nachhaltigkeit" gab den Anstoß dazu.
Kirchen seien traditionell Heimat für Fledermäuse gewesen, teilte die Deutsche Wildtier Stiftung als Initiatorin am Donnerstag mit. Gemeinsam mit der Ökumenischen Stiftung für Schöpfungsbewahrung und Nachhaltigkeit wolle man möglichst viele Kirchengemeinden anregen, den "obdachlosen Nachtschwärmern mit einer Unterkunft zu helfen".
Laut Wildtier Stiftung leben von weltweit rund 750 Fledermausarten 22 Arten in Deutschland. Alle stünden auf der Roten Liste und seien vom Aussterben bedroht.
(epd/ts)
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 Klimaallianz gestärkt:
Starkes Bündnis für den Klimaschutz bis 2013 verlängert!
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(Hannover) - Die Klima-Allianz, ein breites gesellschaftliches Bündnis aus über 100 Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Entwicklung, Kirche, Verbraucherschutz und Gewerkschaften, wird seine erfolgreiche Arbeit bis 2013 gestärkt fortsetzen. Dies hat die Mitgliederversammlung der Klima-Allianz unter Beteiligung auch des nordelbischen Vertreters Pastor Jan Christensen auf ihrer gestrigen Sitzung einstimmig beschlossen. Das Mandat der vor drei Jahren gegründeten Klima-Allianz sollte ursprünglich Ende 2009 auslaufen.
"Wir wollen der Öffentlichkeit, den Medien und der Politik vermitteln, dass Klimapolitik mehr als Umweltpolitik und weiterhin dringend notwendig ist", sagt Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forum Umwelt und Entwicklung und Mitglied des Sprecherrates der Klima-Allianz. "Bei unseren Themenschwerpunkten: Verhinderung neuer Kohlekraftwerke, zukunftsfähige Energiepolitk und Klimagerechtigkeit wollen wir mit unserem breiten gesellschaftlichen Bündnis den öffentlichen Druck auf die Politik noch weiter erhöhen."
Dass der Klimaschutz aktueller und dringender ist denn je, zeigt die derzeitige Politik der Bundesregierung: Deutschland muss seinen Treibhausgasausstoß bis Mitte 2050 um 95 Prozent verringern. "Und was macht die Bundesregierung? Sie will Klimaschutzgelder für die Ärmsten der Armen mit der Entwicklungshilfe verrechnen und hält am Kohlestrom, der klimaschädlichsten Art der Energieerzeugung, fest", so Maier.
Um die Schlagkraft der Klima-Allianz zu verbessern, beschloss die Mitgliederversammlung zudem, die finanziellen und personellen Ressourcen für das Koordinationsbüro zu verstärken. "Damit können wir noch besser das enorme Expertenwissen unseres Bündnisses in die Arbeit einbinden und den rund 30 Millionen Spendern, Förderern und Mitgliedern eine Stimme geben", erklärt Bernd Bornhorst, Leiter der Abteilung Entwicklungspolitik bei Misereor und Mitglied des Sprecherrates der Klima-Allianz.
Ein genauer Arbeits- und Finanzplan für 2010 soll nun ausgearbeitet werden. Inhaltlich wird in den nächsten Wochen und Monaten auch das für den Herbst angekündigte Energiekonzept der Bundesregierung im Mittelpunkt der Arbeit der Klima-Allianz stehen. "Wir werden zeigen, dass eine Energiewende machbar ist", so Bornhorst. "Denn ein 'Weiter so' darf es auf keinen Fall geben!"
Die Nordelbische Kirchenleitung ist im April 2009 der bundesweiten Klimaallianz - wie viele andere Landeskirchen - beigetreten. Schon zuvor waren der Kirchenkreis Hamburg-Ost und das Nordelbische Missionszentrum Mitglieder in diesem Bündnis geworden.
(klimaallianz/ts)
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 Resolution:
Nordelbische Kirche fordert Erhalt des Freiwilligen Ökologischen Jahres
(Rendsburg) - Die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche hat an das Land Schleswig-Holstein appelliert, auf Einsparungen beim Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) im jetzt geplanten Umfang zu verzichten.
Die kurzfristige Kürzung der Landesmittel von 1,24 Millionen auf 1 Million Euro für den nächsten Jahrgang und auf 800 000 Euro für die Folgejahrgänge treffe die Träger „sehr schwer“, heißt es in einer Resolution, die am Sonnabend (27. Februar) ohne Gegenstimmen auf der Nordelbischen Synode in Rendsburg verabschiedet wurde. Zwar habe die Nordelbische Kirche Verständnis dafür, dass die Landesregierung angesichts der Haushaltslage in vielen Bereichen Gelder kürze, sagte Kerstin Möller, Leiterin des Hauptbereichs Frauen, Männer und Jugend. „Aus unserer Sicht sind aber die Kürzungen beim FÖJ besonders heftig ausgefallen.“
Bereits eine Kürzung um eine Million Euro bedeute eine 150-Prozentige Erhöhung des Einsatzstellenbeitrages und eine Senkung der Zuschüsse an die Teilnehmenden. Trotz dieser großen Anstrengungen ließen sich bei den neuen Kürzungsplänen die 150 Plätze im FÖJ nicht in diesem Umfang aufrechterhalten. „In den letzten 19 Jahren haben über 1 500 Freiwillige das FÖJ in kirchlicher Trägerschaft durchlaufen“, sagte Kerstin Möller. Das lege in den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern den Grundstein für weiteres ehrenamtliches Engagement. Auch konnten die Einsatzstellen bei Natur-, Umwelt- und Jugendverbänden sowie bei kirchlichen Einrichtungen durch den Freiwilligendienst zusätzliche Bildungsangebote für nachhaltige Entwicklung schaffen, die mehrere hunderttausend Menschen im Jahr erreichen.
„Wir bitten das Land daher dringend, die Förderung nicht noch weiter herunterzuschrauben und in Zukunft mindestens eine Million Euro für das Freiwillige Ökologische Jahr zur Verfügung zu stellen“, heißt es in der Resolution. Durch die Einwerbung von Spenden und Sponsorengelden solle versucht werden, in künftigen Jahren weiterhin 150 Plätze im FÖJ zu ermöglichen
(Pressestelle NEK/tk)
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 Deutscher Kirchentag:
Wettbewerb "klimafair 2010"
(Dresden) - Mit dem Wettbewerb klimafair 2010 will der Kirchentag dazu anregen, den Alltag der Gemeinden und Einrichtungen nachhaltig klimafreundlicher zu gestalten und Gemeindeglieder und Mitarbeitende für das Thema zu sensibilisieren.
Mit rund 22.000 Gemeinden und 57.000 weiteren Einrichtungen sind die evangelischen Kirchen und ihre Diakonischen Werke einer der großen Energieverbraucher in Deutschland. 2008 beschloss die zehnte Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, die CO2-Emissionen der Landeskirchen bis 2015 um 25 Prozent zu reduzieren. Ein ehrgeiziges Ziel, das nur durch gemeinsames Handeln aller erreicht werden kann. Mit dem Wettbewerb klimafair 2010 will der Kirchentag deshalb dazu anregen, den Alltag der Gemeinden und Einrichtungen nachhaltig klimafreundlicher zu gestalten und Gemeindeglieder und Mitarbeitende für das Thema zu sensibilisieren.
Bei klimafair 2010 geht es darum, mit Aktionen das Problem Klimaveränderung zu thematisieren. Es sollen Wege gezeigt werden, wie sich das Gemeindeleben bzw. die Arbeit einer kirchlichen Einrichtung so organisieren lässt, dass weniger Emissionen von Treibhausgasen entstehen. Eingereicht werden können schriftliche oder grafische Darstellungen, Foto- oder Videodokumentationen.
Attraktive Preise winken denen, die ein gutes Projekt einreichen. Anmelden können sich kirchliche Gemeinden, Einrichtungen und Werke für den Wettbewerb bis 31. Mai 2010. Eingereicht werden müssen die Beiträge spätestens bis 31. August 2010. Näheres dazu erfährt man auf dieser Seite oder aber, wenn man den Flyer herunterlädt.
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 "Hortus oecumenicus":
Netzwerk will alte Pfarrgärten neu beleben
(Schwerin/Ratzeburg) - Pfarrgärten in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sollen stärker ins kirchliche und öffentliche Bewusstsein gerückt werden.
Mit diesem Ziel hat die 2008 gegründete Ökumenische Stiftung für Schöpfungsbewahrung und Nachhaltigkeit für Sonnabend zu einem Studientag nach Schwerin eingeladen.
Bislang seien 40 Kirchengemeinden, Planungsbüros, Vereine und Einzelpersonen Mitglied des Gartennetzwerks "Hortus Oecumenicus", teilte die Stiftung auf Anfrage in Ratzeburg (Schleswig-Holstein) mit. Die meisten von ihnen stammten aus Mecklenburg-Vorpommern, hieß es weiter. Geplant sei, in diesem Jahr auf 100 Mitglieder zu kommen.
Das Netzwerk verfolgt derzeit zum einen das Ziel, "Gärten der Stille" zu schaffen, die der Erholung, Einkehr, Seelsorge und Meditation dienen. Zum anderen soll, ausgehend von der Region Hamburg, bis 2013 eine ökumenische Gartenroute entwickelt werden, die ausgewählte Liegenschaften verbindet und "Gästen jene Vielfalt, Lebensfreude und Erbauung vermittelt, die nur ein lebendiger Garten vermitteln kann".
Geplant ist auch, im Frühjahr erstmals besondere Pfarrgärten zu zertifizieren. Bislang stünden dafür ein Areal in Hamburg sowie ein privat genutzter ehemaliger Pfarrgarten im mecklenburgischen Qualitz bei Bützow (Kreis Güstrow) zur Verfügung.
Viele kirchliche Gärten seien heute vernachlässigt und vergessen, hieß es weiter. Deshalb wolle das Gartennetzwerk den Reichtum der kirchlichen Gartenkultur neu entdecken, der sich aus verschiedenen Traditionen speise. Dazu gehörten die seit dem Mittelalter kultivierten Klostergärten, aber auch die Pfarrgärten, wie sie als erste Martin und Katharina Luther bewirtschaftet hätten.
Hinzu kämen die seit dem 19. Jahrhundert zunehmend parkartig gestalteten Friedhofsgärten. Viele kulturhistorisch bedeutsame Gärten hätten sich auch zu ökologischen Nischen entwickelt, in denen alte Apfel- oder Rosensorten überlebten. "Pfarrbauern" seien einmal Pioniere in der Obst- und Gemüsezucht gewesen. Heute interessiere der Garten "eher als Naherholungsgebiet für Körper, Geist und Seele".
(epd)
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 Kirche im Winter:
Umweltpastor rät zu Winterkirchen-Gottesdienst
Kiel (epd). Angesichts des anhaltenden Winterwetters rät der Umweltbauftragte der Nordelbischen Kirche, Pastor Thomas Schaack, den Kirchengemeinden, Gottesdienste von der Kirche ins Gemeindehaus zu verlegen.
Mit diesen "Winterkirchen" könnten viel Energie und Heizkosten gespart werden, sagte Schaack dem epd. "Das tut dem Klima gut und dem Portemonnaie."
In der evangelischen Kirche in Hamburg und Schleswig-Holstein gibt es rund 800 evangelische Kirchen und Kapellen sowie 700 Gemeindehäuser.
Nach Schaacks Angaben gibt es auch "Winterkirchen" als abgeteilte Räume in größeren Kirchen. "Der Umgang mit Energie hat bei unseren historischen Kirchen aber noch einen ganz anderen Aspekt", sagte er. Die Bausubstanz und die Kunstwerke in den Gotteshäusern litten erheblich, wenn nicht richtig geheizt wird. Zu hohe Temperaturen - es sind offiziell in Kirchen nicht mehr als 16 Grad erlaubt - oder zu schnelles Erwärmen und eine zu hohe oder zu niedrige Luftfeuchtigkeit durch falsches Heizen könnten Kirchen und ihre historischen Kunstwerke stark beschädigen. Auch die Orgeln seien gefährdet.
Viele von Nordelbiens historischen Kirchen wurden jahrhundertelang gar nicht beheizt, erklärte der evangelische Theologe. Erst im 19. Jahrhundert kamen die ersten Kirchenheizungen auf. Die hohen Räume richtig zu beheizen, sei eine Kunst. Gottesdienstbesucher sollten Verständnis dafür haben, "dass die Kirchen im Winter nicht die Wohlfühltemperaturen wie zu Hause das Wohnzimmer bieten können", so Schaack. Auch der Umweltexperte der hannoverschen Landeskirche, Reinhard Benhöfer, hatte jüngst zu "Winterkirchen" in Gemeindehäusern geraten.
(epd)
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 Appell an Merkel:
Beim Klimaschutz nicht locker lassen - Auch Nordelbiens Bischöfe sind Unterzeichner
(Frankfurt a. M./Hamburg/Kiel) - Spitzenvertreter der evangelischen und katholischen Kirche, Vertreter der Wirtschaft, Wissenschaftler, Gewerkschafter und Umweltaktivisten stärken Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Start in die entscheidende Verhandlungsphase beim Weltklimagipfel in Kopenhagen den Rücken.
In einem am Montag im Düsseldorfer "Handelsblatt" veröffentlichten Appell fordern die 71 namentlichen aufgeführten Unterzeichner die deutsche Regierungschefin auf, "nicht locker zu lassen, bis sichergestellt ist, dass sich die Regierungen in Kopenhagen auf ein rechtlich bindendes und ratifizierbares Abkommen einigen".
Zu den Unterzeichnern gehören der Vorsitzende der nordelbischen Kirchenleitung und evangelische Bischof für Schleswig und Holstein, Gerhard Ulrich, die Bischöfin für Hamburg und Lübeck, Maria Jepsen, und der katholische Hamburger Erzbischof Werner Thissen. Weiter haben Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin von "Brot für die Welt", Welthungerhilfe-Präsidentin Bärbel Dieckmann, der Musiker Thomas D. sowie der Präsident des Bundesverbandes Windenergie, Hermann Albers, den Appell unterzeichnet.
Für Deutschland sei der Einsatz beim Klimaschutz eine "moralische Verpflichtung", die sich aus den bislang ausgestoßenen Treibhausgasen ableite. "Zum anderen legt schon ökonomische Vernunft nahe, entschieden zu handeln", heißt es in dem Aufruf: "Ein ehrgeiziges und rechtlich verbindliches Abkommen bedeutet gerade für Deutschland enorme Export- und Arbeitsplatzchancen."
Die Unterzeichner fordern die Bundesregierung auf, zur Unterstützung armer Länder beim Klimaschutz bis 2020 zusätzlich jährlich sieben bis zehn Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Dies Hilfe müsse unabhängig vom Ziel gezahlt werden, die Entwicklungshilfe auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens zu erhöhen.
Der Weltklimagipfel in Kopenhagen startet am Montag in die zweite Woche. Die Verhandlungen sollen bis Freitag abgeschlossen sein. In den nächsten Tagen werden zahlreiche Staats- und Regierungschefs in die dänische Hauptstadt reisen, unter ihnen Bundeskanzlerin Merkel und US-Präsident Barack Obama.
(epd)
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 Geläut und Aktionen in Nordelbien:
350 Glockenschläge für das Klima
(Kiel) - Genau 350 Mal werden die Glocken in vielen Kirchengemeinden in Hamburg und Schleswig-Holstein am 3. Adventssonntag um 15.00 Uhr läuten.
Die Gemeinden signalisieren damit hörbar und kräftig ihr Engagement für mehr Klimaschutz und Klimagerechtigkeit. Das Bischofskollegium der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche (NEK) hat die Gemeinden dazu aufgefordert, am 13. Dezember zu Gottesdiensten und Andachten in die Kirchen einzuladen. Im Anschluss sollen um 15.00 Uhr die Glocken läuten - 350 mal, weil damit der CO2-Grenzwert in der Atmosphäre symbolisiert wird, der nicht überschritten werden darf, wenn das Klima für Menschen und Umwelt erträglich bleiben soll.
Zu dem weltweiten Glockenläuten jeweils um 15.00 Uhr Ortszeit hatte bereits vor einigen Monaten der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) seine Mitgliedskirchen aufgefordert. Die Kette von Andachten, Gebeten und Glockenschlägen soll im Südpazifik beginnen und sich dann um den gesamten Erdball fortsetzen. In dem Brief des nordelbischen Bischofskollegiums, der von Bischöfin Maria Jepsen, Bischof Gerhard Ulrich und dem Bischofsbevollmächtigten Gothart Magaard unterzeichnet wurde, heißt es: „Wir schließen uns dem Aufruf des ÖRK an, um unsere Sorge und Verbundenheit mit allen Menschen auf dieser Erde, die unter dem Klimawandel leiden, zum Ausdruck zu bringen. Wir ermutigen zugleich die Politiker, bei den Verhandlungen in Kopenhagen zu mutigen und zukunftsfähigen Beschlüssen zu kommen.“
Fast 200 Kirchengemeinden haben ihr Geläut im Vorfeld angemeldet, zahlreiche weitere werden mitmachen: Die St. Clemenskirche in Nebel auf Amrum zum Beispiel, die St. Nicolai-Kirche auf Helgoland, Kirchengemeinden auf dem Land und in den Städten – bis hin zur Bugenhagengemeinde in Nettelnburg, der Michaelisgemeinde in Harburg-Neugraben und der Hamburger Hauptkirche St. Petri.
Viele Kirchengemeinden laden mit dem Geläut auch zu besonderen Aktionen ein. In der Christuskirche in Hamburg-Eimsbüttel beginnt um 16.00 Uhr eine Feier zur Aussendung des Friedenslichts aus Bethlehem. Dazu werden zwischen 350 und 400 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus der gesamten Landeskirche erwartet, die das Licht in ihre Gemeinden tragen, wo es Weihnachten an die Gottesdienstbesucher weitergegeben wird. In der Christuskirche werden auch Vertreter der katholischen Kirche, der jüdischen Gemeinde Pinneberg und der muslimischen Gemeinschaft Hamburg Grußworte sprechen.
Die Epiphanien-Gemeinde in Hamburg-Winterhude wird nicht nur die Glocken läuten, sondern auch 350 mal die Pauke schlagen, im Anschluss gibt es ein Chorkonzert. Die Bugenhagengemeinde in Nettelnburg lädt zu einer Seniorenfeier ein.
(Anne Christiansen)
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 Klimagipfel in Kopenhagen:
Bischof Ulrich fordert entschiedene Klimapolitik
(Kiel) - Bischof Gerhard Ulrich, Vorsitzender der Kirchenleitung der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche, wird ab Freitag (11. Dezember) an der Internationalen Klimakonferenz in Kopenhagen teilnehmen. Geplant sind bis Sonntag unter anderem Gespräche mit Bundesumweltminister Norbert Roettgen und verschiedenen Repräsentanten von Kirchen und Nichtregierungsorganisationen. Bischof Ulrich gehört zu einer Delegation leitender Kirchenvertreter. Der württembergische Landesbischof Frank Otfried July und der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Alfred Buß, sind ebenso in Kopenhagen anwesend wie „Brot für die Welt“, der Evangelische Entwicklungsdienst (eed) und viele weitere Hilfsorganisationen. Gemeinsam wollen sie ihren Forderungen zum Klimaschutz Nachdruck verleihen.
„Von den Klimaverhandlungen in Kopenhagen erhoffe ich mir mindestens klare Worte und Abmachungen für eine entschiedene und gerechte Klimapolitik zum Schutz der Menschen und der Umwelt“, sagte der Bischof. „Die Kirchen werden in Kopenhagen klar für die Rechte derer eintreten, die schon jetzt leiden und zukünftig noch viel mehr ertragen müssen, wenn wir nicht handeln. Für eine Umkehr ist es allerhöchste Zeit. Reine Freiwilligkeit führt uns hier auch nicht weiter - die Bewahrung der Schöpfung ist eine Pflicht. Die Schöpfung ist geliehen, nicht menschlicher Besitz.“
Der frühere südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu wird am Sonntag, 13. Dezember, um 11.30 Uhr auf dem Rathausplatz von Kopenhagen rund 200.000 Unterschriften für mehr Klimagerechtigkeit an den UNFCCC (Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen) Generalsekretär Yvo de Boer überreichen. Anschließend wird in der Kathedrale von Kopenhagen in Anwesenheit der dänischen Königin Margarethe II. ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert, an dem hochrangige Politiker und Kirchenvertreter aus aller Welt teilnehmen. Der Gottesdienst endet um 15.00 Uhr mit dem Geläut, zu dem der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) international aufgerufen hat. Auch mehr als hundert nordelbische Kirchengemeinden beteiligen sich an den 350 Glockenschlägen, die den CO2-Grenzwert in der Atmosphäre symbolisieren, mit Andachten, Gottesdiensten, Aktionen und Geläut.
Die Nordelbische Kirche trägt selbst aktiv zum Klimaschutz bei: Vom Frühjahr 2010 an wird eine dreijährige Kampagne für Klimagerechtigkeit und Klimaschutz über Hintergründe informieren und das Engagement in den Kirchengemeinden stärken. Die Synode der NEK hat sich auf ihrer Tagung Ende November dem Aufruf des ÖRK zu 350 Glockenschlägen angeschlossen und für eine faire und entschiedene Klimapolitik plädiert. Bereits im Frühjahr 2009 hat die Kirchenleitung konkrete Maßnahmen beschlossen: zum Beispiel wird so genannter Grüner Strom genutzt, ein Energiecontrolling soll eingeführt, Energiegutachten sowie Gebäudenutzungspläne sollen erstellt werden. Drei nordelbische Kirchenkreise erstellen derzeit mit Hilfe des Bundesumweltministeriums umfangreiche Klimaschutzkonzepte für ihre Gebäude.
(nek)
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Das gute Beispiel gegen den Klimawandel:
Blankeneser Gemeinde heizt bald umweltfreundlich
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Kirche in Blankenese |
(Hamburg/Blankenese) – Klimaschutz ist nicht allein Privatsache – auch die Institutionen sollten mit gutem Beispiel voran gehen. Das dachte sich auch Pastor Helmut Plank von der evangelischen Kirche in Blankenese – jetzt steht die Gemeinde kurz vor dem Einbau einer klimaneutralen Pellet-Heizung. Durch die Umstellung auf die Holzheizung verringert sich der Kohlendioxid (CO2)-Ausstoß um 100 Tonnen pro Jahr. Und die Heizkosten für die sieben Gebäude verringern sich um die Hälfte. Also 18.000 Euro jährlich weniger Energiekosten.
Wenn alles nach Plan läuft, soll spätestens im Frühjahr mit Holzpellets aus dem Norden eingeheizt werden. Nicht nur das Gotteshaus, sondern auch die Kita, das Gemeindehaus, das Pastorat und die Gebäude vom Kirchenkreis werden dann umweltfreundlich beheizt und durch ein Nahwärmenetz versorgt.
Für den Plan eine umweltfreundlichere Heizung zu installieren, waren Kirchenvorstand und Gemeinde schnell gewonnen. Die Gebäude sind alt, es musste ohnehin etwas getan werden, sagt Plank. So lud der Pastor Klimaexperten vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in die Gemeindeakademie. Es folgten Umweltgutachten – Blank wagte es, die Pläne öffentlich zu diskutieren. Die Idee kam so gut an, dass sich ein Spender aus Blankenese fand, der die Gesamtkosten in Höhe von 250.000 Euro übernahm.
Jetzt steht der erste Spatenstich kurz bevor. Die alte Heizung unter der Kirche wird verschrottet. Zusätzlich will die Gemeinde auch Solar-Technik (Photovoltaik) installieren, um in der Umweltbilanz noch besser dazu stehen. Klimagerechtigkeit sollte nicht nur ein Lippenbekenntnis sein, sagt Plank. „Wir sollten mit dem Geschenk der Schöpfung angemessen umgehen.“
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 Brandstiftung zerstört Breklumer Missionshaus:
Wertvolles Gebäude und Dokumente ein Raub der Flammen
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Das ausgebrannte Missionshaus in Breklum (Foto: Thomas Schaack) |
(Breklum) - Ein Feuer hat die kirchliche Tagungs- und Bildungsstätte Christian-Jensen-Kolleg im nordfriesischen Breklum in der Nacht von Sonnabend (5. Dezember) auf Sonntag (6. Dezember) teilweise zerstört. Menschen wurden nicht verletzt, doch entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden in Millionenhöhe, teilte die Polizei am Sonntag mit. Den Angaben zufolge handelt es sich um Brandstiftung. "Wir stehen noch unter dem Schock der Nachricht", sagte Gothart Magaard, Bischofsbevollmächtigter für Schleswig und Holstein, in einer ersten Stellungnahme.
Am Sonnabend um 21.45 Uhr hatten Anwohner den Feuerschein aus dem Christian-Jensen-Kolleg in der Kirchenstraße gemeldet. Sofort rückten die Kräfte aus, doch das Feuer hatte bereits mehrere Gebäudeteile der evangelischen Einrichtung erfasst. Der Verwaltungstrakt und das Bürohaus brannten "in voller Ausdehnung", so die Polizei. Auch der Verlust der teils historischen Sammlungen in der Bücherei sei zu beklagen.
Polizei und Feuerwehr stellten schnell fest, dass es vor dem Ausbruch des Feuers zu einem Einbruchdiebstahl gekommen war. Die bislang unbekannten Täter sind vermutlich über das angrenzende Flachdachgebäude eingestiegen und haben sich dann im Kolleg weiter "vorgearbeitet". Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.
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Das ausgebrannte Missionshaus in Breklum (Foto: Thomas Schaack) |
Nach den Worten des Bischofsbevollmächtigen Magaard ist der materielle und immaterielle Verlust noch nicht abzuschätzen. "Jetzt geht es vor allem darum, sich ein Bild von der Lage zu verschaffen und den Mitarbeitenden in Christian-Jensen-Kolleg und dem ebenfalls betroffenen Evangelischen Regionalzentrum Westküste zur Seite zu stehen", sagte er.
Die Tagungs- und Bildungsstätte bietet Seminare zu Mission, kirchlicher Fortbildung, Seniorenbildung, sowie Einkehr und Besinnung an. Organisiert ist das Kolleg als gemeinnützige GmbH mit kirchlichen und weltlichen Trägern, darunter ist auch die Kommune Breklum.
Die Polizei sucht nach Zeugen, die verdächtige Personen in der Zeit zwischen 19.30 Uhr und 21.45 Uhr am Sonnabend gesehen oder sonstige Beobachtungen gemacht haben. Telefon: 04661 - 40110.
Auch das Büro des Umweltbeauftragten der Nordelbischen Kirche ist von dem Brand indirekt betroffen: dessen Büro liegt in einem angrenzenden Trakt des Missionshauses, das zwar vom Feuer dank des Einsatzes der Feuerwehr verschont blieb, aber trotzdem ist das Büro derzeit außer Betrieb und einige Schäden sind zu beklagen. Alle Beteiligten setzen sich derzeit dafür ein, den Betrieb so schnell wie möglich wieder aufzunehmen.
(epd/schaack)
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 NEK setzt auf best-practice im Klimaschutz:
Neue Klimaschutzbroschüre zeigt gute Bespiele
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Aus dem Titelbild der neuen Broschüre |
(Kiel) - Unter dem Titel "Klimaschutz in Nordelbien. Energetische Sanierung kirchlicher Gebäude" hat die Nordelbische Kirche eine neue Broschüre herausgegeben. Mit guten Beispielen kirchlichen Sanierens sollen auf diese Weise kirchliche Entscheidungsträger in Kirchengemeinden angeregt werden, die Verbräuche ihrer Liegenschaften deutlich zu reduzieren.
Zu den Beispielen gehören neben Sanierungen eines Pastorats in Bargfeld-Stegen, der Sanierung des denkmalgeschützten Alten Pastorats in Stellau auch die Nutzung von Geothermie in Westerrönfeld, der Einsatz eines Mini-BHKW (Blockheizkraftwerks) in der Martinskappelle in Husberg und ein Bericht über die Erfolge von Energiecontrolling. Porträts von Ehrenamtlichen, die sich seit Jahren für den Klmaschutz in der Kirche einsetzen, sowie ein Bericht über Bildung für nachhaltige Entwicklung in Kitas runden das Bild ab.
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 Engagement für Klimaschutz:
Nordelbische Synode fordert gerechte Klimapolitik
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Synode tagt in Rendsburg |
Rendsburg (frb). Die Synodalen der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche fordern mehr Engagement für den weltweiten Klimaschutz.
Sie entschieden, gezielt an ihrer eigenen Arbeitsstruktur zu arbeiten, damit diese den Zielen von Klimaschutz und Klimagerechtigkeit entspricht. Die Synodalen begrüßten die Empfehlung der nordelbischen Kirchenleitung, so schnell wie möglich auf „grünen Strom“ umzusteigen. Die Kirchenkreise Dithmarschen, Nordfriesland, Schleswig-Flensburg und Lübeck-Lauenburg sowie Gebäude der Nordelbischen Kirche werden bereits über einen zentralen Einkauf mit „grünem Strom“ versorgt. Diesen Beispielen sollen nach Möglichkeit alle anderen Kirchenkreise, Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen folgen.
Ab dem Frühjahr 2010 wird eine dreijährige Kampagne der Nordelbischen Kirche für Klimagerechtigkeit und Klimaschutz über Hintergründe aufklären und das Engagement der Menschen versuchen zu stärken. Die Synode ermutigte alle nordelbischen Gemeinden und Einrichtungen, sich auch mit eigenen Beiträgen in die Kampagne einzubringen.
In ihrer Erklärung begrüßt die Synode ausdrücklich die Beschlüsse der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vom 29. Oktober 2009 für eine klimagerechte Politik der Bundesregierung bei den UN-Klimaverhandlungen von Kopenhagen im Dezember. Als Beitrag zum Klimagipfel in Kopenhagen werden am dritten Adventssonntag (13. Dezember) die Kirchenglocken in Schleswig-Holstein und Hamburg vielerorts läuten und zu Andachten und Gottesdiensten mit dem Thema „Klimagerechtigkeit und Klimaschutz“ einladen.
Bereits gestern (20. November) hatte das Bischofskollegium der Nordelbischen Kirche alle Kirchengemeinden in einem Brief um die Beteiligung an dieser Aktion gebeten. Auf Initiative des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) soll weltweit am Nachmittag des 13. Dezember um 15 Uhr durch 350 Glockenschläge auf die Notwendigkeit des Klimaschutzes hingewiesen werden. Um diese Zeit wird im Dom von Kopenhagen im Rahmen der in der dänischen Hauptstadt tagenden Weltklimakonferenz vom 7. bis zum 18. Dezember ein Ökumenischer Gottesdienst mit leitenden internationalen Kirchenvertretern zu Ende gehen.
In dem von Bischöfin Maria Jepsen, Bischof Gerhard Ulrich und dem Bischofsbevollmächtigten Gothart Magaard unterzeichneten Brief heißt es: „Wir schließen uns dem Aufruf des Ökumenischen Rates an, um unsere Sorge und Verbundenheit mit allen Menschen auf dieser Erde, die unter dem Klimawandel leiden, zum Ausdruck zu bringen. Wir ermutigen zugleich die Politiker, bei den Verhandlungen in Kopenhagen zu mutigen und zukunftsfähigen Beschlüssen zu kommen.
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 Gottesdienstliche Handreichung für den 3. Advent:
Dass Gerechtigkeit und Frieden sich küssen
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Titelblatt der Handreichung |
(Kiel) - Im Rahmen des Projektes "Countdown to Copenhagen", das die Nordelbische Kirche zusammen mit Brot für die Welt" und dem "Evangelischen Entwicklungsdienst" durchführt, ist nun eine Handreichung für den Gottesdienst 3. Advent 2009 während der Kopenhagener Klimaverhandlungen erschienen. Unter dem Titel "Dass Gerechtigkeit und Frieden sich küssen" finden Gemeinden hier Materialien, um einen Gottesdienst in der Adventszeit für Klimagerechtigkeit und Umkehr zu einem behutsameren Umgang mit der anvertrauten Schöpfung zu feiern.
Am 12. und 13. Dezember findet ein globales Aktionswochenende aus Anlass der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen statt. Die Konferenz soll ein Nachhfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll beschließen, dass dann ab 1212 einen entschiedenen Klimaschutz weltweit gewährleisten soll. Derzeit allerdings wird aber befürchtet, dass die Verhandlungen ohne ein klares Ergebnis verlaufen werden.
Am 13. Dezember, dem 3. Advent, wird in Kopenhagen ein großer ökumenischer Gottesdienst stattfinden, an dem leitende Geistliche aus der ganzen Welt beteiligt sein werden - u.a. auch Bischof Ulrich aus Schleswig. Sie wollen sich dort für einen starken und fairen Klimaschutz einsetzen und für eine Umkehr zu einem nachhaltigerem Umgang mit Gottes Schöpfung beten. Gemeinden in Deutschland, die ebenfalls einen Gottesdienst dazu gestalten feiern wollen, haben nun mit der Handreichung eine Vorlage für den Gottesdienst.
Die Materialien stammen überwiegend vom europäischen kirchlichen Umweltnetzwerk ECEN, das in diesem Jahr liturgische Texte aus Dänemark zum Thema Klimagerechtigkeit für einen Gottesdienst in englischer Sprache angeboten hat. Die schönsten Texte sind nun ins Deutsche übertragen worden. Eine Meditation zum Predigttext des 3. Advents sowie Liedhinweise komplettieren das Angebot. Weitere Materialien für eine Andacht am 12. oder 13. Dezember vom EED stehen hier zur Verfügung ("Gottesdienstliche Materialien").
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Abschlusserklärung Ratzeburger Sommeruniversität 2009:
Nachhaltigkeit im Zeichen des Klimawandels
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Der Ratzeburger Dom |
(Ratzeburg) - Die Ratzeburger Sommeruniversität hat sich hin diesem Jahr mit dem Thema Wald befasst. Jetzt ist dazu eine Abschlusserklärung der TeilnehmerInnen erschienen.
Unter dem Titel "Unsere Ostsee – unsere Wälder
Nachhaltigkeit im Zeichen des Klimawandels" setzt die Broschüre Akzente zum Thema Wald und setzt sich deutlich für eine andere und nachhaltige Waldpolitik ein. Unter den Überschriften "Was ist der Wald?", "Wem gehört der Wald?", "Die Nutzung des Waldes", "Wald und Klimawandel", "Die spirituelle Bedeutung des Waldes" und "Die Bedeutung des Waldes für eine Kultur der Nachhaltigkeit" setzt sich die Erklärung u.a. für eine starke Zertifizierung der kirchlichen Wälder ein, plädiert für mehr Holznutzung der Verbraucher und andere Bewirtschaftsformen.
(ts)
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Kirche macht mobil :
Materialien für mehr Klimagerechtigkeit von EED und Brot für die Welt
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Logo der Kampagne Countdown to Copenhagen |
(Bonn/Stuttgart) Zur Unterstützung des ökumenischen Aktionsaufrufes "Countdown to Copenhagen" haben Brot für die Welt und EED eine Materialiensammlung mit Anregungen zur Gestaltung von Andachten und Hintergrundinformationen zum Weltklimagipfel zusammengestellt.
Wenn wir nicht handeln, wird sich die Erde innerhalb der nächsten hundert Jahre um mindestens vier Grad erwärmen. Küsten und Inseln werden versinken, weite Teile Afrika zur Wüste werden und alle Ökosysteme, die wir heute kennen, untergehen. Hunger und Wassermangel werden zunehmen und Hunderte Millionen Menschen zu Flüchtlingen zu machen. Was auf den ersten Blick unvorstellbar klingt, sind Ergebnisse einer Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Die Ergebnisse, die auf über 400 aktuellen Forschungsarbeiten beruhen, wurden im September 2009 anlässlich der UN-Generalversammlung veröffentlicht, um die Welt endlich wach zu rütteln.
Als Anregung für Andachten und Aktivitäten in Kirchengemeinden haben EED und Brot für die Welt eine Arbeitshilfe zusammenstellt. Die Mappe enthält Hintergrundinformationen zur Klimapolitik, Anregungen für den Gottesdienst und die Gemeindearbeit, Bildungsmaterialien zum Klimawandel, Blätter mit Medienhinweisen, u.a.
Die Arbeitshilfe kann kostenlos bestellt werden bei EED und Brot für die Welt. Die Bestellung beim EED erfolgt online unter der Rubrik "Mediathek".
Zur Ansicht finden sich hier einige der Materialien als PDF-Download:
(eed)
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 Weltrat der Kirchen zur ökologischen Gerechtigkeit:
Kirchliche Arbeit radikal ökologisch ausrichten
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(Foto: © WCC / Peter Williams) |
(Genf) - Der Zentralausschuss des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) hat am Mittwoch, 2. September, eine "Erklärung zu Öko-Gerechtigkeit und ökologischer Schuld" beschlossen.
Die Erklärung geht davon aus, dass Christen eine große moralische Verpflichtung haben, sich für ökologische Gerechtigkeit einzusetzen, und die Schuld an den Völkern, die am stärksten unter ökologischer Zerstörung leiden, aber auch die Schuld an der Welt als Ganze in den Blick zu nehmen. Die ökologische Schuld, so die Erklärung, schließe harte wirtschaftliche Fakten ebenso ein wie biblische, geistliche, kulturelle und soziale Dimensionen von Schuld.
Die Erklärung spricht von einer beispiellosen, vom Menschen verursachten ökologischen Krise. Als Hauptschuldige werden der agro-industrielle Komplex und die Kultur des globalen Nordens benannt, mit ihrer vom Konsumdenken geprägten Lebensweise und der Überzeugung, dass Entwicklung gleichbedeutend sei mit der Ausbeutung der so genannten "natürlichen Ressourcen" der Erde. Die Kirchen sind aufgerufen, sich mit ihrer prophetischen Stimme einer Degradierung der Schöpfung zu bloßen "natürlichen Ressourcen" entgegenzustellen.
Weiter weist die Erklärung darauf hin, dass es sich vor allem um eine Schuld handle, die die Industrieländer des Nordens gegenüber den Ländern des Südens tragen im Zusammenhang mit der früheren und gegenwärtigen Plünderung der Ressourcen, der Umweltzerstörung, dem Ausstoß von Treibhausgasen sowie der Verklappung von Giftmüll.
In ihrem Aufruf zum Handeln fordert die Erklärung die ÖRK-Mitgliedskirchen auf, dahingehend auf ihre Regierungen einzuwirken, dass eine faire und verbindliche Vereinbarung im Dezember 2009 bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen erreicht wird. Ziel soll sein, den CO2-Anteil auf weniger als 350 ppm zu reduzieren.
Die Erklärung ruft die internationale Gemeinschaft auf, den Transfer finanzieller Mittel an die Länder des Südens sicher zu stellen, um Erdöl in empfindlichen Regionen im Boden zu belassen. Weiter fordert die Erklärung die Streichung der rechtswidrigen Auslandsschulden der Länder des Südens, insbesondere für die ärmsten Länder, als Teil einer sozialen und ökologischen Wiedergutmachung.
In einer Anhörung zur "Ökologischen Schuld" im Rahmen der Tagung des Zentralausschusses des Ökumenischen Rats der Kirchen am 31. August berichtete Dr. Maria Sumire Conde von dem peruanischen Volk der Quechua über die unterschiedlichen Formen, wie die südliche Hemisphäre in der Vergangenheit Opfer von Gier und ungerechter Ausbeutung ihrer natürlichen Ressourcen wurde. Gerade in Peru, so Sumire, habe der Bergbau besonders zerstörerische Folgewirkungen hervorgerufen, darunter Zwangsumsiedlung, Krankheiten, Wasserverschmutzung und Artensterben.
Das Konzept der ökologischen Schuld wurde entwickelt, um die wahren Kosten von Expansionspolitik und Globalisierung für die Entwicklungsländer einschätzen zu können. Einige Stimmen fordern, dass die Industrienationen diese Schuld zurückzahlen sollten.
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Dr. Ofelia Ortega, Kuba (Foto: © WCC / Peter Williams) |
Dr. Joan Martinez Alier, Professor an der Universität Barcelona, betonte, dass Klimawandel, unausgewogenen Handelsbeziehungen, "Bio-Piraterie", Export von Giftmüll und andere Faktoren zu dem Ungleichgewicht beigetragen hätten, das er als "eine Art Krieg gegen Menschen überall auf der Welt, als Form von Aggression" bezeichnete. "Ich weiß, das sind starke Worte, aber es ist wahr" bekräftigte Martinez. Die Anwesenden rief er auf, zumindest nicht noch zu einer weiteren Ausweitung der ökologischen Schuld beizutragen.
Nach den Worten von Dr. Ofelia Ortega aus Kuba, Präsidentin des ÖRK in Lateinamerika, sei dies nicht nur eine moralische, sondern auch eine geistliche Frage. Von der ersten bis zur letzten Seite sei die Bibel "eine Abhandlung über Ökologie", sagte Ortega. Die Sorge für die Schöpfung bezeichnete sie als eine "Achse" des Wortes Gottes. "Die pastorale Arbeit in unseren Kirchen muss radikal ökologisch ausgerichtet sein," betonte sie.
(ÖRK/Genf)
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Hamburg am 20. September mal wieder
anders:
Autofreier Sonntag trifft Zukunft der
E-Mobilität
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(Foto: Hans Snoek/pixelio.de) |
(Hamburg) - Zum zweiten Mal in
diesem Jahr gehören einige Hauptverkehrsstraßen
in Hamburg einen Sonntag lang Radfahrern, Skatern und
Fußgängern. Im Rahmen des Autofreien Sonntags
werden am 20. September einige stark befahrene Straßen
Hamburgs für den Autoverkehr zwischen
6 Uhr morgens und Mitternacht gesperrt.
Das Motto des Autofreien Sonntags lautet „Mobilität
von Morgen - bereits heute erfahren“. Anja Hajduk,
Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt: „Ein
umfassendes Mobilitätsan-gebot macht auch die
Lebensqualität einer Stadt aus. Die sehr gute
Resonanz auf das neue Leihfahrradsystem StadtRAD zeigt
die hohe Bereitschaft, neue Angebote anzunehmen und
hierbei etwas für das Klima zu tun. Mit diesem
Autofreien Sonntag stellen wir uns der Frage, wie das
Auto selbst klimafreundlicher werden kann. Hamburg
als kommende Europäische Umwelthauptstadt leistet
mit diesem Autofreien Sonntag im Rahmen der Europäischen
Woche der nachhaltigen Mobilität einen Beitrag
für die Diskussion über veränderte Anforderungen
an umweltfreundliche Mobilität in Städten.“
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Auf der Eventmeile finden rund hundert unterschiedliche
Aktivitäten statt. Besonderer Höhepunkt
hierbei: Veranstaltungsbesucher können Probefahrten
mit einem batteriebetriebenen BMW-Mini oder einem mit
Brennstoffzellen betriebenen Daimler A-Klasse-Fahrzeug
machen. Auf der Unterhaltungsbühne am Dammtorbahnhof
wird ab 18 Uhr Mousse T. die Fans begeistern. Auf der
Alsterbühne an der Kennedybrücke gibt es
während des gesamten Nachmittags Talkrunden, Informationen
und ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm. Busse, Bahnen und Fähren im HVV-Gesamtnetz der
Metropolregion Hamburg sind für 24 Stunden kostenfrei.
Hamburg wird mit einem eigenen Infostand über
das Programm und die Aktivitäten im Rah-men der
Kampagne zur Europäischen Umwelthauptstadt „Hamburg
European Green Capital 2011“ informieren.
Die Kennedybrücke wird erstmals in ihrer stolzen
Geschichte zum Schauplatz für Beach-Clubs und öffentliche
Tanzkurse, wo mehre Hamburger Tanzschulen die Veranstaltungsbesucher
zu Tango, Cha-Cha oder langsamem Walzer bitten. Vor
dem Universitäts-Hauptgebäude zeigen Hamburgs
Verkehrsunternehmen gemeinsam mit dem HVV ein „ÖPNV-Dorf“,
mit vielfältigen Informationen und Attraktionen.
Auf der Bühne am Dammtor ist ein hochwertiges
E-Bike zu gewinnen.
Da der 20. September zugleich der offizielle Weltkindertag
ist, wird auch das Zusammenleben der Generationen unter
dem Aspekt urbaner Lebensqualität und großstädtischer
Mobilität thematisiert. Auf dem Kinderfest in
den Wallanlagen wird es zahlreiche Angebote für
Kinder und Jugendliche geben. So sind erstmals beim
Autofreien Sonntag auch Hamburger Schulen aktiv eingebunden
und informieren über Klimaschutzprojekte. Auf
einer Nachwuchsbühne am Musikclub Logo an der
Grindelallee werden Schülerbands aus verschiedenen
Hamburger Schulen spielen, auf der Großen Moorweide
findet ein Freizeit-Kicker-Turnier mit Schüler-teams
statt.
(Pressestelle Senat Hamburg)
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 Politischer Kirchentag in Plön
Bischof: Kampf für gerechtere
Welt beginnt "bei mir selbst"
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Ort des Geschehens: die Nikoliakirche
in Plön |
(Plön) - Mit einem bischöflichen Appell,
dass jeder einzelne Mensch beim Kampf für eine
gerechtere Welt bei sich selbst mit Veränderungen
anfangen muss, ist am Mittwochabend (9. September)
der erste "Politische
Kirchentag" in Nordelbien
eröffnet worden. Das Motto "Für
eine gerechtere Welt" verstehe er in erster Line "als
eine Forderung an mich selbst", sagte der evangelische
Bischof für Schleswig und Holstein, Gerhard Ulrich.
Er erteilte in seiner Predigt in der Plöner Nikolaikirche
einem "simplen Lagerdenken" eine Absage. Dies helfe nicht, Probleme wie Armut und
Hunger zu lösen.
Mit dem "Politischen Kirchentag" will der
Kirchenkreis Plön-Segeberg neue Wege und Lösungsansätze
suchen, um die zunehmende Verarmung in vielen Ländern
zu bekämpfen. Zugleich wollen kirchliche Organisationen
sowie Partner wie das Netzwerk Attac und die Heinrich-Böll-Stiftung
bis Freitag (11. September) das zeitgleich stattfindende "Global
Economic Symposium" in Plön begleiten.
Dort hat sich zum zeitgleichen Auftakt Schleswig-Holsteins
Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU)
für eine weltweite soziale Marktwirtschaft ausgesprochen. "Die
soziale Marktwirtschaft hat langfristig Perspektiven
gesichert. In der globalisierten Welt endet die politische
Verantwortung nicht an den Grenzen des Nationalstaates",
sagte er. Im Schloss Plön wollen rund 300 hochrangige
Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und
Unternehmen Antworten auf die globalen Probleme nach
der Finanzkrise suchen.
Es ist das zweite "Global Economic Symposium" in
Plön.
Prominenter Gast des Kirchentages ist die Präsidentin
der EKD-Synode und Bundestagsvizepräsidentin Katrin
Göring-Eckardt (Grüne). Bischof Ulrich verwies
als Vorsitzender der nordelbischen Kirchenleitung auf
die ernste Lage in der Welt. Vorschnelle Polarisierungen
und Schematisierungen etwa in böse Manager und
gute Kämpfer "wären schädlich für
das, was dringend Not tut". Notwendig sei ein
konstruktiv-kritischer Dialog zu den Überlebensfragen
der Menschheit: Klimaschutz und Weltfinanzen, weltweite
Verteilungsgerechtigkeit und Beteiligungsgerechtigkeit.
Diese Fragen würden ein "simples Lagerdenken" sprengen.
Der Bischof forderte dazu auf, das Thema weltweite
Verarmung "in die Mitte der politischen Debatte
in unserem Land und in die Mitte der Gesellschaft" zu bringen. Ulrich: "Eine breite Beteiligung von
gesellschaftlichen Initiativgruppen und von weltweit
agierenden Institutionen ist das, was wir brauchen." Christen
müsste jetzt beten und arbeiten für eine
gerechtere Welt. Der Bischof zitierte den Reformator
Martin Luther: " lasset die Geister aufeinander
platzen Aber die Fäuste haltet stille!" Ulrich: "Was
zählt, ist allein die Macht des Arguments - sonst
nichts."
Nach dem Gottesdienst nahm der Kirchentag mit einer
Podiumsdiskussion zum Thema "Christliches Menschenbild
und moderner Kapitalismus" seine Arbeit auf. Als
Gäste auf dem Podium diskutierten neben Bischof
Ulrich und Göring-Eckardt der Weihbischof im katholischen
Erzbistum Hamburg, Hans-Jochen Jaschke, die Theologin
Sabine Pelz, Vertreter vom Institut für Weltwirtschaft
in Kiel sowie Werner Rätz von Attac.
Auf dem dreitägigen Kirchentag findet weiter
ein Kongress mit zwölf Workshops statt, zu denen
etwa das Nordelbische Frauenwerk, "Brot für
die Welt" und die Evangelische Akademie einladen.
(epd)
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 Countdown to Copenhagen:
Kirche startet Kampagne für mehr Klimagerechtigkeit
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Logo der Kampagne "Countdown
to Copenhagen" |
(Breklum/Stuttgart/Bonn) - Die Nordelbische
Kirche, „Brot
für
die Welt“ und der Evangelische Entwicklungsdienst (EED)
laden ein sich an der Kampagne „Countdown
to Copenhagen“ aktiv zu
beteiligen. Unter der Adresse www.countdowntocopenhagen.de werden
ab sofort bis zur Weltklimakonferenz von Kopenhagen im
Dezember
2009 aktuelle Infos zum Thema Klimagerechtigkeit
angeboten. Ferner kann man sich an einem "Internationalen
Aufruf der Kirchen" beteiligen, der Anfang Dezember mit
allen Unterschriften der Bundesregierung überreicht wird.
Die Menschheit hat die Atmosphäre durch die
Verbrennung fossiler Energieträger gefährlich überhitzt.
Die klimatischen Veränderungen
fordern die Anpassungsfähigkeit von
Mensch und Natur heraus und überfordern sie
teilweise schon. Wissenschaftlich hat
sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die globale
Erwärmung möglichst
2° C nicht überschreiten sollte.
Die Folgen bei Überschreiten dieses Grenzwertes
gelten als nicht kalkulierbar. Es bleibt nur noch wenig
Zeit! Deswegen haben die Klimaverhandlungen
in Kopenhagen im Dezember 2009 eine so existentielle
Bedeutung. Wenn dort kein ambitioniertes Weltklimaabkommen
beschlossen
wird, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit das 2° C
- Ziel nicht mehr erreicht werden!
Die
Ergebnisse von Kopenhagen sind für die
Armutsbekämpfung
und Entwicklung von großer
Bedeutung. Die hundert am stärksten
vom Klimawandel bedrohten
Länder
sind allesamt arme Länder des Südens.
Die Mehrzahl der Länder Afrikas
südlich
der Sahara, die kleinen Inselstaaten im Pazifik oder
Länder in sensiblen Regionen
in Asien und Lateinamerika gehören dazu.
In diesen Ländern treffen
hohe Klimarisiken, verbreitete Armut und unzureichende
Ressourcen für Präventionsmaßnahmen
aufeinander. Der Klimawandel und seine erkennbaren
katastrophalen Auswirkungen stellen die Umsetzung
des „Rechtes
auf Entwicklung“, das
Erreichen der UN-Millenniumsentwicklungsziele und die
Realisierung der Menschenrechte fundamental
und langfristig in Frage.
(NEK/Brot für die Welt/eed)
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 Klimapolitische
Diskussion in Brunsbüttel:
Energiemix der Zukunft bleibt umstritten
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Anti-Kohlekraft-Demo in Brunsbüttel
am 14.Februar (Foto: BI-Unterelbe) |
(Brunsbüttel/Berlin) - Auf Einladung der Klima-Allianz
hatten sich Vertreter von SPD, Bündnis 90/Die Grünen,
FDP und Linkspartei sowie vom BUND und der Nordelbischen
Kirche im Rahmen
der Veranstaltungsreihe „Welchen Weg wählt
Deutschland aus der Wirtschafts- und Klimakrise?“ getroffen,
um über die zukünftige Energieversorgung in
Deutschland und insbesondere die Situation in Brunsbüttel
zu diskutieren.
Nachdem CDU-MDB Rolf Koschorrek seine Teilnahme kurzfristig
und ersatzlos abgesagt hatte, herrschte weitgehende Einigkeit
auf dem Podium, nur FDP-MDB Christel Happach-Kasan wollte
sich auf keinen Konsens mit den anderen Teilnehmern einlassen.
Der Vorsitzende des Klima-Allianz-Mitglieds BUND, Prof.
Hubert Weiger, appellierte gemeinsam mit Dr. Thomas
Schaack von der Nordelbischen Kirche an die Bürger in Brunsbüttel,
nach der Entscheidung des Gemeinderates für das
Kohlekraftwerk, jetzt auf dem juristischen Weg weiter
zu wirken. „Das von GDEF/SUEZ geplante Kohlekraftwerk
ist trotz des positiven Bescheids über den Bebauungsplan
noch nicht gebaut und es gibt noch zahlreichen Chancen,
es zu verhindern.“
Daran anknüpfend forderte Hanno Fecke von der SPD
die Bürger auf, mehr Druck auf die Politik auszuüben. „Beim
Thema CCS sehen wir, wie leicht einige in der Politik
umfallen, wenn sie merken, dass sich öffentlicher
Protest in Wählerstimmenverlusten nieder schlagen
könnte.“ Diesen Druck müsse man aufrechterhalten
und eben da einsetzen, wo unsere Umwelt und wir selber
massiv gefährdet seien, wie es in Brunsbüttel
mit seinen drei geplanten Kohlekraftwerken der Fall
sei.
So sei die Wahl eine Richtungswahl und die Bürger
müssten klar machen, welche Politik sie wollten.
Gleichzeitig räumte Fecke ein, dass die Politik
noch keine ausreichende Rahmensetzung zur Energieeinsparung
und Erhöhung der Energieeffizienz gesetzt habe,
was klimapolitisch fatale Folgen habe.
Dr. Christel Happach-Kasan sprach sich zwar für
eine umweltverträgliche Energieproduktion aus, betonte
aber gleichzeitig, Kohle und Atom weiterhin fördern
zu wollen, um einseitige Abhängigkeiten zu vermeiden.
Sie verwies auf einen Beschluss ihrer Bundestagsfraktion,
nach dem die Erneuerbaren Energien bis 2020 auf 20% auszubauen
seien, womit die FDP-Fraktion weit hinter den Forderungen
der Bundesregierung (30%) und den Prognosen des Bundesverbands
Erneuerbare Energien (47%) liegt. Als einzige der Podiumsteilnehmer
sprach sich Happach-Kasan für die Kohlenstoffabscheidung
und –speicherung (CCS) aus
Die Veranstalter werteten die Veranstaltung als großen
Erfolg: „Unser Ziel ist es, den Wählerinnen
und Wählern aufzuzeigen, welche Partei für
welche Position steht, welche Hebel für konsequenten
Klimaschutz in Bewegung gesetzt werden müssen und
wie wir mit Klimaschutz dazu beitragen können, die
Wirtschaftskrise zu überwindengehen. Dieses Ziel
haben wir beim Auftakt erreicht“, so Christina
Hering, Koordinatorin der bundesweit tätigen Klima-Allianz.
Infos zur Veranstaltung finden sie auf der Seite www.klimawahl2009.de.
Teilnehmer der Veranstaltung sind aufgerufen, diese
zu kommentieren.
Hintergrund zu den geplanten Kohlekraftwerken in Brunsbüttel:
Der Bau der drei Kohlekraftwerke in Brunsbüttel
ist besonders umstritten, da die Ballung dreier Großkraftwerke
zum einen den Ausbau der Erneuerbaren Energien in der
Region für die nächsten 40-50 Jahre konsequent
verhindern würde, zum anderen würden die Kraftwerke
zusammen jährlich rund 20 Mio. Tonnen CO2 ausstoßen
und damit den gesamten CO2-Ausstoß in Schleswig-Holstein
nahezu verdoppeln und eine enorme Gesundheitsbelastung
darstellen.
(Klimaallianz Deutschland)
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1. politischer Kirchentag in Plön:
Für eine gerechtere Welt
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Das Schloss in Plön
(Foto: Anne Bermüller/pixelio.de) |
(Plön) - Vom 9. bis 11. September
2009 findet der 1. Politische Kirchentag Plön
statt. Gottesdienste, Podiumsdiskussionen und Workshops
machen deutlich, dass die Kirche zu den kontroversen
Fragen unserer Zeit nicht schweigen kann. Aber alles
Reden und Diskutieren, auch auf hohem Niveau, bleibt
leer, wenn es nicht zu Taten führt. Der ganze
Mensch muss beteiligt sein. Deshalb beginnt der Kirchentag
nicht nur einen konstruktiven Dialog mit dem Global
Economic Symposium (GES) im Schloss. Er lädt alle
Menschen in und um Plön ein, ihre Hoffnung auf
eine gerechtere Welt mit Phantasie und Lebensfreude
zum Ausdruck zu bringen.
Wir träumen einen Traum: dass am Freitag, den
11. September, am Nachmittag der Plöner Markt
voller gedeckter Tische steht; dass da viele Menschen
kommen und sich stärken: „Es ist genug für
alle da!“ Musik soll da sein und Theater und
Spiel und Tanz. Dass jedermann und jede Frau, ob jung
oder alt, Freude daran bekommt, nach dem eigenen Beitrag
für diese gerechtere Welt zu suchen. Dass es Verabredungen
gibt für das, was nötig ist und wir frei
sind von Angst und Kleinglauben.
Träumen ist schön, aber wenn der Traum
wahr werden soll, dann braucht er Hände und Füße,
braucht Leute, die sich beteiligen wollen. Wenn Sie
dabei sein wollen und Freunde, Bekannte, Nahe und Ferne
mit sich auf „Trab“ bringen wollen. Sagen
sie es uns, melden Sie sich im Gemeindebüro 04522
- 2235 bei Frau Fischbock oder unter 04342 – 717
37 bei Frau Morgenthum. Weitere Infos unter www.politischer-kirchentag-ploen.de.
(Text: 1. Politischer Kirchentag)
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 Neue Denkschrift der EKD:
Evangelische Kirche mahnt zum Kampf gegen Klimawandel
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Die neuen Denkschrift
der EKD |
(Berlin) - Die evangelische
Kirche fordert Politik und Gesellschaft zum entschlossenen
Kampf gegen den Klimawandel auf. Der Klimawandel vollziehe
sich sehr viel dynamischer, als bis vor kurzem noch angenommen
wurde, heißt es in der Denkschrift "Umkehr
zum Leben", die der Rat der Evangelischen Kirche
in Deutschland (EKD) am Dienstag in Berlin vorgestellt
hat. Es müsse gelingen, den Temperaturanstieg auf
zwei Grad Celsius zu begrenzen, damit die Welt sich an
die Auswirkungen der Klimaveränderungen anpassen
könne.
Die gewaltigen Aufgaben, vor die der Klimawandel die
Menschheit stelle, benötigten Zuversicht in Gott
und die Verpflichtung zu einer "Ethik der Gerechtigkeit
und Nachhaltigkeit". Insbesondere die armen Länder
hätten unter den Auswirkungen des Klimawandels zu
leiden, warnen die Autoren der Denkschrift. Wenn die
landwirtschaftlichen Erträge sinken und das Wasser
knapper wird, gerate auch der Kampf gegen Armut in Schwierigkeiten.
Das Problem des Klimawandels müsse daher besser
in die Politik integriert werden: Das Wirtschaftswachstum
in Entwicklungsländern müsse klimaschonend
vorangehen, Ressourcen dürften nicht übernutzt
werden. Zugleich sollten Investitionen in Bereichen verstärkt
werden, die die Anpassungsfähigkeit armer Länder
an die Klimaveränderungen verbessern.
Auch in den Industrieländern müssten künftig
etwa bei Investitionsplanungen oder in der Agrarpolitik
die voraussichtlichen Folgen für das Klima berücksichtigt
werden, heißt es in der Denkschrift. Dabei gelte
es, die derzeitige Finanzkrise zur "ökologischen
Umsteuerung der Wirtschaft" zu nutzen. Es sei nicht
länger durchzuhalten, dass der reiche Norden des
Erdballs weiter auf eine Steigerung des Konsums setze.
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Prof. Dr. Lothar Brock, Vorsitzender
der Kammer nachhaltige Entwicklung der
EKD |
Die Industrieländer und allen voran die Europäische
Union müssten anspruchsvolle Ziele zur Verringerung
der Treibhausgas-Emissionen bis 2020 festlegen, fordert
der Rat der EKD. Diese sollten nicht unter 40 Prozent
gegenüber den Emissionen von 1990 liegen. Dazu brauche
es klare Zusagen an die Entwicklungsländer, die
zusätzlichen Kosten für Klimaschutz mitzufinanzieren.
Aufgrund der Verknappung von Ressourcen durch das veränderte
Klima sei mit Konflikten zu rechnen, heißt es: "Eine
solche Situation zunehmender Knappheit und Konflikte
darf aber in den Industrieländern nicht zum Vorwand
für eine auf Besitzstandswahrung und bloße
Gefahrenabwehr ausgerichtete Umweltpolitik werden." Arme
wie reiche Länder sollten stattdessen Energie effizienter
verwenden, erneuerbare Energien ausbauen und auf nachhaltige
Landwirtschaft umsteigen.
Der Rat der EKD fordert außerdem eine "global
ansetzende, internationale Migrationspolitik". Denn
der zu erwartende Anstieg des Meeresspiegels werde Millionen
von Menschen zur Abwanderung zwingen. Diesen müsse
eine Chance für ein neues Leben und Arbeit in anderen
Regionen gegeben werden.
(epd)
Hinweis:
Die Denkschrift „Umkehr zum Leben. Nachhaltige
Entwicklung im Zeichen des Klimawandels. Eine Denkschrift
des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland“ ist
im Gütersloher Verlagshaus erschienen und kostet
im Buchhandel 6,95 Euro (ISBN 978-3-579-05906-9).
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 Bildungszentren mit Zertifikat:
Christian Jensen Kolleg und Haus am Schüberg
ausgezeichnet
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Das offizielle Dekade-Logo |
(Kiel) - Die beiden kirchlichen
Einrichtungen „Christian
Jensen Kolleg“ in Breklum und „Haus am
Schüberg“ in
Ammersbek bei Hamburg sind ab sofort zertifizierte Bildungszentren.
Die entsprechenden Zertifikate hat heute (9. Juli)
der Minister
für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche
Räume,
Dr. Christian von Boetticher, in einer Feierstunde übergeben.
Das Christian Jensen Kolleg und das Haus am Schüberg
sind damit die ersten kirchlichen Bildungs- und Tagungszentren,
die in Norddeutschland im Rahmen der UN-Dekade „Bildung
für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet
wurden. Mit ihren Bildungsangeboten in den drei zentralen ökumenischen
Themenfeldern Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der
Schöpfung setzen sie Akzente für die kirchliche
sowie für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung.
Damit würdigt das Land Schleswig-Holstein die hervorragende
pädagogisch-konzeptionelle und organisatorische
Ausrichtung der Häuser in Bezug auf nachhaltige
Bildungsarbeit.
Die drei Aspekte der „Bildung für nachhaltige
Entwicklung“ (BNE), die ökologische, die ökonomische
und die soziale Dimension, bilden sich im Tagungsangebot
der beiden kirchlichen Häuser in überzeugender
Weise ab. Die Zertifizierung wird kontinuierlich überprüft
und nach drei Jahren erneut vergeben.
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Friedemann Magaard, Breklum |
Friedemann Magaard, Leiter des Breklumer Christian Jensen
Kollegs, freut sich über den gemeinsamen Auftritt
der kooperierenden kirchlichen Bildungszentren: „Mit
diesem inhaltlichen Schulterschluss werden wir die Leuchtkraft
der beiden Häuser erhöhen. Nachhaltigkeit ist
schließlich das Zukunftsthema aller Menschen“,
sagte er während der Feierstunde.
Das Christian Jensen Kolleg pflegt weltweite kirchliche
Partnerschaften und setzt im ländlichen Raum Akzente
zu Fragen des Klimaschutzes. Das Haus am Schüberg
verfügt seit Jahrzehnten über entwicklungspolitische
Angebote, die über bundesweite Ausstrahlung verfügen.
Aktuell werden Themen zu Fragen der Stadtentwicklung
in der Metropolregion Hamburg bearbeitet.
(NEK)
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 Energiedetektive im Einsatz:
Klimaschutz
in Kindertagesstätten
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Prof. Mojib Latif,
Kiel |
Der Klimawandel macht sich schon heute bemerkbar
und kann in Deutschland und weltweit noch eingedämmt
werden. Mit dieser Botschaft trat Prof. Mojib Latif am
2. Juli bei einer Veranstaltung im Rathaus Altona auf.
Eingeladen hatten die Stiftung „Save our future“ (SOF),
der Kirchenkreis Hamburg-Ost und die Stadt Hamburg anlässlich
der Vorstellung ihres gemeinsamen Projektes „Energiedetektive“ für
evangelische Kindertagesstätten. Auf die deutlichen Worte des bekannten Kieler Klimaforschers
antworteten Peter Lindlahr, Klimaschutzkoordinator
der Freien und Hansestadt Hamburg, Jürgen Warmke-Rose,
Leiter des Bezirksamtes Altona, und Maria Jepsen, Bischöfin
der Nordelbisch-Evangelisch-Lutherischen Kirche. Alle
gemeinsam wiesen sie darauf hin, dass wir die Weichen
für das zukünftige Klima stellen müssen,
um die verheerenden Auswirkungen der Erderwärmung
im Sinne der zukünftigen Generationen einzudämmen.
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Kinder in Aktion |
Die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen wies besonders
auf die Bedeutung der Bildung für den Klimaschutz
hin: „Es ist wichtig, dass die Kinder Zusammenhänge
erkennen, erleben, fühlen, damit sie selbst sich
wach, liebevoll und verantwortlich in dem Netz des
Lebens, in das die Schöpfung sie stellt, bewegen
können.“ Der Stiftung SOF und dem Hamburger
Senat sprach sie einen Dank für die gute Zusammenarbeit
im Bildungsbereich aus. In praktischen Klimaschutz
und in der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung
werde sich die Nordelbische Kirche in den kommenden
Jahren deutlich engagieren.
Die Veranstaltung schloss mit einer lebhaften und
kontroversen Diskussion der etwa 80 Anwesenden. Das
begonnene Projekt „Energiedetektive“ wird
sich nun vor allem mit praktischen Klimaschutz in den
Kitas befassen, will den Kindern bewussten Umgang mit
Energie nahe bringen und bietet Fortbildungen für
die Erzieherinnen an. Die Eltern werden ebenfalls mit
einbezogen.
(SOF/nek)
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Gemeinsam mit dem Hamburger Senat:
Nordelbische Kirche setzt Zeichen zum
Klimaschutz
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Bischöfin Maria Jepsen, Hamburg |
(Hamburg) - Angesichts des fortschreitenden Klimawandels
wird die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche
(NEK)
ihre
Anstrengungen zum Schutz des Klimas deutlich erhöhen.
Nach einem Beschluss der Kirchenleitung ist seit kurzem
mit dem Beitritt Nordelbiens zur „Deutschen Klima-Allianz“,
der viele Landeskirchen angehören, ein deutliches
politisches Signal für eine deutliche Wende in der
Energiepolitik gesetzt worden. Konkret soll es zukünftig
eine vordringliche Aufgabe sein, den Energieverbrauch
zu kontrollieren, Gebäudenutzungspläne zu erarbeiten
und den sogenannten „Grünen Strom“ zu
nutzen. Mit einer Klimakampagne, die im Frühjahr
kommenden Jahres gestartet wird, sollen darüber
hinaus Anreize geschaffen sowie das Bewusstsein für
nachhaltige Veränderungen im Energieverbrauch geschärft
werden.
Die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck,
Maria Jepsen, sagte dazu heute (30. Juni) auf einer Pressekonferenz
in der Hansestadt: „Was wir im Glaubensbekenntnis
seit fast 2000 Jahren Sonntag für Sonntag sprechen
und in Liedern singen, das bedarf einer konsequenten
Praxis, eines maßvollen Verhaltens in Sachen Energie
und ökologischer Innovationen.“ Die Kirche
sehe sich in der Pflicht, für Klimagerechtigkeit
und Klimaschutz einzutreten, mit Worten und Taten. Besonders
freue es sie, dass in Hamburg Senat und Kirche bereits
gemeinsame Anstrengungen unternähmen, so die Bischöfin
weiter.
Diese werden in Teilen durch Mittel aus dem Konjunkturprogramm
II möglich, dass Vertreter der Hamburger Senats
auf der Veranstaltung vorstellten.
Der Staatsrat für Stadtentwicklung und Umwelt des
Hamburger Senats, Christian Maaß, begrüßte
die Zusammenarbeit: „Mit der Nordelbisch Evangelisch-Lutherischen
Kirche wurde ein strategisch wichtiger Partner mit konkreten
Klimaschutz-Projekten gewonnen. Die 1 700 Gebäude
der NEK bieten ein riesiges Potential, um eine zukunftsfähige
Energieversorgung zu realisieren.“
Aus Mitteln des Konjunkturprogramms II werden in Zusammenarbeit
mit der Klimaschutzleitstelle der Freien und Hansestadt
Hamburg sieben Projekte mit insgesamt 1,27 Millionen
Euro kurzfristig gefördert. Darunter ist auch die
für etwa 120 Kinder ausgelegte Kindertagesstätte „Wackelzahn“ in
der Trägerschaft der Gnadenkirche Hamburg-Lohbrügge.
Wie viele Gebäude der Kirche, die in den 60er Jahren
entstanden, ist die Kita Wackelzahn (1969) ein schlecht
gedämmter Bau aus den Jahren des Baubooms, die zudem
eine dringend erneuerungsbedürftige Heizungsanlage
hat. Das Konjunkturprogramm ermöglicht im Zuge des
geplanten Umbaus auch den Bestand an neuesten energetischen
Erkenntnissen auszurichten.
Auf Grund eines durch das Hamburger Architektenbüro
pmp (Projekt Gesellschaft für Projektentwicklung
und Generalplanung mbH) erstellten „Energie-Passes“ sind
verschiedene Verbesserungen geplant. So werden die Dämmung
der Wände und Kellerdecken, der Austausch von Fenstern
und der Einbau einer Heizungsanlage (Pelletheizung) vorgenommen
werden. Da energetische Berechnungen und eine Gesamtplanung
bereits vorliegen, können die beantragten Mittel
von 120 000 Euro verwendet werden.
Die Pröpstin des Kirchenkreises Hamburg-Ost, Margit
Baumgarten, umriss in der Pressekonferenz die weiteren
Anstrengungen des Kirchenkreises Hamburg-Ost. Sie hob
dabei das Projekt „kita ökoplus“ hervor,
das seit 2002 in den Kindertagesstätten des Kirchenkreises
den nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen fördert.
Durch intensive Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen
werde ein ganzheitlicher Rahmen in der Kinderbetreuung
angestrebt und in der Bildungsarbeit verankert.
Das gerade gestartete Projekt „Lasst hundert Häuser
grünen…“ soll mit der geplanten Förderung
durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums
für Umwelt ein Klimaschutz-Teilkonzept für
jeweils bis zu 100 kircheneigene Gebäude erstellen.
Bei allen Vorhaben spiele Das UmweltHaus am Schüberg
als Einrichtung des Kirchenkreises eine entscheidende
Rolle. Es sei die Ansprech-, Beratungs- und Vernetzungsstelle
für Nachhaltigkeit, Klima und Umwelt für alle
Kirchengemeinden und weiteren Partner.
„Um auch eigenes Verhalten verändern zu
helfen, unterstützt der Kirchenkreis unter anderem
den Umstieg seiner 3.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
auf öffentliche
Verkehrsmittel mit einem Zuschuss zum Nahverkehrs–Ticket“,
sagte die Pröpstin weiter.
Der Klimaschutzbeauftragte der Nordelbischen Kirche,
Jan Christensen, verwies auf der Pressekonferenz abschließend
auf die für das Frühjahr geplante Klimakampagne.
Sie werde genutzt, um Empfehlungen zum Klimaschutz und
deren Umsetzung dauerhaft und umfassend zu implementieren. „In
den nach dem Start folgenden drei Jahren werden wir über
Klimagerechtigkeit aufklären, motivieren und aktiven
Klimaschutz betreiben. Die Kampagne richtet sich nicht
nur nach innen, die Nordelbische Kirche empfindet sich
vielmehr auch als glaubwürdige Partnerin in gesamtgesellschaftlicher Öffentlichkeit
und in der weltweiten Ökumene“, sagte Jan
Christensen.
(NEK)
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Breites Bündnis fordert:
Energiewende sofort, auch in Schleswig-Holstein
(Kiel/Rendsburg) - Die
evangelische Hilfsorganisation „Brot
für die Welt“, der Bund für Umwelt
und Naturschutz Deutschland und der Evangelische Entwicklungsdienst
rufen gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus
Verbän-den,
Organisationen, Initiativen, Wirtschaftsunternehmen,
Parteien und Einzelpersonen zu einer Energiewende in
Schleswig-Holstein auf. Der voranschreitende Klimawandel
bedroht den Erhalt der Lebensgrundlagen weltweit. Die
Verbände fordern daher eine Klima- und Energiepolitik,
die auf Energieeinsparung, Steigerung der Energieeffizienz
und den Ausbau erneuerbaren Energien setzt - ohne den
Ausstieg aus dem Atomausstieg und ohne neue Kohlekraftwerke.
Den Aufruf „Energiewende sofort, auch in Schleswig-Holstein“ haben
bereits zahlreiche Persönlichkeiten aus gesellschaftlichen
Organisationen, Politik und Wirtschaft unterzeichnet.
Der Aufruf knüpft an die Studie „Zukunftsfähiges
Deutschland in einer globalisierten Welt“ an,
die „Brot für die Welt“, BUND und
EED kürzlich herausgegeben haben.
„Der voranschreitende Klimawandel bedroht den
Erhalt unserer Lebensgrundlagen weltweit“, erklärte
Landespastorin Petra Thobaben, Sprecherin des Vorstands
des Diakonischen Werks Schleswig-Holstein, am Donnerstag
in Kiel für "Brot für die Welt". “Wir
brauchen einen Zivilisationswandel für den Übergang
zu einer postfossilen Zivilisation. Dazu gehört
der Aufbau von Regelwerken und Institutionen, die die
Achtung der Menschenrechte gewährleisten und die
Wirtschaftsentwicklung innerhalb der Grenzen halten,
die die Regenerationsfähigkeit unserer Erde erlauben.
Wir brauchen dazu einen Wandel der Leitbilder für
unser Handeln und Sein. Das Wohl des Gemeinwesens
muss wieder im Vordergrund stehen, die persönliche
Lebensführung der globalen Verantwortung gerecht
werden.“
Zu den notwendigen Veränderungen in der Energiepolitik
erklärte Hans-Jörg Lüth, Landesgeschäftsführer
des BUND: “Eine Energiewende für Schleswig-Holstein
ist un-verzichtbar und machbar, man muss sie nur wollen.
Konsequentes Energiesparen, Steigerung der Energieeffizienz
und ein „Green deal“ für den sofortigen
Ausbau regenerativer Energien ermöglichen den
Verzicht auf klimaschädliche Energien wie Kohle
und Öl oder Menschen gefährdende Technologien
wie Atomkraft. Während des Stillstands von Brunsbüttel
und Krümmel ist kein einziges Licht ausgegangen.
Einen Ausstieg aus dem Atomkonsens darf es nicht geben.
Statt eines Neubaus von großen Kohlekraftwerken
benötigen wir eine dezentrale Energieversorgung
mit Kraft-Wärme-Koppelung. Auf jedes öffentliches
Gebäude gehört eine Solaranlage.“
Die Verantwortung für „Eine Welt“ betonte
Agnes Sander vom Evangelischen Entwick-lungsdienst: “Ein
Verharren in der konventionellen Energiewirtschaft
wird unserer Ver-antwortung für die Länder
des Südens nicht gerecht. Diese leiden besonders
unter dem Klimawandel, den wir durch unsere Wirtschafts-
und Lebensweise wesentlich verursachen. Wir müssen
deshalb vorangehen mit dem Umstieg von der fossilen
Energieverschwendung hin zu einem nachhaltigen und
verantwortungsbewussten Umgang mit erneuerbaren Energien.
Eine Umweltpolitik, die nicht gleichzeitig Solidaritätspolitik
ist, wird erfolglos blieben.“
Mit ihrem Aufruf für eine Energiewende in Schleswig-Holstein
wollen die Unterzeichner die gesellschaftliche Diskussion
für eine verantwortungsvolle Energiepolitik vorantreiben
und eine Plattform für ein breites Netzwerk bieten.
Mit einer eigenen Homepage wird der Austausch organisiert, über
Fachthemen und Veranstaltungen informiert und die Planung
von lokalen und landesweiten Aktionen organisiert werden.
Die beteiligten Organisationen rufen zu einer breiten
Beteiligung zur Unterzeichnung des Aufrufs auf.
Für Rückfragen:
Michael van Bürk, Pressesprecher, Diakonisches
Werk Schleswig-Holstein,
Tel. 04331 - 593 - 197 oder 0174 - 15 17 485
Hans-Jörg Lüth, Landesgeschäftsführer
BUND,
Tel. 0431 - 6 60 60 - 20 oder 0178 - 23 21 774
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Bischof Ulrich:
CO2 nicht einlagern,
sondern vermeiden!
(Schleswig) - Der für die Kirchenkreise
Nordfriesland und Schleswig-Flensburg verantwortliche
Bischof im Sprengel
Schleswig und Holstein, Gerhard Ulrich, hat sich gegen
die Pläne für ein CO2-Endlager in der Region
ausgesprochen. "Ich unterstütze die breite, parteiübergreifende
Ablehnung dieses Projektes in der Bevölkerung
und den gesellschaflichen Gruppen", sagte der
Bischof in Schleswig, "technologische Großprojekte
solchen Ausmaßes berühren unseren Auftrag
zur Bewahrung der Schöpfung und verletzen die
Einsicht in die Fehlerhaftigkeit menschlichen Tuns."
Folgen und Risiken der CO2-Einlagerung seien aus heutiger
Sicht nicht abzuschätzen, die Besorgnisse der
Menschen in Nordfriesland und Schleswig-Flensburg müssten
deshalb sehr ernst genommen werden.
Angesichts der Notwendigkeit eines nachhaltigen Klimaschutzes
seien alle Anstrengungen auf die Weiterentwicklung
von CO2-armen Ernergieversorgungstechnologien zu
konzentrieren.
"Die Menschen in den betroffenen Regionen haben
in den letzten Jahren große Beiträge zu
einer zukunftsfähigen Energiewirtschaft geleistet",
betonte der Bischof. "Es gibt erhebliche Fortschritte
im Bereich der Wind-, Sonnen- und Biomassenutzung.
Dieses Engagement gilt es zu stärken."
(NEK)
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Umweltkonflikt
in Nordfriesland:
Kirche macht gegen CO2-Endlager mobil
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Kohlekraftwerk
(Foto: Marco
Barnebeck/ pixelio.de) |
(Leck/Kiel) - Der Widerstand
gegen ein mögliches Endlager von Kohlendioxid (CO2)
im Kreis Nordfriesland und Teilen von Schleswig-Flensburg
wächst. Jetzt macht auch die evangelische Kirche
dagegen mobil. Weiter hat sich die Schleswig-Holsteinische
Meiereiwirtschaft gegen die geplante CO2-Speicherung
ausgesprochen.
Die Kirchengemeinde Leck (Kreis Nordfriesland) hat
beschlossen, Firmen den Zugang zu ihren Ländereien
zu verwehren, die dort seismische Untersuchungen
starten wollen. Auch Nordelbiens Umweltpastor Thomas
protestierte gegen das Vorhaben.
Damit stellen sich Kirchengemeinde und der Umweltbeauftragte
der Nordelbischen Kirche hinter die besorgte Bevölkerung.
Die Kreisbauernverbände Südtondern, Husum-Eiderstedt
und Flensburg hatten jüngst die Planungen für
die seismischen Untersuchungen ebenfalls kritisiert und
das Endlager strikt abgelehnt. Sie riefen die Landwirte
dazu
auf,
dem Konzern RWE-Dea die Zustimmung zum Betreten ihrer
Grundstücke zu verweigern und die Erkundungen zu
verhindern.
Der Vorsitzende der Schleswig-Holsteinischen Meiereiwirtschaft,
Peter Lüschow, verwies jetzt auf ein "gutes
Image" der Milch und Milchprodukte. "Der Ruf
unserer qualitativ sehr hochwertigen Rohmilch und die
Sicherheit und Qualität der in Schleswig-Holstein
hergestellten Milchprodukte darf auf keinen Fall in Gefahr
gebracht werden." Eine CO2 Speicherung würde
das Reinluftgebiet zwischen den Meeren in eine Müllkippe
Deutschlands mutieren lassen, heißt es in einer
Erklärung der Milcherzeugervereinigung.
Nach Einschätzung des Kirchenvorstands Leck sind "die
Risiken dieser Technologie gegenwärtig nicht abzusehen".
Aus Verantwortung gegenüber der Schöpfung müsse
in erster Linie dafür gearbeitet werden, CO2 aus
Kohlekraftwerken so umfassend wie möglich zu vermeiden.
Zugleich müsse verstärkt Energie regenerativ
gewonnen werden, heißt es in einer Erklärung,
die der evangelischen Wochenzeitung "Die Nordelbische" zugeleitet
wurde.
Schaack sagte, dass die Speicherung von CO2 in geologischen
Strukturen im Untergrund Norddeutschlands "die Verlängerung
einer veralteten und höchst gefährlichen Technologie" bedeute.
Ob die Speicherung selbst funktioniere, sei noch unsicher. "Der
Bau einer CO2-Pipeline aus dem Ruhrgebiet nach Nordfriesland,
für die dann auch noch der Steuerzahler bezahlen
soll, ist eine verrückte Idee", sagte der Umweltbeauftragte
dem epd.
Die Zukunft der Energiepolitik kann nach Schaacks Ansicht
nur in der Senkung des Energieverbrauchs und im Einstieg
in erneuerbare Energien liegen. "Damit kann Deutschland
als CO2-Emittent im großen Stil ein Zeichen setzen
und für viele Schwellen- und Entwicklungsländer
ein Vorbild sein", sagte der evangelische Theologe.
Die Kirchengemeinde Leck lädt besorgte Bürger
zu einer wöchentlichen Andacht mittwochs um 18.00
Uhr in der St. Willehad-Kirche ein. In dieser halben
Stunde können sich Menschen Zeit nehmen, "in
Gemeinschaft Sorgen und Hoffnungen miteinander und mit
Gott zu teilen". Die erste Andacht findet am 17.
Juni statt.
(epd-Nord)
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Biopatente einschränken:
Kirchliche Experten fordern eine Verschärfung
der EU-Biopatentrichtlinie
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(Foto: Gabi Schoenemann/
pixelio.de) |
(Hannover) - Bundeslandwirtschaftsministerin
Ilse Aigner hat für
Mittwoch, den 10. Juni, zu einem runden Tisch „Grüne
Biopatentierung“ eingeladen. Auch kirchliche
Vertreter werden dabei über eine Änderung
des Patentrechts beraten. „Patente auf Pflanzen
und Tiere haben negative Auswirkungen auf Forschung,
Züchtung und
Landwirtschaft. Entwicklungsländer werden durch
Biopiraterie massiv benachteiligt“. Mit dieser
Begründung unterstützen der Ausschuss für
den Dienst auf dem Land (ADL) und die Arbeitsgemeinschaft
der Umweltbeauftragten der Gliedkirchen der EKD (AGU)
die aktuellen politischen Initiativen zur Verschärfung
der EU-Biopatentrichtlinie 98/44/EG. Dr. Clemens Dirscherl, Agrarsozialer Beauftragter
der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), plädiert
dafür, das jetzt offene politische Zeitfenster
konsequent zu nutzen. Es bestehe seit Längerem
dringender Handlungsbedarf bei den Biopatenten. Dirscherl
wörtlich: „Parteiübergreifend treten
Agrarpolitiker für eine Verbesserung des EU-Biopatentrechts
ein. Die Länder Hessen und Bayern haben dazu im
Frühjahr 2009 im Bundesrat Initiativen ergriffen.
In aktuellen Fachanhörungen auf Bundesebene kritisiert
die Mehrheit der Experten die bisherige Patenterteilungspraxis
des Europäischen Patentamtes. Es wäre aus
Sicht der EKD fatal, die anstehenden politischen Entscheidungen
in die kommende Legislaturperiode zu verschieben. Der
breite gesellschaftspolitische Impuls könnte durch
die erhebliche Zeitverzögerung ins Leere laufen.“
Seit Jahren fordern evangelische Fachorganisationen
aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt und Entwicklungspolitik
ein eindeutiges Verbot der Patentierung von Pflanzen
und Tieren, von pflanzlichen und tierischen Gensequenzen
sowie von „im wesentlichen biologischen Züchtungsverfahren“.
Denn die Biopatente nützten lediglich ökonomischen
Partikularinteressen. Prof. Hans Diefenbacher, Umweltbeauftragter
des Rates der EKD, betont, dass es angesichts des Klimawandels
von hohem gesamtgesellschaftlichen Interesse sei, dass
der Zugang zu den genetischen Ressourcen nicht privatisiert
wird. „Unsere Nutztiere und Nutzpflanzen stammen
aus allen Erdteilen. Seit 10.000 Jahren werden sie
gezüchtet. Sie sind ein gemeinsames kulturelles
Erbe der Menschheit und nicht der Privatbesitz einzelner
Unternehmen. Es gilt, die Vielfalt des Lebens zu erhalten
und zur Sicherung der Welternährung für alle
Menschen zugänglich zu machen."
(Text: ekd Hannover)
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Zwölf
Quadratmeter für Bienen:
Kirche pflanzt Bieneninsel in der Hafencity
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(Foto: Steffen Banhardt, Wikipedia) |
(Hamburg) - Eine Wildblumenwiese
als "Bienen-Insel" entsteht
derzeit in der Hamburger Hafencity. "Die Samen sind
gesät, wachsen müssen sie allein", sagte
Projekt-Initiator Axel Richter vom KunstHaus am Schüberg
in Ammersbek (bei Hamburg) am Montag. Das kleine kreisrunde
Flurstück sei zwar nur etwa zwölf Quadratmeter
groß, liege aber dafür direkt neben der Kapelle
des Ökumenischen Forums HafenCity in der Nähe
des Überseezentrums. Zudem sei es als 30. Bienen-Insel
der Stadt ein kleines Jubiläumsstück.
Erst vor zehn Tagen war Hamburgs erste neue "Bienen-Insel" an
der Christuskirche am Wandsbeker Markt gepflanzt worden.
Weitere wurden auf den Grundstücken diverser Hamburger
Kirchengemeinden und Kindertagesstätten gepflanzt.
Mit der Aussaat von Wildblumen will der evangelische
Kirchenkreis Hamburg-Ost den vom Aussterben bedrohten
Bienen im Stadtgebiet neue Nahrung schaffen sowie städtische
und ländliche Regionen des Kirchenkreises vernetzen.
Die neue Aufmerksamkeit für Bienen versteht sich
auch als Kunst-Projekt. So soll am 4. Juni neben der
Bienen-Insel in der HafenCity eine drei Meter hohe Stahlskulptur
des Bildhauers Hartmut Sy aufgestellt werden. Mit ihr
bekäme der Ort "eine zusätzliche Vertiefung" und
schaffe "künstlerische, ökologische und
theologische Zugänge zu einem ganzheitlichen Schöpfungsverständnis",
sagte "BienenArt"-Initiator Richter. Geplant
sind weitere Kunstaktionen mit Wachs, Ausstellungen in
den Hauptkirchen und ein Kunst-Symposion mit Holz-Skulpturen.
Die Honigbiene ist in Deutschland nach dem Schwein und
dem Rind das drittwichtigste Nutztier. Vor allem im Obst-
und Gemüsebau sind die Insekten unverzichtbar. An
die 500 Bienenarten leben in Deutschland. Ihre zentrale
Bedeutung liegt in der Bestäubung von Obst und Gemüse.
Häufig gibt es durch die Insekten eine bessere Qualität
bei Früchten und Samen als durch Selbstbestäubung.
(Text: epd)
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Schöpfung vor Ausbeutung schützen:
Bischof Ulrich für würdigen Umgang mit der Schöpfung
(Trappenkamp/Kiel) -
Einen würdigen Umgang mit Schöpfungsgütern
hat der Bischof für den Sprengel Schleswig und Holstein,
Gerhard Ulrich, angemahnt.
Ulrich, der zugleich Vorsitzender der Kirchenleitung
der Nordelbischen Kirche ist, sagte am Mittag in einer
Andacht auf einer Veranstaltung in Trappenkamp, immer
dann, wenn Schöpfungsquellen zum Gegenstand von
Marktprozessen würden, sei die Gefahr gegeben, dass
mit Gottes Werk unverantwortlich umgegangen werde. „Wenn
Milchprodukte zu Dumpingpreisen auf den Markt gebracht
werden oder auch Getreide Autos bewegen, ist das kein
sinnvoller Umgang mit natürlichen Produkten und
den Menschen, die für deren Herstellung verantwortlich
sind“, sagte der Bischof. So seien Schleuderpreise
für Milchprodukte auch eine Missachtung der Landwirte,
die mit ihrer Arbeit die Schöpfung bewahrten.
Ulrich forderte, Gottes Schöpfung und sich selbst
vor Ausbeutung viel ernster zu nehmen als es zur Zeit
der Fall sei und dafür auch Zeichen zu setzen.
Der Bischof sprach auf Einladung des CDU-Landesverbandes
Schleswig-Holstein auf dessen Natur- und Umwelttag im
Erlebniswald Trappenkamp.
(NEK, Norbert Radzanwoski)
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Grün
ist die Zukunft
Eröffnung des Baumparks Ratzeburg
Mit einer symbolischen Baumpflanzung durch
Pröpstin
Frauke Eiben, Landrat Gerd Krämer und Bürgermeister
Rüdiger Voß eröffnet die Ökumenische
Stiftung für Schöpfungsbewahrung und Nachhaltigkeit
am Montag, 4. Mai 2009, 11.00 Uhr, den Baumpark Ratzeburg.
Damit erhält Ratzeburg einen neuen Landschaftspark
auf einem 15-Hektar-Areal am Südrand der Stadt
(an der Möllner Straße zwischen Neubaugebiet
Barkenkamp und Bahnübergang Richtung Fredeburg).
Der Baumpark Ratzeburg ist ein gemeinnütziges
Bürgerprojekt: Ratzeburger und Ratzeburgerinnen
sowie Gäste und Freunde der Stadt sind eingeladen,
als Baumstifter aus 20 Baumarten „ihren“ Baum
und seinen Standort auszuwählen und damit den
Baumpark mitzugestalten. In den kommenden fünf
Jahren sollen jeweils 50 bis 60 Bäume gepflanzt
werden, sodass die Bepflanzung 2014 mit 300 Bäumen
abgeschlossen sein wird.
Damit entsteht in Ratzeburg ein Landschaftspark ganz
eigener Art, der dem Bedürfnis vieler Menschen
nach einem Leben im Einklang mit der Natur Raum gibt.
Die Beweggründe, Baumstifter zu werden – vom ökologischen
Signal bis zur ganz persönliche Sinnsuche – will
die Ökumenische Stiftung für Schöpfungsbewahrung
und Nachhaltigkeit in Baumgeschichten nachzeichnen
und damit die vielfältigen Beziehungen von Menschen
und Bäumen zum Thema machen.
Der Baumpark soll zunächst ganz einfach Artenkenntnis
vermitteln – insbesondere in der Arbeit mit Kindern
und Jugendlichen –, dann aber auch die Bedeutung
ergründen, die Bäume im Leben der Menschen
haben. Wer bereit ist, seine Baumgeschichte mit anderen
zu teilen, trägt dazu bei, kommenden Generationen
ein Stimmungsbild der Menschen zu Beginn des 21. Jahrhunderts
zu vermitteln. Auf diese Weise entsteht eine bleibende,
landschaftsästhetisch reizvolle Ortsrandgestaltung
mit einer hohen symbolischen Aussagekraft, die vermutlich
einige Tausend Bürgerinnen und Bürger langfristig
emotional an diesen Ort binden wird.
Die Motive, Baumstifter zu werden, sind so vielfältig
wie die Schicksale der Menschen. Im Baumpark beseht
die Möglichkeit ein ganz persönliches Zeichen
zu setzen: aus Freude über den gefundenen Lebenspartner,
aus Dankbarkeit für eine neue Chance, zur Feier
eines Firmenjubiläums oder auch im Gedenken an
verstorbene Menschen oder Tiere.
Um den Baumpark Ratzeburg im öffentlichen Leben
fest zu verankern, werden dort über das Jahr verteilt
verschiedene Veranstaltungen stattfinden. Es wird mehrmals
im Jahr feste Pflanztermine geben und verschiedene
andere Gelegenheiten, den Baumpark in Gemeinschaft
mit anderen zu besuchen: im Rahmen von schulischen
Veranstaltungen, zu Gottesdiensten, geführten
Spaziergängen oder auch Sommerfesten.
Folgende Baumarten stehen zur Auswahl: Feldahorn,
Bergahorn, Spitzahorn, Hängebirke, Moorbirke,
Hainbuche, Rotbuche, Europ. Lärche, Wildapfel,
Kiefer, Zitterpappel, Vogelkirsche, Wildbirne, Traubeneiche,
Stieleiche, Salweide, Vogelbeere, Eibe, Winterlinde
und Flatterulme.
Ansprechpartner: Dr. Arnd Heling, Ökumenische
Stiftung für Schöpfungsbewahrung und Nachhaltigkeit,
Junkernstr. 5, 23909 Ratzeburg, Tel. 04541-80 58 77,
Fax -80 89 32, stiftung@schoepfungsbewahrung.org
(Text: Ökumenische Umweltstiftung)
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Streit an der Elbe:
Ärzte aus Brunsbüttel warnen
vor Kohlekraftwerken
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Kühlturm eines Kohlekraftwerks
(Foto: seidenrauxel/pixelio.de) |
Brunsbüttel - 30 Ärzte aus Brunsbüttel
(Kreis Dithmarschen) und Umgebung haben vor den Gefahren
von Kohlekraftwerken gewarnt.
Angesichts von drei geplanten Kraftwerken erklärten
die Mediziner am Montag, dass sie sich um die Gesundheit
der Menschen und insbesondere der Kinder sorgten. Durch
die Verbrennung von Kohle werde nicht nur klimaschädliches
Kohlendioxid in die Atmosphäre gepustet. Es würden
auch große Mengen an umwelt- und gesundheitsschädlichen
Schadstoffen freigesetzt, darunter Feinstaub, Stickoxide,
Blei und Quecksilber.
Neben den Ärzten kritisieren auch Umweltverbände,
die lokale Bauernschaft und die Bürgerinitiative
Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe einen "zu
erwartenden massiven Anstieg der Schadstoffemissionen
in Brunsbüttel und den umliegenden Gemeinden".
Nach Angaben einer "Klima-Allianz" sollen
in Deutschland über 30 neue Kohlekraftwerke gebaut
werden. Die "Klima-Allianz" ist nach eigenen
Angaben ein Bündnis von 100 Organisationen wie
beispielsweise Gewerkschaften, Entwicklungsorganisationen,
Kirchen und Umweltverbänden.
(epd-Nord)
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Energie vom Acker:
Wieviel Bioenergie verträgt die Erde
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Feld mit Zuckerrohrpflanzen
(Foto: Robert Brenner/pixelio.de) |
(Bonn/Stuttgart) „Agrotreibstoffe
können negative Klima- und Ökobilanzen aufweisen.
Durch den Einsatz bereits marktreifer Technologien
lassen sich die EU-Klimaschutzziele im Kraftfahrzeugsektor
wesentlich effektiver erreichen. Deshalb fordern wir
einen Ausstieg aus dem EU-Ziel einer zehnprozentigen
Beimischungsquote von Agrotreibstoffen bis 2020, sowie
eine schrittweise Rücknahme der derzeitigen Beimischungsquoten,“ sagt
Wilfried Steen, Vorstand des Evangelischen Entwicklungsdienstes.
Durch den Energiepflanzenanbau verschärfen sich
die Konflikte um natürliche Ressourcen wie Boden
und Wasser. Die Zerstörung unwiederbringlicher
Lebensräume wie Regenwälder oder Feuchtgebiete
sind die Folge. „Die für die Beimischungsquoten
in Europa erforderlichen Anbaumengen von Agrotreibstoffen
können in Europa selbst nicht gedeckt werden.
In Ländern des Südens aber finden bisher
keine Prüfungen statt, ob die Flächenausdehnung
für den Energiepflanzenanbau sozial- und umweltverträglich
ist, oder sich mit dem Recht auf Nahrung der heimischen
Bevölkerung vertragen. Faktisch kommt es wegen
der weltweit mittlerweile heftigen Flächenkonkurrenz
zu massiven und gewaltsamen Landvertreibungen von Kleinbauern.
Ferner trägt der Energiepflanzenanbau zu Preissteigerungen
von Lebens- und Futtermitteln bei. Das alles verstärkt
die Hungerkrise. Der Hunger nach Nahrung sollte aber
unsere Hauptsorge sein, nicht der Hunger nach Energie,“ sagt
Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin von „Brot
für die Welt“.
Agrar-, Entwicklungs- und Umweltexperten evangelischer
Organisationen plädieren in der am 12. Februar
2008 veröffentlichten Studie „Energie vom
Acker – Wie viel Bioenergie verträgt die
Erde“ dafür, die vorhandenen natürlichen
Grenzen der energetischen Nutzung von Biomasse weltweit
zu respektieren und dabei klare Prioritäten zu
setzen. Oberste Priorität hat das Menschenrecht
auf Nahrung.
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Jatropha-Pflanze
(Foto: R.K. Henning/jatropha.org) |
Bei aller Kritik an der Bioenergie plädiert Dr.
Maren Heinke, Ausschuss der Dienste auf dem Lande (ADL)
dafür, die weltweit vorhandenen Potenziale der
nachhaltigen lokalen Bioenergienutzung in den Bereichen
Wärme- und Stromerzeugung zu nutzen. „Als Übergangstechnologie
kann etwa zehn Prozent des Weltenergiebedarfs durch
Biomasse erzeugt werden. Bei einer Nutzung von landwirtschaftlichen
Abfall- und Reststoffen entsteht keine Bedrohung der
Ernährungssicherung.“ Der Ausbau lokal angepasster
Technologien der Bioenergienutzung wie verbesserte
Holzherde oder Biogasanlagen kann zur Überwindung
der Energiearmut in Entwicklungsländern beitragen.
Zum Klimaschutz sind Energieeinsparung und die Steigerung
der Energieeffizienz die wirksamsten Maßnahmen,
nicht die Verwendung von Agroenergie. „Hier sind
die Kirchen als Vorbild gefordert. Das kirchliche Umweltmanagementsystem „Der
Grüne Hahn bzw. Gockel“ gehört ebenso
dazu, wie die Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen
in Partnerkirchen armer Länder“, sagt Dr.
Thomas Schaack, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der
Umweltbeauftragten der evangelischen Landeskirchen
(AGU).
Die Broschüre veranschaulicht wie Aspekte der
globalen Gerechtigkeit, der Schöpfungsbewahrung
und des Strebens nach einem guten Leben gleichzeitig
in den Blick genommen werden können. Sie eignet
sich für die Jugend- und Erwachsenenbildung.
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Gentechnik-Entscheidungen in Brüssel:
Verbände verlangen von der Bundesregierung Farbe
zu bekennen
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Foto: tutto62/pixelio.de |
(Berlin, 13.02.2009) - Ein
breites Bündnis von Umwelt- und Verbraucherverbänden,
kirchlichen Organisationen und Verbänden des Ökologischen
Landbaus hat heute Bundesagrarministerin Ilse Aigner
(CSU) und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel aufgefordert,
eine eindeutige Position gegen die Zulassung neuer Gentechnik-Maissorten
(„Bt 11“ und „1507“) durch die
EU zu beziehen.
Gleichzeitig geht es um die bislang als
einzige Gentechnikpflanze in der EU zugelassene Maissorte
MON 810. Mehrere Mitgliedsstaaten
der EU haben ihr wegen wissenschaftlich begründeter
Bedenken die Anbaugenehmigung verweigert. Sie sollen
nun von der EU gezwungen werden, den Anbau trotzdem zu
erlauben. Auch hier verlangen die Verbände von den
federführenden Ministerien, im jeweiligen Ministerrat
gegen die Ansinnen der Kommission zu stimmen. Die Verbände kündigen an, die Antwort auf
ihre konkrete Anfrage so zu kommunizieren, dass die
Bürger
bei den anstehenden Wahlen zu Europaparlament und Bundestag
wissen, ob die CSU sich an ihre im bayerischen Landtagswahlkampf
gegebenen Versprechen hält und ob die Umweltpolitik
der SPD den selbst gesetzten Ansprüchen genügt.
Unterdessen hat die bayrische Landesregierung mitgeteilt,
Bayern zu einer gentechnikfreien Region machen zu wollen.
Auch neue Sortenversuche wolle man unterbinden und
in Brüssel erreichen, dass die Regionen ihre Anbaupolitik
selbstständig
und unabhängig von EU-Vorgaben gestalten könnten.
Rückfragen
zu den anliegenden Offenen Briefen können
an die einzelnen Verbände gerichtet werden, die
sie unterzeichnet haben. Im Brief selbst sind zwei Kontakt-Telefonnummern
angegeben.
(Text: Bund Ökologische
Lebensmittelwirtschaft e.V. und Pressemitteilung
Bayern)
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 Politikwechsel in Deutschland:
"Zukunftsfähiges Deutschland" in Kiel vorgestellt
(Kiel) - Mit einer Studie wollen Umweltverbände
und kirchliche Hilfswerke wie die Diakonie auch in Schleswig-Holstein
für einen grundlegenden Wechsel in der Wirtschafts-,
Umwelt- und Sozialpolitik werben.
Grundlage ist die im vergangenen September vorgestellte
650-Seiten-Schrift "Zukunftsfähiges Deutschland
in einer globalisierten Welt". Zunächst soll
in Schleswig-Holstein eine Info-Kampagne in Kirchengemeinden
und Kommunen gestartet werden, kündigte Hans-Jörg
Lüth vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)
am Freitag in Kiel an.
Auf einer zentralen Veranstaltung mit 200 Besuchern
ist die Studie am Donnerstagabend in der Kieler Kunsthalle
erläutert worden. Herausgeber sind die evangelische
Hilfsaktion "Brot für die Welt", der Evangelische
Entwicklungsdienst und der BUND. Mitverfasser Michael
Kopatz forderte eine Abkehr vom Wirtschaftswachstum als
zentralen Lösungsansatz etwa bei der Bekämpfung
der Arbeitslosigkeit. Die vorhandene Erwerbsarbeit müsse
vielmehr gerechter verteilt werden. "Das Wirtschaftswachstum
der vergangenen Jahre hat uns nicht zufrieden gemacht",
sagte Kopatz.
"Brot für die Welt"-Kampagnenleiterin
Danuta Sacher und Schleswig-Holsteins Diakoniechefin
Petra Thobaben verwiesen darauf, dass allein eine Veränderung
politischer Strukturen nicht ausreichen werde, um einen
gesellschaftlichen Neuanfang zu starten. Jeder einzelne
Bürger müsse sich angesichts weltweit ungerechter
Wirtschaftsstrukturen fragen: "Wo ist meine Verantwortung".
Die Menschen in den reichen Industrieländern müssten
erkennen: "Wir haben über unsere Verhältnisse
gelebt." "Drei Mal im Jahr nach Mallorca -
den Preis bezahlen andere", sagte Sacher in Anspielung
auf klimaschädliche Auswirkungen des Flugverkehrs
insbesondere in armen Ländern auf der Südhalbkugel.
Die stellvertretende Bundesvorsitzende des BUND, Ulrike
Mehl, forderte einen "starken Staat", um die
Ziele der Studie wie eine gerechte Finanz- und Sozialpolitik
sowie eine umweltverträgliche Energie- und Verkehrspolitik
durchzusetzen. So habe in der Wirtschaftspolitik die
bislang betriebene Deregulierung der Märkte bei
den Armuts- und Umweltproblemen versagt. Auf der Veranstaltung
wurde die Werbung einer Fluggesellschaft kritisiert,
die nach eigenen Angaben eine Million Flüge für
zehn Euro pro Flug verkauft hat. Dieses Preisdumping
sei nur möglich, weil die Flüge mit Steuergeldern
subventioniert werden.
(epd-Nord)
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 Leitende Geistliche schreiben an Sarkozy
Belebung der Wirtschaft darf nicht Klimaschutz kosten
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(Hannover/London/Stockholm) - In einem
gemeinsamen Brief an den amtierenden Vorsitzenden des
Europäischen
Rates, den französischen
Präsidenten
Nicolas Sarkozy, haben der Erzbischof von Canterbury,
Rowan Williams, der Erzbischof der Kirche von Schweden,
Anders
Wejryd, und der Vorsitzende des Rates der Evangelischen
Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber,
davor gewarnt, angesichts der derzeitigen Finanzmarktkrise
die
Bemühungen um den Klimaschutz abzuschwächen.
In dem Schreiben, das auch an Bundeskanzlerin Angela
Merkel und die Regierungschefs von Großbritannien
und Schweden geschickt wurde, erklären die drei
leitenden Geistlichen, dass die angestrebte Belebung
der Wirtschaft nicht auf
Kosten der Förderung einer nachhaltigen Entwicklung
gehen dürfe. „Wir rufen unsere Regierungen
auf, ihren Einsatz hinsichtlich der Herausforderung durch
den
Klimawandel zu verstärken.“ Im Blick auf die
Verhandlungen des Europäischen Rates in Brüssel
am 11. und 12. Dezember mahnen die leitenden Geistlichen
die europäischen Regierungen, „sicher zu stellen,
dass die Bemühungen um den Klimaschutz durch die
Suche nach kurz- und mittelfristigen Lösungen für
augenblickliche wirtschaftliche Probleme nicht an den
Rand gedrängt
werden.“
Die Finanzmarkt-, Ernährungs- und Treibstoffkrisen
dieses Jahres hätten die vorherrschenden Wirtschaftsmodelle
auf den Prüfstand gestellt. „Die neue Herausforderung
besteht darin zu lernen, im Rahmen der Möglichkeiten
unseres Planeten zu leben; wir müssen uns dieser
Herausforderung mit Realitätssinn, einem Sinn für
Gerechtigkeit und einer nüchternen Einschätzung
des Erbes stellen, das wir unseren Kindern und Enkeln
hinterlassen.“ Die Neuausrichtung der Weltwirtschaft
zum Beispiel auf Investitionen in „saubere“ Technologien
biete viel versprechende Möglichkeiten eines realen
und zugleich nachhaltigen Wachstums. „Die Annahme,
dass der Umweltschutz beachtliche wirtschaftliche Erträge
ebenso wie ökologische Gewinne hervorbringt, wird
von Europas eigenen ökologisch orientierten Branchen
untermauert, die laut der Europäischen Kommission
(Januar 2008) derzeit einen Umsatz von 227 Milliarden
Euro und 3,4 Millionen Arbeitsplätze vorweisen können.“
In Gesprächen mit Partnerkirchen in aller Welt,
von denen viele unmittelbar von den Folgen des Klimawandels
betroffen sind, sei deutlich geworden, dass Europas Schritte
aufmerksam beobachtet würden. „Wir sind deswegen
besorgt, dass in dem Moment, in welchem die globalen
Klimaschutzverhandlungen einen kritischen Punkt erreichen,
Europa die derzeitige Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise
zu benutzen scheint, um Schlüsselelemente seines
eigenen Klimaschutzpaketes abzuschwächen.“ Es
gehe nicht um eine Wahl zwischen wirtschaftlichem Wachstum
und Umweltschutz, so die Oberhäupter der anglikanischen
Kirche, der lutherischen Kirche von Schweden und der
EKD. „Nachhaltig zu arbeiten für das weltweite
Gemeinwohl und Gottes Schöpfung zu bewahren sind
keine Alternativen – es meint ein und dasselbe.“
Die drei Geistlichen ermutigen dazu, die derzeitige
Situation nicht als Bedrohung, sondern als „historische
Chance“ anzusehen, „heute die kohlenstoffarme
Wirtschaft von morgen auf den Weg zu bringen.“ Das
Thema Klimawandel werde in der europäischen Öffentlichkeit
als sehr wichtig angesehen. „Wir glauben daher,
dass die Menschen an einen solchen Wandel glauben und
ihn unterstützen können. Seien Sie versichert,
dass wir in diesem kritischen Augenblick mit unseren
Gedanken und Gebeten bei Ihnen und den anderen Regierungschefs
sein werden.“
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Was
sie schon immer über Rosen wissen wollten:
Aus einer Wurzel zart
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Cover des Buches "Aus einer
Wurzel zart" |
(Ratzeburg) - Mit dem Thema Rosen
eröffnet die "Ökumenische Stiftung
für Schöpfungsbewahrung
und Nachhaltigkeit" die Schriftenreihe „Hortus
oecumenicus“ des kirchlichen Gartennetzwerks. Das
Buch kann jetzt bestellt werden!
"Aus einer Wurzel zart. Rosen im ökumenischen
Garten" ist
Ende November erschienen. Das Büchlein im Format
12x18 cm ist reich illustriert und schön gestaltet.
Es bietet auf 72 Seiten eine Fülle von Anregungen
für die Kirchengemeinde und einzelne Rosenliebhaberinnen
und -liebhaber. Es führt gründlich in
das Gebiet „Alte Rosensorten“ ein und
ermuntert dazu, sich an der „Aktion Rosenstock“ der Ökumenischen
Stiftung zu beteiligen.
Vielleicht wollen Sie Haupt- und Ehrenamtlichen,
die sich um die Pflege und Erhaltung der kirchlichen
Gartenanlagen
in Gemeinden und Einrichtungen verdient gemacht
haben, eine Freude machen?
Das Buch wird im Selbstverlag und zum Selbstkostenpreis
von 6 € bei der Ökumenischen Stiftung vertrieben. Aus dem Inhalt:
Rosen in Mythologie, Kultur- und Symbolgeschichte;
Rosen in der Medizin und Naturheilkunde; Geschichte
der Rosenzucht und –verbreitung; Warum alte Sorten? – und
wie man sie erhält und pflegt; Wie finde ich die
passende Sorte?; Das Pflanzen der Rosen; Befestigung;
Pflege der Rosen; Rosen in Gottesdienst und Gemeindeleben;
Eine Rosenmeditation; Rosenliteratur – eine
Auswahl; Adressen und Links.
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 Flyer
für interessierte Organisationen & Kommunen
NABU unterstützt ökologische
Stadtbeleuchtung
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(Foto: Simon Schwarze,
www.pixelio.de) |
(Berlin) - Angesichts steigender
Energiepreise und neuer Förderprogramme
des Bundes zum Klimaschutz ist jetzt der richtige Zeitpunkt,
die Beleuchtungsanlagen von Straßen, Brücken
und Plätzen oder einzelner Kirchen und Baudenkmäler
energetisch wie ökologisch zu modernisieren. Veraltete
Stadtbeleuchtung verschwendet nicht nur Energie und
Geld, sondern heizt auch das Klima auf und schadet
der Natur. Weil unnötige Lichtfallen auch Vögel,
Fledermäuse und Insekten gefährden, möchte
der NABU mit seinem Projekt „Ökologische
Stadtbeleuchtung“ Initiativen vor Ort motivieren
und fördern, sich jetzt für eine ökologische
Lichtplanung und Sanierung der Stadtbeleuchtung einzusetzen.
Der NABU-Flyer stellt Wissenswertes und Leitlinien
für eine klima- und naturverträgliche Stadtbeleuchtung
zusammen. Er soll dazu eingesetzt werden, mögliche
Partner in der eigenen Kommune zu gewinnen, die sich
mit dem NABU gemeinsam für eine energieeffiziente
und ökologisch vorbildliche Beleuchtung im öffentlichen
Raum einsetzen wollen.
Interessierten Kommunen und Stadtwerken bietet der
NABU an, Sanierungsprojekte mit persönlicher Beratung,
in Form von Workshops vor Ort oder bei der Öffentlichkeitsarbeit
zu unterstützen. Wenden Sie sich an uns, um gemeinsam
Modellprojekte ökologischer Stadtbeleuchtung anzustoßen
und voranzubringen!
(Text: Nabu Deutschland)
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 Flächendeckende Strategie zum Umweltschutz:
Die Dimensionen des nachhaltigen Lebenswandels
(Bremen) - Jetzt ist klar: Wer 3D-Brillen
trägt,
sieht alt aus. Denn 3-D ist von gestern. 4-D heißt
das neue Zauberwort, und das Bemerkenswerte an diesem
brandaktuellen Trend zum vierten D: Die Synode der
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) steht ganz
an der Spitze.
Einen 4-D-Lebenswandel wünschen sich die Mitglieder
des Ausschusses, der den Entwurf für die abschließende
Kundgebung der Synode zum Schwerpunktthema „Klimawandel – Wasserwandel – Lebenswandel“ formuliert
hat. Einen Lebensentwurf, „der sich an den vier
Dimensionen Dank, Demut, Denken und Dienst orientiert“.
Denn nicht erst seit heute ist klar: So, wie wir derzeit
leben, geht es nicht weiter. Eine Veränderung
des allgemeinen Lebensstils aber, die sich an den vier „Ds“ orientiert,
kann den notwendigen Wandel bewirken, hoffen die Verfasser
des Kundgebungsentwurfes. Das erste D steht für
den Dank über die großartige Schöpfung,
in der wir leben. D Nummer zwei meint Demut, die Grenzen
des Machbaren zu erkennen und „das Lassen zu
lernen“. Das dritte D steht für Denken,
um Folgen der je individuellen Lebensweise zu reflektieren
und „auf die bewusste Begrenzung der eigenen
Wünsche zuzugehen“. Schließlich gibt
es noch ein D, das auf den Dienst verweist. Dienst
soll eine grundlegende Haltung gegenüber der Gemeinschaft
sein, die uns trägt. Damit sind politische und
gesellschaftliche Verantwortung gemeint.
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Logo des kirchlichen
Umweltmanagements "Grühner Hahn" |
Ganz entgegen der üblichen Gepflogenheiten löste
der Vortrag des Textentwurfs keinerlei heftige Reaktionen
im großen Rund der Synodalen aus. Vizepräses
Klaus Eberl konstatierte eine ungewöhnlich „große
Zufriedenheit“ des Plenums mit dem Kundgebungsentwurf.
Die Blumigkeit an der ein oder anderen Stelle möge
der Konkretion weichen, wurde vereinzelt gefordert,
der Präses der westfälischen Landeskirche,
Alfred Buß, plädierte für eine deutlichere
Benennung der Adressaten des Textes und – ganz
im Sinne des heiligen Augustinus – darüber
hinaus die Aktivierung der beiden „lieblichen
Töchter“ der Hoffnung: Zorn (über die
derzeitigen Zustände) und Mut (um diese zu ändern).
Diese Forderung muss ganz im Sinne von Angelika Zahrnt,
der Ehrenvorsitzenden des BUND gewesen sein, die das
Einbringungsreferat zum Thema gehalten hatte. Die Zeit
der „guten Beispiele und Pilotprojekte“ sei
vorbei, konstatierte Zahrnt und drängte auf eine „flächendeckende
Strategie“ zum Umweltschutz in allen Landeskirchen
der EKD. Die eine oder andere Gemeinde habe zwar schon
ein Umweltmanagementsystem eingeführt, gab sie
zu. Aber wenn die Einführung solcher Maßnahmen
in diesem Tempo weiter ginge, dann dauere ihr das zu
lang. Ein bisschen Dampf, so scheint es, will die externe
Impulsgeberin der Evangelischen Kirche machen. Dampf
- noch so ein „D“. Vielleicht das fünfte,
das den Erfolg der Kundgebung komplett macht.
(Text: ekd-Pressestelle)
Die beschlossenen Texte der Synode
können Sie hier herunterladen:
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 Jagd
innerkirchlich in der Kontroverse:
Hubertus-Messen in der Evangelischen
Kirche?
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(Foto: trent59, www.pixelio.de) |
(Altenkirchen) - „Eine Hubertusmesse
zu feiern, versteht sich für evangelische Gemeinden
eben nicht von selbst.“ Dennoch
ist Pfarrer Michael Dübbers, Sülfeld/Schleswig-Holstein, „davon überzeugt,
dass es sich auch für unsere evangelischen Gemeinden
... lohnt, Hubertusmessen zu feiern.“ Dem gegenüber
reklamiert Ulrich Seidel, Pfarrer in Brandis bei Leipzig,
Erster Vorsitzender von "Aktion Kirche und Tiere,
AKUT e.V." Deutschland, den legendären Heiligen
Hubertus wohl eher für den Pazifismus. Schließlich
sei ihm „Christus
in Gestalt der gehetzten Kreatur“ erschienen.
Dementsprechend appelliert Seidel: „Kein Segen
fürs Töten!“
Hingegen bekennt Jochen Borchert, Präsident des
Deutschen Jagdschutzverbandes, im selben Themenheft „Passion
Jagd“ der Zeitschrift „Kirche im ländlichen
Raum“, dass „es auch ums Beutemachen geht.“ Borchert,
der ehemals Bundeslandwirtschaftsminister, Mitglied
der Kirchenleitung in Westfalen und Bundesvorsitzender
des Evangelischen Arbeitskreises der CDU war, räumt
im Interview ein: „Wer um vier Uhr auf den Ansitz
klettert, denkt nicht ausschließlich ans ökologische
Gleichgewicht.“
Das ethische und praktisch-theologische Fazit des
promovierten Theologen Seidel lautet: „Hubertusmessen
sind religiös verbrämte folkloristische Schaustellungen,
die das ethische Problem des Tötens gezielt verschleiern
oder bagatellisieren. Als ‚Gottesdienst’ haftet
ihnen damit etwas Blasphemisches an.“ In der
Nachfolge des Hubertus kann eigentlich nur gefordert
werden: „Die Kirche sollte sich offiziell von
derartigen Veranstaltungen distanzieren. Aber dafür“,
so Seidel, „fehlt ihr gewiss der Mut.“
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(Foto: Rainer Sturm, www.pixelio.de) |
Sein norddeutscher Kontrahent, Dr. Dübbers, betont
andererseits „Wir können nicht leben, ohne
zugleich am Leben schuldig zu werden.“ Das gelte
generell für unser Leben und sei eine nicht auflösbare
Spannung, die „auf dem biblischen Hintergrund
der Sündenverstrickung des Menschen“ auch
im Gottesdienst zur Sprache zu bringen sei.
Und der ehemalige Umweltpfarrer der Pfalz, Gerhard
Postel, fragt: „Wie schaffen wir es, ein gutes
Bild von der Jagd zu schaffen als einem ganz normalen
Handwerk mit viel Können? Wie schaffen wir es,
Jägerinnen und Jäger dahin zu erziehen, dass
sie den begegnenden Bürger, die Flächeneigentümerin,
den Tierschutz, die ökologischen Zusammenhänge,
die ganze Schöpfung ernst nehmen und auch morgen
noch gerne jagen wollen und jagen dürfen?“
In seinem einleitenden Beitrag zu „Jagd und
Tierfriede“ kommt der Theologieprofessor Klaus
Koenen, Köln, zu dem Ergebnis, dass die biblischen
Visionen vom Tierfrieden dem menschlichen Handeln eine
Zielperspektive geben: „Es soll sich am Tierfrieden
als dem Ziel göttlichen Handelns ausrichten.“
Weitere Themen in der 48-seitigen Publikation des
Ausschusses für den Dienst auf dem Lande in der
Evangelischen Kirche in Deutschland sind die Ziele ökologischen
Jagens und das Spannungsfeld zwischen Ökologie,
Forstwirtschaft und Jagd.
Heft 3/2008 „Passion Jagd“ ist im Verlag
erhältlich (Preis: 4,50 € zzgl. Porto).
Bestelladresse:
Kirche im ländlichen Raum
Postfach 1309
57603 Altenkirchen
Tel.: 02681/95160
Fax: 02681/70206
E-Mail: koch@lja.de
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 Kohlekraft:
Umweltbeauftragte in der EKD schließen sich Aufruf
zu Klimaschutz-Demonstrationen an
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(Foto:
chris, www.pixelio.de) |
(Breklum/Hannover) - „Klima schützen – Kohle
stoppen“ ist das Motto der diesjährigen bundesweiten
Kundgebungen, die am 13.09.2008 an den Kraftwerken Staudinger/Hessen
und Jänschwalde/Brandenburg stattfinden werden.
Das Steinkohlekraftwerk Staudinger liegt in Großkrotzenburg
bei Hanau. Dort plant der Düsseldorfer Energiekonzern
E.ON den Ersatz dreier alter Kraftwerksblöcke durch
einen wesentlich größeren Block 6, der die
jährlichen CO2-Emissionen von heute 5 auf 8 Millionen
Tonnen erhöhen wird.
Jänschwalde liegt in einem Tagebaugebiet in der
Nähe von Cottbus in der Lausitz. Das Braunkohlekraftwerk
ist mit einem Ausstoß von rund 25 Mio. Tonnen CO2
pro Jahr Europas fünftgrößter Klimagasproduzent
Ambitionierter Klimaschutz ist mit der Vielzahl an Kohlekraftwerken – in
Deutschland sollen es in den kommenden Jahren mehr als
20 sein! - nicht möglich. Über die Gesamtlaufzeit
der Kraftwerke (über 40 Jahre und mehr) werden hohe
CO2-Emissionen festgeschrieben. Deshalb setzt sich die
Klimaallianz für ein Kohlekraftwerksmoratorium ein,
damit Zeit und Spielräume für die Entwicklung
und Umsetzung einer zukunftsfähigen Energie- und
Klimaschutzstrategie gewonnen werden.
Noch besteht die Möglichkeit, im Dialog andere
energiepolitische und energiewirtschaftliche Weichenstellungen
vorzunehmen und – statt mit zentralen Großkraftwerken – die
Energieversorgung durch bedeutend effizientere dezentrale
Kraftwerke, erneuerbare Energien und effizienteren und
sparsameren Umgang mit Energie sicherzustellen.
Mit diesem Aufruf unterstützt die Arbeitsgemeinschaft
der Umweltbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland
(AGU) die deutsche Klima-Allianz.
Detaillierte Informationen
zu den Demonstrationen, Infos zur Kohlekraftwerksproblematik,
zum Zusammenhang
von „Klimaschutz
und gerechter Entwicklung“ stehen als Download
für Sie bereit: www.die-klima-allianz.de.
Dort können Sie auch Materialen kostenlos bestellen.
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 Es bleibt dabei:
Atomkraft ist keine Option
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Atomkraftwerk Biblis (Foto:
bmu, Berlin) |
(Breklum/Hannover) - In der gegenwärtig
neu entflammten Debatte über die Nutzung der Atomenergie
bekräftigt die evangelische Kirche in Deutschland
ihre ablehnende Haltung und ihre Warnungen vor
einer Verlängerung der Laufzeiten von Kraftwerken. "Atomkraft
ist keine nachhaltige Energieform und sie bringt auch
keine Beiträge für den Klimaschutz", so
Thomas Schaack, Umweltbeauftragter der Nordelbischen
Kirche.
Die Diskussion kommt immer wieder auf – auch
in der evangelischen Kirche: Ist die Nutzung Kernenergie
nun ein Segen oder langfristig ein Fluch für die
Umwelt? Doch vor anderthalb Jahren hat die Synode der
EKD ihren früheren Beschluss für den Ausstieg
aus der Nutzung der Kernenergie ausdrücklich bestätigt: „20
Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl wird
der Ausstieg aus der Kernenergie erneut zur Disposition
gestellt. Die Synode erinnert in diesem Zusammenhang
an ihren Beschluss aus dem Jahr 1987, in dem unmissverständlich
festgestellt wurde: "Die nicht mit Sicherheit beherrschbaren
Gefahren der gegenwärtigen Kernenergiegewinnung
haben zu der verbreiteten Einsicht geführt, dass
diese Art der Energiegewinnung mit dem biblischen Auftrag,
die Erde zu bebauen und zu bewahren, nicht zu vereinbaren
ist. Wir müssen so bald wie möglich auf andere
Energieträger umsteigen". Dieser Beschluss
wurde 1998 von der Synode bekräftigt.“ Auch
auf der Tagung der Synode in Würzburg 2007 fühlten
sich die Synodalen verpflichtet, diese Position erneut
in das öffentliche Bewusstsein zu bringen.
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Das alte Logo der Anti-AKW-Bewegung |
In den letzten Wochen wird verstärkt die vermeintlich
positive Rolle der Atomkraft als Mittel gegen den Klimawandel
betont. Der Umweltbeauftragte der EKD, Prof. Hans Diefenbacher
(Heidelberg), hat sich jetzt in einem Text dazu geäußert:
"Eine Analyse der jüngsten Debatte um eine
Neubewertung der Kernenergie aus Gründen des Klimaschutzes
kommt zu dem Ergebnis, dass keine wirklich neuen Argumente
ausgetauscht wurden und deshalb der Plan zum Ausstieg
aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie in der Bundesrepublik
Deutschland mit unverändertem Zeitplan beibehalten
werden sollte". Eine jüngst erschienene Broschüre des Bundesumweltministeriums
kommt zu einem ähnlichen Ergebnis.
Der Umweltbeauftragte der Nordelbischen Kirche, Thomas
Schaack, plädiert aus diesen Gründen für das Festhalten
am Atomausstieg. Damit wäre 2021 Deutschland Atomstrom-frei,
also auch die drei schleswig-holsteinischen Kraftwerke
in Krümmel, Brokdorf und Brunsbüttel außer Betrieb. Was
bleibt sind die Ruinen der Kraftwerke, die dann in einem
langwierigen Prozess abgerissen werden müssen und der
Atommüll, der noch für Jahrtausende gefährlich ist und
aufwändig aufbewahrt werden muss. Eine Endlagermöglichkeit
vor allem für die hochradioaktiven Abfälle gibt es bis
heute weltweit nicht. Erst kürzlich hatten die Vorgänge
im Forschungsbergwerk Asse II bei Braunschweig gezeigt,
dass vermeintlich sichere Lagerstätten schon nach wenigen
Jahrzehnten ungeahnte Gefahrenpotentiale entwickeln.
Die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der EKD
(agu) hatte sich ebenfalls kritisch zu den Vorgängen
in der Asse geäußert.
(ekd/schaack)
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 Mensch und Tier – "primär
verwandt":
Theologische Zoologie
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Flash - ein Hund im Tierheim
(Photo: Tierheim Uhlenkrog, Kiel) |
(Eichstätt) - „Zunächst war das
Unverständnis total“, berichtete Akademiedirektor
Dr. Florian Schuller über die Entstehungsgeschichte
der ungewöhnlichen Tagung, zu der die Katholische
Akademie in Bayern jetzt nach Eichstätt eingeladen
hatte. „Das Tier entdecken“ lautete das
Thema und wie die „Anstösse zu einer Blickerweiterung
in der Theologie“ aussehen könnten, die
da gegeben werden sollten, vermochte sich anfangs niemand
vorzustellen.
Tatsächlich war auch so mancher der Teilnehmer
mit Vorbehalten in den Spiegelsaal der Residenz gekommen
und reagierte zunächst vielleicht sogar belustigt,
das erste Mal mit dem Phänomen einer „theologischen
Zoologie“ konfrontiert. Doch die hochkarätig
besetzte interdisziplinäre Veranstaltung vermochte
durch fesselnde Vorträge die Skepsis zu vertreiben
und neugierig zu machen auf weitere fruchtbare Begegnungen
zwischen Naturwissenschaften und Theologie.
Ob und wenn ja, wie Tiere denken, fühlen und folglich
handeln, erklärte mit erhellenden Beispielen aus
der jüngsten verhaltensbiologischen Forschung
der Professor für Zoologie Dr. Norbert Sachser
aus Münster. Die alte Einordnung und Abgrenzung,
die von Tieren als Instinktwesen und Menschen als Vernunftswesen
sprach, hat laut Sachser ausgedient, immer deutlicher
zeigte sich, wie viel ähnlicher, als angenommen,
wir unseren tierischen Verwandten seien.
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Menschen im Kontakt mit
Tieren (Photo:
Th. Schaack) |
Dr. Franz Kromka, Professor für Land- und Agrarsoziologie
in Hohenheim, spannte in seiner Betrachtung des Gegen-,
Mit- und Nebeneinanders von Mensch und Tier einen provokanten
Bogen vom Tier als Mitgeschöpf bis hin zum Tier
als Ware. Die Ambivalenz der Mensch-Tier-Beziehung
am Beispiel von Opfertieren und heiligen Kühen
beleuchtete der Religionsgeschichtler aus Bayreuth,
Prof. Ulrich Berner. Auch hier tauchten die Fragen
vom Anfang wieder auf: Haben Tiere Vernunft und Moral?
Antwortversuche aus dem christlich-biblischen Kontext
wagte dann die katholische Professorin für Altes
Testament und Biblische Umwelt an der evangelisch-theologischen
Fakultät der Universität Bern, Dr. Silvia
Schroer. Sie wies darauf hin, dass Tiere im biblischen
Verständnis nicht einfachhin als Sache angesehen
werden, sondern auch als Lebewesen, im Hinblick auf
das Wohlergehen des Mensch geschaffen, aber mit einer
unabhängigen Existenzberechtigung und Würde
versehen. Weil folglich Tier und Mensch „primär
verwandt“ seien, ergeben sich laut Schroer für
uns Heutige praktische Konsequenzen: christliches Engagement
für den Schutz der Artenvielfalt, Verhinderung
der Zerstörung von Biotopen, Verzicht auf Massentierhaltung
und Tierversuche, gesunde Ernährung. Nicht jeder
mochte der Theologin darin folgen, Tiere zu rechtsfähigen
Subjekten zu erheben.
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Bulle auf dem Gottorfer
Landmarkt 2008
(Photo: Th. Schaack) |
Gedankenanstösse zum Thema „Das
Tier als Herausforderung an die christliche Anthropologie“ gab
abschliessend der Theologe, Philosoph und Biologe Prof.
Rainer Hagencord. Er las den Schöpfungsbericht
als eine vielfach missdeutete Auseinandersetzung mit
dem Tierisch-Animalischen und nahm etwa Thomas von
Aquin, Nikolaus Cusanus oder René Descartes
als Zeugen eines anhaltenden gesellschaftlichen und
kirchlichen Irrtums über die Tiere.
Das anfangs belächelte Exotenthema mauserte sich
im Verlauf des Nachmittags zum ermutigenden Einstieg
in einen höchst komplexen und ausgesprochen spannenden
interdisziplinären Disput. Ein Disput, der es
plötzlich möglich macht, die nicht selten
gestellte Frage, ob denn Bello, wie sein Frauchen in
den Himmel kommt, ohne falschen Zungenschlag und ernsthaft
zu beantworten: die Tiere sind miterlöst
(Erschienen in: Kirchenzeitung für das Bistum
Eichstätt, Nr. 25, 8. Juni 2008)
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 Kräutersprirale im Christian-Jensen-Kolleg
Breklum:
Es kräutert sehr
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Die Breklumer Kräuterspirale
Foto:
Thomas Schaack |
(Breklum) - Seit Anfang April
besitzt das Christian Jensen Kolleg in Breklum eine
eigene Kräuterspirale.
Nach der Anlage eines Bauerngartens vor einem der
Gästehäuser
im vergangenen Jahr, kann man nun mit der Kräuterspirale
eine weitere botanische Attraktion auf dem Gelände
bestaunen.
Im April setzte Meike Magnussen, die FöJ- lerin
des Christian Jensen Kollegs, diese Idee zusammen mit
einem der Hausmeister, Bernd Winkelmann, in die Tat
um und nach ein paar Tagen Steine schleppen und
Sand
schaufeln
kann
die Kräuterspirale jetzt vor der Küche erschmeckt,
errochen und erfühlt werden.
Ende März begannen die ersten Planungen, der
perfekte Standort musste gefunden werden, möglichst
viel Sonne, aber auch Schatten, windgeschützt
und vor allem nicht zu weit von der Küche entfernt.
Außerdem mussten einige Materialien wie Sand,
Steine, Erde, Teichfolie und natürlich Kräuter
besorgt werden.
Anfang April ging es dann richtig an die Arbeit: die
grobe Form wurde abgesteckt und anschließend
musste an derselben Stelle der Rasen weichen.
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Vor jedem großem Werk steht
ein guter Plan: Mit dem Gartenschlauch wird der Umriss
der Spirale festgelegt.
Foto:
Johann Martin Paulsen,
CJK Breklum |
Nun wurde die erste Reihe Steine in der Form eines
fast geschlossenen Kreises gelegt.
Dabei ist darauf zu achten, dass die Steinreihe langsam
ansteigt. Anschließend wurde die erste Schicht
Sand beziehungsweise Schutt eingefüllt und festgetreten.
Anschießend wurde die Steinreihe weiter gebaut,
jedoch muss der Kreis immer kleiner werden, immer wieder
wurde Sand nachgefüllt, bis die Spirale ihre fast
endgültige Höhe und Form erreicht hat. Auf den
Sand kam ein Sanderde-Gemisch und darauf nochmals
reine Erde.
Um die Spirale optisch und auch aus biologischer Sicht
abzurunden wurde an den Anfang der Kräuterspirale
ein kleiner Tümpel gebaut, in dem auch gleich
Wasserschnecken eine neue Unterkunft fanden. Über
Nacht kamen dann noch zwei Quietschentchen hinzu,
die sogar schon Zuwachs von einem dritten Entchen
bekommen
haben.
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Ökologisch wertvolle Bereiche
führen schnell zur Ansiedlung neuer Arten:
Quietscheentchen am Teich
Foto: Thomas Schaack |
Pionierpflanzen in unserer Spirale waren „Sempervivi“ (=Hauswurze),
die wir in die Steinzwischenräume pflanzten.
Bald darauf folgten schon die ersten gekauften und
auch selbst gezüchteten Kräuter, wie Oregano,
Schnittknoblauch, Erdbeerminze, Eberraute, Minze,
Salbei, Petersilie und noch viele mehr.
Eine Kräuterspirale wird die Erde zur Mitte
der Spirale hin immer höher, zugleich der Boden
immer nährstoffärmer und trockener. Beim
Bepflanzen muss daher auf die Bedürfnisse der
einzelnen Kräuter
geachtet werden. Schnittknoblauch z.B. sollte möglichst
weit unten am Anfang der Spirale seinen Platz finden,
da dort die nährstoffreichste und feuchteste
Stelle ist. Thymian hingegen kann auf der Spitze,
an der nährstoffärmsten
und trockensten Stelle, überleben.
Durch die
warme Sonne und regelmäßiges Gießen
konnten sich die Pflanzen schnell vom Umzugsstress
erholen. Sie wachsen und gedeihen nun in ihrer neuen
Heimat.
Eine Kräuterspirale macht nicht nur beim Bauen
Spaß, es ist auch sehr interessant den Kräutern
beim täglichen Wachsen zuzuschauen und die verschiedenen
Düfte und Geschmäcker zu erkunden.
Also:
wer Spaß an Gartenarbeit und ein bisschen
Platz hat, für den wäre so eine Kräuterspirale
das Richtige!
(Meike Magnussen, Freiwilliges ökologisches Jahr
Breklum)
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Tank oder Teller:
EKD-Auslandsbischof warnt vor Verschärfung der
Nahrungskrise
Hannover (epd). Bei steigender
Erzeugung von Biosprit darf nach Ansicht der Evanglischen
Kirche in Deutschland (EKD) nicht die Hungersnöte
und Umweltprobleme in Teilen der Welt verschärfen.
Mit Sorge sehe die Kirche das Problem der globalen Nahrungsmittelkrise,
erklärte der EKD-Auslandsbischof Martin Schindehütte
am Donnerstag in Hannover. Die sozialen Kosten, die mit
der Ausweitung des Anbaus von Energiepflanzen auf Kosten
von Nahrungsmitteln verbunden sind, dürften nicht
unberücksichtigt bleiben, forderte Schindehütte.
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Martin Schindehütte, Leiter
der Hauptabteilung "Ökumene und Auslandsarbeit" des
Kirchenamts der EKD |
Mit Blick auf ein deutsch-brasilianisches Energieabkommen
sagte Bischof Schindehütte, die Bedürfnisse
der Armen in den Entwicklungsländern hätten
für ihn eindeutig Vorrang vor den Mobilitätsinteressen
der Industriestaaten: "Es darf nicht sein, dass
der Treibstoff unserer Autos den Hunger und die Umweltzerstörung
in Brasilien noch verschärft." Zur Bekämpfung
von Armut und Hunger sei die Kirche durch die biblische
Botschaft verpflichtet.
Die deutsch-brasilianische Zusammenarbeit beim Einsatz
von Biosprit wird auch von der lutherischen Kirche Brasiliens
kritisiert. Die Ausweitung der Monokulturen Zuckerrohr
und Mais zur Ethanolerzeugung werde Umweltzerstörung,
Landflucht und wachsende Elendsviertel in den Städten
nach sich ziehen, warnte Walter Altmann, Präsident
der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in
Brasilien.
Das Abkommen anlässlich des Brasilien-Besuchs von
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zielt darauf, die
Zusammenarbeit auf verschiedenen Feldern der erneuerbaren
Energien zu fördern. Klare Kriterien sollten dafür
sorgen, dass biologische Kraftstoffe umweltfreundlich
und fair gewonnen werden. "Ich glaube, dass wir
Bioethanol brauchen, aber die Voraussetzung für
die Akzeptanz ist eine nachhaltige Entwicklung",
sagte Merkel auf der ersten Station ihrer einwöchigen
Lateinamerika-Reise.
Grundsätzlich sei er nicht gegen die Nutzung von
Biomasse zur Energiegewinnung, ergänzte der für Ökumene
und Auslandsarbeit zuständige EKD-Theologe. Erforderlich
sei allerdings eine soziale und ökologische Zertifizierung,
die dem Recht auf Ernährung Vorrang gebe. Die aktuelle
Nahrungsmittelkiste ist Schindehütte zufolge auch
durch die Agrarpolitik der EU mitverursacht. Exportsubventionen
der EU für Agrarerzeugnisse zerstörten die
lokale Nahrungsproduktion und "raubten den Bauern" in
den Entwicklungsländern Einkommensquellen. Stattdessen
sollte die EU mit diesen Geldern die Entwicklung kleinbäuerlicher
Landwirtschaft in den Entwicklungsländern fördern,
empfahl der Bischof.
(Presseamt EKD)
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"Aktion Kirche und Tier"zur Welternährungslage:
Krokodilstränen
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Pastor Dr. Ulrich Seidel, Vorsitzender von
AKUT Deutschland |
(Hamburg) - Die Satten sind betroffen:
Hungerrevolten ob steigender Nahrungsmittelpreise, Biosprit
aus Palmöl, Äthanol aus Zuckerrohr, wo Nahrungsmittel
wachsen könnten… Die aufgebrachten Hungerleider
springen vom Bildschirm in unser Wohnzimmer. Dabei sitzen
sie seit Jahrzehnten unsichtbar an unserem Esstisch und
viele wissen das. Das Problem ist nicht der Biosprit,
denn der beansprucht weltweit 5% der Anbauflächen.
Das Problem ist die „Fleischproduktion“. Über
50% der Weltgetreideernte landet in Tiermägen, dazu
noch 70-75% der Hülsenfrüchte und Ölsaaten,
deren gut verdauliches Eiweiß und Fett Massen von
Menschen ernähren könnte.
Um eine Kalorie Fleisch
zu erzeugen wird die 10fache Menge Pflanzenkost verschleudert.
Das heißt dann „Veredlung“. Unsere
Futtermittelimporte kommen aus den armen Ländern,
denn die hiesigen Böden reichen für unsere
Tiermassen nicht aus. In der Serengeti Ostafrikas leben
1,5 Millionen Huftiere auf 16.000 km², allein
im Landkreis Vechta/Niedersachsen sind es 1,2 Millionen
Rinder, Schafe und Schweine, von den Geflügelmassen,
die nur noch in Tonnen gewogen werden, ganz zu schweigen.
Sie alle brauchen hochwertiges eiweißhaltiges
Mastfutter, denn sie müssen ohne Zeitverzug dem
Schlachthof entgegen wachsen.
Ein Hühnchen muss
in 36 Tagen Schlachtgewicht haben und wird mit jeder
Stunde unverkäuflicher… Das
ist der ruinöse Tanz ums Goldene Kalb, denn die
Flächen der Sojaplantagen befinden sich in der
Dritten Welt. Für sie wird der Regenwald Amazoniens
in atemberaubenden Tempo abgeholzt, Tier- und Pflanzenarten
sterben aus,
eingeborene Völker verschwinden gleich mit, einschließlich
ihrer Kultur. Nicht ohne Grund wurde das 20. Jh. zum
größten Sprachenfriedhof der Menschheitsgeschichte.
Das ist die Elendsspur, die der gigantische Fleischkonsum
der Reichen hinterlässt.
Aus dem täglichen Brot ist das tägliche Fleisch
geworden, das gegen jede gesundheitliche Vernunft im Übermaß verzehrt
wird. „Unser Fleischkonsum ist nicht rational gesteuert“,
so ein Psychologe. Er ist eine Droge wie Zucker und Alkohol,
dazu eine pure und ererbte Gewohnheit.
Ein Blick auf
die Folgen unserer Esslust für den Menschen und
die geschundenen Tiere ist Anlass genug, Konsequenzen
zu bedenken. Ihrer werden sich immer mehr Menschen
bewusst. Schon die Schöpfungsgeschichte stellt
uns Gottes Reich und unblutig gedeckten Tisch vor Augen,
denn unser
Schöpfer weiß, was gut ist (1. Mose 1,29): „Siehe,
ich habe euch gegeben, alles was wächst euch zur
Speise“: Samen und Früchte, Kerne und Nüsse,
Wurzeln und Gemüse, Kohl und Getreide, Schoten
und Sprossen, Lauch und Knollen, Pilze und Obst. Weg
von
der Wurst, ist die Botschaft der Stunde.
Fangen wir
klein an, etwa mit dem Mandeltatar: 100g gehackte Mandeln,
150g Tomatenmark, 1 Zwiebel gewürfelt und gedünstet,
1 EL Instant-Gemüsebrühe, mit Basilikum,
Thymian, Majoran würzen. Alles vermischt ergibt
einen schmackhaften und kräftigen Brotaufstrich.
Guten Appetit, die Richtung stimmt!
(Pastor Dr. Ulrich Seidel, Sächsische Landeskirche
und Vorsitzender der Aktion Kirche und Tier Deutschland)
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 Rat
der EKD veröffentlicht Orientierungshilfe:
Weltentstehung, Evolutionstheorie
und
Schöpfungsglaube in der Schule
Hannover (ekd) - Über Weltentstehung,
Evolutionstheorie und Schöpfungsglauben sowie über
die Behandlung dieser Themen in der Schule wird seit
längerem eine intensive Debatte geführt.
Viele Beiträge zu dieser Debatte gingen davon
aus, „dass entweder die Evolutionstheorie dem
Schöpfungsglauben oder der Schöpfungsglaube
der Evolutionstheorie weichen muss. Das wird jedoch
weder der einen noch der anderen Seite gerecht“,
meint dazu der Vorsitzende des Rates der Evangelischen
Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber,
im Vorwort einer Orientierungshilfe des Rates der EKD,
die am 1. April unter dem Titel „Weltentstehung,
Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube in der
Schule“ veröffentlicht wurde.
Zum Teil werden längst überwunden geglaubte
Vorurteile erneut ins Feld geführt – sei
es gegen die Evolutionstheorie und die Wissenschaftlichkeit
der Biologie oder gegen die Theologie sowie gegen Kirche
und Religionsunterricht. Weder die Angriffe eines neuen
Atheismus auf den biblischen Schöpfungsglauben
noch die im Namen des christlichen Glaubens vorgebrachten
Angriffe auf die Evolutionstheorie treffen jedoch den
Kern der Sache. "Gewiss gibt es Auslegungsformen
des biblischen Schöpfungsglaubens wie der Evolutionstheorie,
die der Kritik bedürfen“, so Bischof Huber
weiter. Eine solche sachgemäße Kritik gehöre
zu den Kennzeichen eines evangelischen Glaubensverständnisses.
Deshalb sei es an der Zeit, dass die Verhältnisbestimmung
von Schöpfungsglauben und wissenschaftlichen Theorien
aus evangelischer Sicht in knapper Form dargelegt werde.
Eine grundsätzliche Klärung sei „von
erheblicher praktischer Bedeutung“, betont der
Ratsvorsitzende. Denn auch in Deutschland werde darüber
diskutiert, ob im Biologieunterricht auch der biblische
Schöpfungsglaube und im Religionsunterricht die
Evolutionstheorie zu behandeln seien. Es liege auf
der Linie der Überlegungen des Rates, das Verhältnis
zwischen beiden Betrachtungsweisen vorzugsweise in
interdisziplinären Unterrichtsprojekten zu klären.
Denn „dann können biologische und theologische
Perspektiven jeweils in ihrer Eigenbedeutung zur Geltung
gebracht werden“.
Der Rat der EKD will mit der neuen Orientierungshilfe
zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen sowie
Impulse für die Bearbeitung wichtiger gesellschaftlicher
Probleme bieten. Dazu gehört die Klärung
des Standpunkts, den Kirche und Theologie heute zumindest
mehrheitlich gegenüber den Fragen von Schöpfung,
Evolution und Evolutionstheorie vertreten. Gleichzeitig
verdeutlicht die Orientierungshilfe, wie die entsprechenden
Themen sachgemäß in der Schule aufgenommen
werden können.
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Nordelbische Bischöfe zur Klimakonferenz
auf Bali:
Forderung nach regionalen Anstregungen
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Offizielles Logo der Konferenz
auf Bali |
Kiel
(nr). Die Bischöfinnen
und der Bischof der Nordelbischen Evangelisch-Lutherische
Kirche haben aus Anlass der heute (Montag) auf Bali
beginnenden Weltklimakonferenz auch an die regionale
Verantwortung zum Klimaschutz appelliert.
"
Unsere Verantwortung vor Gott und die Liebe zum Nächsten
und zur Schöpfung fordern uns auf, die sich heute
noch bietenden Chancen für den Klimaschutz unverzüglich
und entschlossen zu ergreifen“, heißt es
in einer in Kiel veröffentlichten Stellungnahme.
Wenn es dabei auch einer globalen Antwort auf den
Klimawandel bedürfe, um die drohenden Entwicklungen
in Grenzen zu halten, so könne dies nur durch
die Verantwortung auch in der Region geschehen.
"Wir werden uns als Gesellschaft und im privaten
Bereich fragen müssen, wo wir auf den Energieverbrauch
verzichten können“, sagte Bischöfin
Bärbel Wartenberg-Potter und forderte dazu auf,
Energie effizienter zu nutzen.
"Viel konsequenter als bisher müssen wir
auch im privaten Bereich auf erneuerbare Energien umstellen“,
sagte sie und machte zugleich deutlich, dass dem Bischofskollegium
Kernkraft nicht als Alternative gelte.
Zugleich legen die Bischöfinnen und der Bischof
großen Wert darauf, dass auch die Klimapolitik
künftig unter dem Gesichtspunkt der Gerechtigkeit
gestaltet wird, so wie die Entwicklungspolitik in den
kommenden Jahren immer mehr auf Fragen des Klimaschutzes
bezogen sein sollte."
Im Hinblick auf die historischen Ursachen des Klimawandels
setzen wir uns in Gemeinschaft mit unseren ökumenischen
Partnern für eine stärkere Berücksichtigung
des Verursacherprinzips bei den anstehenden Weichenstellungen
ein.“
In der Stellungnahme unterstützt das Bischofskollegium
auch den von Bundeskanzlerin Angela Merkel unterbreiteten
Vorschlag, bis 2050 weltweit zumindest gleiche Pro-Kopf-Emissionsrechte
von etwa zwei Tonnen CO2 verbindlich zu machen.
Er scheine geeignet, bei der Entwicklung eines gerechten
Verfahrens zur Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs
Vertrauen zwischen Industrie-, sowie Entwicklungs-
und Schwellenländern zu fördern.
Das Bischofskollegium der Nordelbischen Kirche bilden
der Vorsitzende der Kirchenleitung und Schleswiger
Bischof Dr. Hans Christian Knuth, die Bischöfin
für den Sprengel Hamburg, Maria Jepsen, sowie
die Bischöfin für den Sprengel Holstein Lübeck,
Bärbel Wartenberg-Potter, die zugleich die Vorsitzende
des Ausschusses für Umwelt und Nachhaltigkeit
der Nordelbischen Kirche ist.
Berichte von Pastor Dr. Thomas Schaack direkt aus
Bali können Sie auf der Seite http://baliklima.blogspot.com lesen.
Weitere Berichte und Filme finden Sie auf der Seite
www.eed.de/klima.
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Wunder
auf dem Lübecker Marktplatz:
Brot und Fisch-Tage bringen Freunde der Ostsee zusammen
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Hunderte
Taschen mit Unterschriften für die Ostsee vor
dem Altar der St.-Marien-Kirche in Lübeck |
(Ratzeburg/Lübeck) - Klima-
und Meeresschutz sind nach den Worten des früheren
Bundesumweltministers Klaus Töpfer (CDU) Hilfen
für eine friedliche Welt. Statt die "Wohlstandsinsel" Europa
zu verteidigen, sei es notwendig, die Ressourcen mit
den Armen zu teilen, sagte der ehemalige UN-Umweltdirektor
am Samstag bei einem ökumenischen Gottesdienst
zu den "Brot und Fisch"-Tagen in Lübeck.
Höhepunkt der Veranstaltung zum Schutz der Ostsee
war eine "Speisung der 5.000" nach biblischem
Vorbild auf dem Lübecker Marktplatz.
Der Mensch habe die Ostsee durch Überfischen
gefährdet, sagte Töpfer. Dazu gehöre
zugleich auch ein "Überessen" der Verbraucher.
Es sei die Frage, wie viel Energie und Konsum der Mensch
wirklich benötige. Ein Europäer produziere
etwa 20 Mal so viel Kohlendioxid wie ein Afrikaner,
so der Umweltpolitiker vor dem Hintergrund zunehmender
Erderwärmung. Töpfer rief zur Bewahrung der
Schöpfung auf. Sie müsse erhalten werden,
weil sie von Gott komme.
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Logo des Bread & Fish-Projektes |
Die zeremonielle "Speisung der 5.000" am
Samstagmittag auf dem Lübecker Markt hatte als
Hintergrund die biblische Geschichte, nach der 5.000
Menschen von fünf Broten und zwei Fischen satt
wurden. Schweigend teilten mehrere hundert Menschen
frisches Brot und kleine Matjeshappen. Außerdem
wurden blaue Taschen beschriftet, die in den Nachbarstaaten
für den Ostseeschutz werben sollen.
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Aktion in einem Rathaus-Fenster
bei der "Speisung der 5.000" |
Der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas
Troge (CDU), hatte zum Auftakt am Freitagabend eine
umweltverträglichere Landwirtschaft zum Schutz
der Ostsee geworben. Zudem müsse der Schadstoffausstoß der
Schiffe drastisch gesenkt werden, sagte Troge. Nach
den Worten von Lübecks Bischöfin Bärbel
Wartenberg-Potter sind neue Wege der Vernunft und des
Lernens notwendig, um die Lebensgrundlage zu erhalten.
Der Bundesvorsitzende der Grünen, Reinhard Bütikofer,
forderte, die Fördermittel für die Landwirtschaft
auf den ökologischen Anbau zu konzentrieren. Sinnvoll
sei auch, den Schiffsverkehr in den Emissionshandel
einzubeziehen. Der Schutz der Ostsee sei eine Aufgabe,
die von der EU stärker wahrgenommen werden müsse.
Weitere "Brot und Fisch"-Tage in anderen
Ostseestädten sollen folgen.
(epd)
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 "Faire" Grabsteine für
kirchliche Friedhöfe :
Neue Friedhofsrichtlinie soll indische Kinderarbeit
eindämmen
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Grabkreuze auf dem Friedhof
Mellenthin, Usedom
Foto:
Thomas Schaack |
(Kiel) - Auf den kirchlichen Friedhöfen in Schleswig-Holstein
und Hamburg sollen künftig nur noch "faire" Grabsteine
ohne indische Kinderarbeit stehen. Dies sieht die neue
Friedhofsrichtlinie der Nordelbischen Kirche vor, die
im August in Kraft getreten ist. Es sei allerdings
nur eine Empfehlung, sagte Corry Platzeck, Juristin
im Nordelbischen Kirchenamt, dem epd. Eine Verpflichtung
sei rechtlich nicht möglich. Die neue Friedhofsrichtlinie
ermöglicht außerdem Waldgräber und
Bestattungen ohne Sarg.
Dies sieht die neue Friedhofsrichtlinie der Nordelbischen
Kirche vor, die im August in Kraft getreten ist. Es
sei allerdings nur eine Empfehlung, sagte Corry Platzeck,
Juristin im Nordelbischen Kirchenamt, dem epd. Eine
Verpflichtung sei rechtlich nicht möglich. Die
neue Friedhofsrichtlinie ermöglicht außerdem
Waldgräber und Bestattungen ohne Sarg.
Rund zwei Drittel aller deutschen Grabsteine stammen
aus indischen Steinbrüchen. Fast 50 Tonnen werden
jedes Jahr exportiert. Obwohl Kinderarbeit in Indien
verboten ist, sind nach Expertenschätzungen ein
Drittel der Arbeiter in den Steinbrüchen jünger
als 14 Jahre. Vor zwei Jahren hatte die Caritas gemeinsam
mit dem Fernsehsender arte Kinderarbeit in indischen
Steinbrüchen dokumentiert.
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Alte Grabsteine auf dem
Friedhof Plön
Foto: Thomas Schaack |
Das Gütesiegel "Xertifix" kennzeichnet
Granitsteine, die nicht durch Kinderarbeit hergestellt
sind. Es arbeitet ähnlich wie "Rugmark" für
Teppiche und hat in Indien Kontrolleure für die
Steinbrüche ausgebildet. Ziel des gemeinnützigen
Vereins Xertifix ist es, dass den indischen Arbeitern
Mindestlöhne gezahlt werden und den Kindern Schulbesuch
und Berufsausbildung ermöglicht wird. Vorsitzender
ist der frühere CDU-Arbeitsminister Norbert Blüm.
Die Mehrkosten für die Grabsteine werden auf drei
Prozent geschätzt.
Rechtlich abgesichert ist mit der neuen Richtlinie
jetzt auch, dass die Gemeinden künftig Waldfriedhöfe
einrichten können, wie sie auch unter den Namen "Ruheforst" oder
Friedwald" bekannt sind. Danach werden die Urnen
am Fuße eines Baumes vergraben. Ein Schild am
Baum oder eine liegende Grabplatte erinnern an die
Verstorbenen. Die Nordelbische Kirche begrüßt
Waldbestattungen, wenn es sich nicht um anonyme Gräber
handelt. Möglich sind sie bereits unter anderem
in Lübeck-Vorwerk, Mölln und Kiel-Eichhof.
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Wiederverwendung von Grabsteinen
auf dem Friedhof Niederkleveez
Foto: Thomas
Schaack |
Mit der neuen Friedhofsrichtlinie sind auch künftig
Bestattungen ohne Sarg möglich, wie es gläubige
Muslime nach ihrem Ritus praktizieren. In Neumünster
beispielsweise wird dies auf einem Gräberfeld
bereits praktiziert.
Nach wie vor will die Kirche, dass ihre Friedhöfe
als ökologische Rückzugsgebiete umweltfreundlich
gestaltet werden. Auf Kunststoffe und umweltgefährdende
Stoffe sollte verzichtet werden.
(Text: Thomas Morell, epd)
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 Greenpeace baut die Arche
neu:
Biblische Arche mahnt – die Zeit
drängt beim Klimaschutz
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Bau der Greenpeace-Arche auf
dem Ararat
Foto: Greenpeace Deutschland |
(Hamburg) – „Nach uns die Sintflut“ – das
darf nicht unsere Strategie für die Zukunft sein.
Die Umweltbeauftragten aus den evangelischen Landeskirchen
Deutschlands begrüßen daher den Bau einer
neuen „Arche Noah“ auf dem Berg Ararat
in der östlichen Türkei durch die Umweltorganisation
Greenpeace. Nach Meinung der Umweltbeauftragten ist
sie ein Mahnmal für die Gefahr, in der wir durch
Menschen verursachten Klimawandel stehen. Jedoch ist
die globale Erderwärmung kein gottgewolltes
Schicksal: wir haben es in der Hand, das Schlimmste
zu verhindern.
Schon vor einigen Wochen haben die evangelischen Umweltbeauftragten
zusammen mit anderen Organisationen in der „Klimaallianz“ darauf
hingewiesen, dass „die Bekämpfung des Klimawandels
der zentrale Prüfstein für eine solidarische
Weltgesellschaft“ ist. Die Greenpeace-Arche bringt
das gut zum Ausdruck: ein sehr bekanntes und verständliches
Symbol, dass den Ernst der Lage anzeigt.
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Materialien für die Arche
werden auf den Ararat getragen
Foto: Greenpeace Deutschland |
Die Geschichte von der Arche Noah erzählt von
einer großen Flut, die Gott über die Menschen
brachte – und von dem Willen Gottes, so etwas
nicht zu wiederholen. „Solange die Erde steht,
soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und
Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht“ verspricht
Gott nach der Sintflut den Menschen. Gott stellt die
Menschen seither unter den Regenbogen als Zeichen des
Friedens.
Umso schlimmer ist es, wenn die Menschen durch
den von ihnen erzeugten Klimawandel die natürlichen
Zusammenhänge dieser Welt durcheinander zu bringen
drohen. Schon 2004 haben Christen aus dem Pazifikraum
angesichts der zunehmenden Überschwemmungen
ihrer Inseln gesagt: „Die gegenwärtigen
Fluten und Stürme sind keine Tat Gottes. Sie
sind das Ergebnis menschlichen Wirtschaftens und
des Handelns der Verbraucher, das die Atmosphäre
verschmutzt und zum Klimawandel führt.“ Die
Klimakatastrophe muss nicht unser Schicksal sein,
wir können unser zerstörerisches Verhalten
aufgeben.
Mit einem leichten Augenzwinkern gibt die Greenpeace-Arche
zudem einen guten Ausblick: am 31. Mai wird das Schiff
in 2.500 m Höhe türkischen Bergsteigern
zur Nutzung als Berghütte übergeben. Der
Stapellauf der Arche fällt hoffentlich auch
in Zukunft aus. Die Welt wird nicht den Bach runter
gehen – wenn wir uns als solidarische Weltgesellschaft
erweisen.
(Presseerklärung AGU - http://www.ekd.de/umwelt/umwelt.html)
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 „Klima-Allianz“ gegründet:
Kirchen, Umweltverbände und Entwicklungsorganisationen
rufen Bundesregierung zum Handeln auf
In einer „Klima-Allianz“ haben sich Vertreter
der evangelischen und katholischen Kirche, Entwicklungsorganisationen
wie der Evangelische Entwicklungsdienst, Brot für
die Welt, die Diakonie Katastrophenhilfe und Misereor,
Umweltverbände wie der BUND, Greenpeace, NABU und
den WWF sowie weitere Organisationen wie der Deutsche
Alpenverein und attac vereint. Insgesamt über 40
Organisationen veröffentlichten am 24. April 2007
einen gemeinsamen Aufruf für eine entschlossenere
Klimapolitik.
Erstmalig in Deutschland tritt damit ein breites Bündnis
an, um gemeinsam den Klimawandel zu stoppen. Weihbischof
Bernd Uhl, Vorsitzender der Arbeitsgruppe für ökologische Fragen der Deutschen Bischofskonferenz,
zum Zweck des Bündnisses: „Der Klimawandel
trifft Mensch und Natur weltweit in einem Ausmaß,
das historisch ohne Beispiel ist. Der Schutz des Klimas
ist deshalb aus ethischer Verantwortung für den
Erhalt der Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen
und zur Bewahrung unserer Schöpfung dringend geboten.“
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(Photo: bmu, Berlin) |
Für die Umweltseite begründet Angelika Zahrnt,
Vorsitzende des BUND, den Zusammenschluss: „Trotz
einhelliger Warnungen der Wissenschaftler wird der Klimaschutz
immer wieder von kurzsichtigen wirtschaftlichen oder
politischen Interessen blockiert. Die Klima-Allianz soll
Anstöße zu einer gesellschaftlichen Bewegung
für mehr Klimaschutz geben. Wir rufen die Bundesregierung
dazu auf, ein neues Klimaschutzprogramm vorzulegen, damit
bis 2020 die klimaschädlichen Emissionen um 40 Prozent
im Vergleich zu 1990 verringert werden.“
Grundlage dafür sei der entschlossene Ausbau erneuerbarer
Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung, anstatt neue
Kohlekraftwerke zu bauen. Im Verkehrsbereich müssten
strenge Verbrauchslimits für Pkw und ein Tempolimit
von 120 km/h auf Autobahnen gelten. Die Trägerorganisationen
der Klima-Allianz forderten die Abschaltung der Atomkraftwerke
und ein Fördergesetz für erneuerbare Energien
im Bereich der Gebäudeheizung.
Josef Sayer, Hauptgeschäftsführer des bischöflichen
Hilfswerks Misereor: "Die Menschen in den Entwicklungsländern
sind vom Klimawandel besonders hart betroffen. Es geht
nicht um die Frage, ob wir im Winter noch weiterhin Ski
fahren können oder ob unsere Sommer zu heiß sind,
sondern um die Bedrohung der Existenzgrundlage ohnehin
schon notleidender Menschen durch Überschwemmungen,
Dürren und Ausbreitungen von Krankheiten. Dafür
sind die Industrieländer die Hauptverantwortlichen.“
Konrad von Bonin, Vorstandsvorsitzender des Evangelischen
Entwicklungsdienstes: „Die Industriestaaten müssen
die Kosten der Anpassung an den Klimawandel in den Entwicklungsländern
mittragen und beim Aufbau einer klimaverträglichen
Energieerzeugung helfen. Dabei geht es nicht um Almosen,
sondern um Gerechtigkeit.“
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(Photo: pixelio.de) |
Die Bundesregierung muss nach Auffassung der Klima-Allianz
zusätzliche Finanzmittel zur Armutsbekämpfung
und für Anpassungsmaßnahmen in Entwicklungsländern
aufbringen. Der Anteil der Entwicklungshilfe am Bruttosozialeinkommen
müsse bis 2015 auf 0,7 Prozent erhöht werden.
Dies sollte durch die Einführung einer Flugticketabgabe
unterstützt werden. Die CO2-Zertifikate beim Emissionshandel
sollten umgehend versteigert werden, nicht erst nach
2012, wie derzeit von der Bundesregierung vorgesehen.
Ihrer internationalen Verantwortung müsse die Bundesregierung
auch beim bevorstehenden G8-Gipfel und bei den Klimaverhandlungen
gerecht werden.
Roland Hipp, Kampagnengeschäftsführer von
Greenpeace: „Die Zeit wird knapp – Politik
und Wirtschaft müssen endlich die Energiewende einleiten.
Bloße Lippenbekenntnisse zum Klimaschutz reichen
nicht aus. Anstatt Grundsteine für Braunkohlekraftwerke
zu legen, muss Bundeskanzlerin Angela Merkel in Deutschland
die Basis für eine zeitgemäße Energieversorgung
ohne Atomkraft und Kohle schaffen. Unsere Klima-Allianz
zeigt, dass es eine große gesellschaftliche Mehrheit
für eine Energiewende gibt. Die Trägerorganisationen
der Klima-Allianz werden mit ihren Mitgliedern und Unterstützern
die Bundesregierung regelmäßig an ihre Verantwortung
erinnern.“
Die Trägerorganisationen der Klima-Allianz laden
auch Unternehmen, Gewerkschaften und weitere Organisationen
dazu ein, sich dem Bündnis anzuschließen.
Auf der Internetseite www.die-klima-allianz.de sind
die Liste der Trägerorganisationen zu finden. Das
Positionspapier der Allianz können Sie auch hier herunterladen.
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Kirchliche Umweltbeauftragte kritisieren
Eckpunktepapier:
Gentechnikgesetz muss größtmöglichen
Schutz für Mensch und Umwelt sichern!
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Maisfeld - sogenanter "bt-Mais"
gehört zu den GVO-Sorten, die in Deutschland
angebaut werden. |
(München) - Die Umweltbeauftragten der evangelischen
Landeskirchen in Deutschland fordern den Bundestag dazu
auf, das vom Bundeskabinett im Februar verabschiedete
Eckpunktepapier zur Novellierung des Gentechnikgesetzes
kritisch zu überdenken.
Die deutsche Bevölkerung verlangt gentechnikfreie
Lebensmittel. Die Umsetzung des Eckpunktepapiers würde
zu einer großflächigen Verunreinigung in der
Landwirtschaft und damit in der Nahrungskette führen,
befürchten die kirchlichen Umweltexperten.
Um eine nachhaltige und gentechnikfreie Landwirtschaft
zu sichern, sollten nach Meinung der Umweltbeauftragten
die folgenden Punkte überarbeitet werden:
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Mindestabstand: Um eine Verunreinigung von Nachbarfeldern
zu vermeiden, ist bei Mais der Mindestabstand zu vergrößern.
In Luxemburg sind 800 Meter vorgesehen, die CSU hatte
300 Meter vorgeschlagen. Der im Eckpunktepapier vorgesehene
Abstand von 150 Metern ist keinesfalls ausreichend. Es
ist vielmehr davon auszugehen, dass es keinen Abstand
gibt, der einen sicheren Schutz vor Verunreinigungen
bieten wird.
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Haftung im Schadensfall: Die EU sieht bei zufälligen
oder technisch nicht vermeidbaren Verunreinigungen von
Lebens- und Futtermitteln einen Grenzwert von 0,9 % vor.
Eine Übertragung dieses Werts auf den Anbau würde
insbesondere die Existenz von biologisch wirtschaftenden
Bauern gefährden. Der Grenzwert muss sich daher
an der Nachweisgrenze orientieren. Aufgrund der starken
Ablehnung von gentechnisch veränderten Pflanzen
in der Bevölkerung kann es nicht angehen, dass die
Regierung Verunreinigungen unter 0,9 % als „nicht
wesentliche Beeinträchtigungen“ einstuft.
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Haftung bei Freisetzungsversuchen: Es ist nicht
hinnehmbar, dass Verunreinigungen durch Pflanzen
in Freisetzungsversuchen,
deren Unbedenklichkeit erst noch geprüft werden
muss, lediglich bei unmittelbaren Nachbarn haftungspflichtig
werden sollen. Freisetzungsversuche sind so sorgfältig
zu planen, dass es zu keiner Kontamination kommen kann.
Verunreinigungen der Nahrungskette (z.B. nicht zugelassener
Reis aus USA) darf es nicht geben. Die Absicht der Regierung,
Entschädigungen für Schäden aus Forschungsfreisetzungen
aus Steuermitteln zu zahlen, wird abgelehnt.
-
Transparenz über Freisetzung und Anbau:
Die Information darüber, wo gentechnisch veränderte
Pflanzen freigesetzt oder angebaut werden, muss flurstückgenau
erhalten bleiben. Es ist nicht akzeptabel, dass der vorgesehene
Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen lediglich
unmittelbaren Nachbarn mitgeteilt werden soll. Eine Auskreuzung
kann unter ungünstigen Bedingungen in einem weiten
Umkreis erfolgen. Auch Imker sind auf diese Information
angewiesen. Das Anbauregister muss für alle Bürger
zugänglich sein.
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Kosten für Nachweistests:
Die Prüfung einer Charge auf Spuren von gentechnisch
veränderten Pflanzen verursacht Kosten, die zumindest
für die unmittelbar benachbarten Landwirte und Imker
von denjenigen Landwirten übernommen werden sollten,
die gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen und
damit die Verursacher des Testbedarfs darstellen. Durch
die Einführung gentechnisch veränderter Pflanzen
wird ein kostspieliger Testaufwand erforderlich, der
zu einer Erhöhung der Produktionskosten bei den
gentechnikfreien Produkten führen würde.
Die kirchlichen Umweltbeauftragten fordern die Abgeordneten
des Bundestages auf, die breite Ablehnung von gentechnisch
veränderten Pflanzen in der Bevölkerung zu
respektieren und den Schutz durch das Gentechnikgesetz
nicht zu beschneiden. Sie mahnen weiterhin an, nicht
zwischen Energiemais und Futtermais zu differenzieren.
Die Risiken für die Umwelt durch gentechnisch veränderte
Pflanzen treten auch beim Anbau von Energiepflanzen auf.
Außerdem können die Produktionsrückstände
an Tiere verfüttert werden, so dass auch Energiemais
in die Nahrungskette gelangt.
Die kirchlichen Umweltbeauftragten setzten sich anlässlich
ihrer Frühjahrstagung vom 26. - 28. März 2007
in München mit Fragen der Gentechnik in Landwirtschaft
und Ernährung auseinander. Fast alle evangelische
Landeskirchen sehen den Anbau von gentechnisch veränderten
Pflanzen auf dem kircheneigenen Pachtland kritisch: Es
wurden Verbote, Empfehlungen des Verzichts und Moratorien
ausgesprochen. Eine Übersicht über
die Beschlusslage findet Sier hier.
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Keine Grüne Gentechnik auf kirchlichem Land:
Anbau-Moratorium bis Ende 2011
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Einstweilen soll auf kirchlichem
Land ausschließlich konventionell gezüchtetes Saatgut
angebaut werden. |
(Kiel) - Auf Kirchen eigenem Ackerland wird es in den
nächsten fünf Jahren keinen Anbau von gentechnisch
verändertem Saat- und Pflanzengut geben. Dieses Moratorium
hat die Kirchenleitung der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen
Kirche jetzt beschlossen.
„Wir halten die Folgen beim Anbau für nicht
hinreichend abschätzbar“, sagte der Sprecher
der Kirchenleitung, Norbert Radzanowski, gestern (Dienstag)
in Kiel. Um nach Ablauf des Moratoriums in der Frage
der Gentechnik erneut zu entscheiden, halte das Gremium
eine sorgfältige Debatte sowohl mit gesellschaftlichen
Gruppen als auch kircheninternen Gruppen für erforderlich. „Dazu
gehören unter anderem eine ökologische Beurteilung,
agronomische Aspekte sowie Fragen des ökonomischen
Sinns des Einsatzes gentechnisch veränderter Organismen“,
sagte Radzanowski. Im Rahmen der gesamtgesellschaftlich
geführten, kontroversen Diskussion werde die Kirche öffentliche
Foren veranstalten.
Den Kirchenvorständen empfiehlt die Kirchenleitung,
beim Abschluss neuer Landpachtverträge als Sondervereinbarungen
festzuschreiben, dass bis zum Ende des Jahres 2011 keine
gentechnisch veränderten Organismen in Form von
Saat- und Pflanzgut auf den Pachtflächen ausgesät
beziehungsweise angepflanzt werden dürfen. Diese
Regelung kann durch den Verpächter verlängert
werden.
(Pressestelle NEK)
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