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» Aktuelles
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Personalie:
Nordelbiens Umweltpastor in EKD-Umweltvorstand gewählt
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Pastor Dr. Thomas Schaack,
Umweltbeauftragter der Nordelbischen Kirche
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(Kiel) - Thomas Schaack,
nordelbischer Umweltpastor, ist in den Vorstand der Arbeitsgemeinschaft
der Umweltbeauftragten in der Evangelischen Kirche in
Deutschland gewählt worden.
Im dreiköpfigen Vorstand hat Schaack die Sprecherfunktion übernommen,
teilte die Organisation am Donnerstag mit. Der 42-jährige
Theologe ist seit 2001 Umweltbeauftragter der Nordelbischen
Kirche mit Dienstsitz in Breklum (Kreis Nordfriesland).
Die Arbeitsgemeinschaft hat auf ihrer jüngsten
Tagung in München unter anderen den Schwerpunkt
Klimaveränderung beraten. Nach Ansicht von Schaack
muss aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen
der Energieverbrauch kirchlicher Immobilien noch stärker
als bisher gesenkt werden. Dies sei eine Zukunftsaufgabe.
In der Nordelbischen Kirche in Schleswig-Holstein und
Hamburg gibt es rund 800 Kirchen und Kapellen, 700 Gemeindehäuser
sowie über 1.000 Pastorate.
(Pressemeldung epd Nord)
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Grundlage geschaffen:
Land
und Nordelbische Kirche unterzeichnen Gemeinsame Erklärung über
die Zusammenarbeit in der Umweltschutz- und Entwicklungspolitik
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Die Lübecker Bischöfin Bärbel
Wartenberg-Potter
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(Kiel) - Landwirtschaftsminister Dr. Christian von
Boetticher und Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter
haben eine Gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit
zwischen der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche
und dem Land Schleswig-Holstein in Umweltfragen und Angelegenheiten
der nachhaltigen Entwicklung unterzeichnet. Die Gemeinsame
Erklärung soll die entwicklungspolitischen Aktivitäten
in Schleswig-Holstein fördern und zugleich für
eine Koordinierung bei der Umsetzung bedeutender Projekte
sorgen. Die Unterzeichnung fand heute (Montag) in Kiel
im Nordelbischen Kirchenamt in Kiel statt.
Die Bischöfin für den Sprengel Holstein-Lübeck,
Bärbel Wartenberg-Potter, sagte dabei: „Ich
finde es besonders wichtig, dass diese gemeinsame Erklärung
uns festlegt, den regelmäßigen Dialog, die
enge Abstimmung und die Zusammenarbeit in diesen wichtigen
Lebens- und Umweltfragen auch in der Zukunft zu führen“.
Das bisherige Miteinander sei für Kirche und Land
eine Erfolgsgeschichte, auf die beide Partner stolz sein
können.
Minister Dr. Christian von Boetticher gab seiner Freude
darüber Ausdruck, dass die langjährige enge
Kooperation mit der gemeinsamen Erklärung auf eine
feste Basis gestellt wird. „Die Nordelbische Kirche
und das Land wollen sich in so wichtigen Fragen wie Klimaschutz
und Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern
eng abstimmen, um den wachsenden Herausforderungen gerecht
zu werden.“
In zwölf Arbeitsfeldern findet bereits jetzt eine
Zusammenarbeit statt, wie zum Beispiel beim „Freiwilligen Ökologischen
Jahr (FÖJ), bei dem Klimaschutzfonds zur Bewahrung
der Schöpfung, der Informationsstelle Klimagerechtigkeit
und der Kindermeilenkampagne, bei der Kinder sich für
den Klimaschutz engagieren. Ein weiteres Beispiel ist
das Projekt „bread and fish“ im Ostseeraum,
das die Zielen des Schutzes der Meeresumwelt und die
Unterstützung nachhaltiger Landwirtschaft und Fischerei
dort verfolgt. Gute Erfahrungen gibt es zudem in der
Zusammenarbeit zwischen „Brot für die Welt“ (Diakonisches
Werk) und dem Land Schleswig-Holstein, wie Bischöfin
Wartenberg-Potter und Minister von Boetticher betonten.
(Pressemeldung Nordelbische Kirche)
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Heisse Luft und nasse Füsse:
Klimaschutz - eine Aufgabe für Politik, Zivilgesellschaft
und Kirchen
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Neue Energiequellen braucht
die Welt - nicht nur ein Versorgungs-, sondern
auch eine Gerechtigkeitsproblem.
(Photo: bmu)
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(Hamburg) - Heiße Luft und nasse Füße:
Damit dies nicht zur ständigen Wetteraussicht
der Hansestadt wird, muss ein konsequenter Wandel in
der Klima- und
Energiepolitik durchgehalten werden. Das forderten
am 6. Februar die Infostelle Klimagerechtigkeit und
Hamburger Umwelt-Initiativen. Bei einem offenen Informationsaustausch
im Nordelbischen Missionszentrum war Konsens: "Es
wird Zeit, dass Politik und Zivilgesellschaft handeln,
damit wir zumindest die Folgen des Klimawandels verhindern
können, die noch vermeidbar sind."
Klaus Milke, Vorstandvorsitzender von Germanwatch,
hob hervor, dass die NGOs "den Willen zur Zusammenarbeit
auf lokaler und auf Bundes-Ebene haben. Dass sich die
Kirchen stark bei diesem Thema engagieren, finden wir
unerhört wichtig. Schließlich geht es um
die Schöpfung und auch um grundlegende ethische
Fragen."
Milke stellte den Klima-Risiko-Index von Germanwatch
vor. Er weist eindeutig aus, dass Entwicklungsländer
am stärksten unter den Folgen des Klimawandels
leiden. "Wetterextreme wie Dürren oder Überschwemmungen
verursachen enorme Schäden. Wer wenig besitzt,
kann kaum Schutzmaßnahmen treffen. Menschen sind
besonders verwundbar, sie verlieren dabei oft ihre
Existenzgrundlage", so Milke. Es gehe nicht nur
um den Klimawandel, sondern auch um Gerechtigkeit.
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Ausschnitt aus einem Plakat der
Bundesumweltministeriums/Berlin
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Aber auch Industrieländer seien immer wieder
stark von Extremwetterereignissen betroffen. 2004 traf
es die USA, auch in Deutschland kennen die Menschen
mittlerweile die Auswirkungen des Klimawandels.
Christian Backes, Referent beim BUND in Hamburg, kritisierte
die neue Klimaschutzpolitik der Stadt Hamburg: "Sie
reicht bei weitem nicht aus, um ernsthafte Emissionseinsparungen
zu erzielen." Seit 1990 seien die CO2 Emissionen
in Hamburg um 13% gestiegen", so Backes.
Die Hamburger Initiativen Germanwatch, BUND und Eine
Welt Netzwerk mahnten, dass die Bundesregierung sich
nicht auf ihren bisherigen Bemühungen ausruhen
dürfe. Backes: "Insbesondere im Bereich des
Gebäude- und Verkehrssektors müssen wir mehr
Energie einsparen." Dies fordern Hamburger Umwelt-
und Entwicklungsinitiativen und die Infostelle Klimagerechtigkeit
in einem gemeinsamen Papier.
Eine verstärkte Klimaschutzpolitik auf lokaler
und nationaler Ebene reiche jedoch nicht aus. "Auch
die Zivilgesellschaft muss Verantwortung übernehmen.
Es gilt in Zukunft gerade in den reichen Staaten des
Nordens andere Lebensstile zu entdecken. Vor Gott hat
die gesamte Schöpfung ein Lebensrecht", so
Pastor Dr. Thomas Schaack, Umweltbeauftragter der Nordelbischen
Kirche.
Um Zivilgesellschaft und Hamburger Senat zu erreichen,
werden die Hamburger Initiativen aus der Umwelt, Entwicklungs-
und kirchlichen Arbeit verstärkt zusammen arbeiten,
so der Konsens am Ende des Abends.
Weitere Infos zur Infostelle Klimagerechtigkeit finden
Sie hier und unter www.klimagerechtigkeit.de.
Ein Beschlusstext zum Thema, der anlässlich des G8-Gipfels
in Heiligendamm im Juni 2007 an die Bundesregierung
geschickt werden soll, kann
hier runtergeladen werden (Stand 6.2.2007).
(Pressemitteilung nmz Hamburg)
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Kirchliche Vertreter kritisieren Vattenfall-Debatte:
Keine Laufzeitverlängerung für AKW Brunsbüttel
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"Endlager Nord" in Greifswald:
Strahlende Reste des AKW Greifswald
(Foto: BMU)
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(Rendsburg) - Auf ihrer letzten Tagung
haben die Umweltbeauftragten aus den Kirchenkreisen
der nordelbischen Kirche ihre deutliche Kritik an der
vom schwedischen Stromkonzern Vattenfall diskutierten
Laufzeitverlängerung des Atomkraftwerks Brunsbüttel
geäußert. Sie wiesen hin auf die nordelbische
Synode, die schon 1989 in einem Beschluss geäußert
habe, dass eine „gesamtgesellschaftliche Akzeptanz“ der
Atomkraftnutzung „in einem demokratischen Gemeinwesen
nicht erreichbar“ sei. Auch die nach wie vor
ungelöste Endlagerfrage in Deutschland, so die
Synode damals, stelle „uns vor gewaltige technische,
finanzielle und sicherheitspolitische Probleme“.
Hintergrund der aktuellen Erklärung sind Überlegungen
des Energiekonzerns Vattenfall, im kommenden Jahr eine
Laufzeitverlängerung für das AKW Brunsbüttel
zu beantragen. Nach dem „Atomkonsens“,
der in Deutschland die Laufzeit der Atommeiler regelt,
wäre sonst Mitte 2009 nach 33 Jahren Betriebsdauer
Schluss in Brunsbüttel. Die Kirchenvertreter wiesen
auf die vielen Pannen der Anlage hin; vor allem die
erst in diesem Jahr aufgekommenen Zweifel an der Sicherheit
der Notstromversorgung der Anlage machten deutlich,
dass das Kraftwerk, das eines der ältesten Deutschlands
ist, endlich vom Netz müsse.
Den Kirchenvertretern bereite auch Sorge, dass die
Sicherheit des Reaktors gegen Terrorangriffe ungenügend
sei. Die Unterscheidung zwischen der so genannten „friedlichen“ und „militärischen“ Nutzung
der Atomenergie habe sich angesichts der Ereignisse
im Iran einmal mehr als eine Farce herausgestellt:
Atomkraft habe Bedrohungen in die Welt gebracht, die
die Menschheit zunehmend schwerer bändigen könne.
Angesichts dessen appellierten die Kirchenkreisvertreter
an Wirtschaft und Politik, noch viel mehr auf alternative
Energieträger zu setzen. Biogasanlagen und Windmühlen,
könne man in kurzer Zeit rückstandslos beseitigen
und die Reste wiederverwerten – der Abfall der
Atomkraftwerke müsse noch mehrere hunderttausend
Jahre sicher aufbewahrt werden. Auch an die eigenen
Gemeinden wenden sich die Umweltengagierten: der Bezug
von „Grünem Strom“ durch die Kirchengemeinden
und die einzelnen Christen sei ein gutes Mittel, den
Produzenten zu zeigen, dass man einen entschlossenen
Umbau der Energiewirtschaft wolle. Die Zukunft liege
in einer Energieversorgung ohne Atomkraft und fossile
Brennstoffe.
(ts)
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Papier, das nicht von Pappe ist:
Recycling-Papier ist besser als sein Ruf
(Berlin) - Die "Initiative pro
Recycling-Papier" bietet auf ihrer Homepage www.papiernetz.de eine
gründliche Übersicht über den Einsatz
von Recycling-Papier und die ökologischen Vorteile
dieser Papiere.
Ein Deutscher verbraucht im Jahr ca. 236 kg Papier
- das ist das Papier eines Harry-Potter Bandes am Tag!
Deutschland liegt mit seinem Papier-verbrauch damit an
der Weltspitze. Das bedeutet aber auch eine besondere
Verantwortung, denn vor allem der Energie und Wasserverbrauch
für Papier ist erheblich. Recycling-Papier kann diese Ressourcen
deutlich schonen.
Alte Vorurteile gegenüber Recycling-Papieren sind längst
überholt: europäische und DIN-Normen garantieren, dass
Recycling-Papiere wie alle andere hochwertigen Papiere
allen technischen Anforderungen entsprechen, eine bestimmte
Festigkeit haben, nicht anfällig sind für Papierstaus und
auch langzeitbeständig und damit fürs Archiv geeignet
sind. Gerade im kirchlichen Bereich sind immer wieder
Vorbehalte für die Nutzung im Archiv geäußert worden, die
aber nicht stimmen. Wer übrigens Papier mit dem Blauen
Engel kauft, kann sich sicher sein, dass diese Normen eingehalten
werden.
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Auch das Produktangebot ist mittlerweile sehr groß
geworden: es gibt verschiedene Weißegrade und Oberflächenqualitäten
mit teilweise sehr ansprechenden Eigenschaften und einem
sehr angenehmen Ausssehen. Gut sortierte Versandhäuser
wie z.B. der Memo-Versand (www.memo.de),
bieten auch Probesammlungen
von Papieren, aus denen man sein Lieblings-Papier aussuchen
kann. Auch Spezialpapiere und farbiges Papier sind selbstverständlich
im Angebot.
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Kirchliche Umweltbeauftragte zur Atomkraftdebatte:
Zum 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl
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Symbol der Anti-AKW-Bewegung
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Die Arbeitsgemeinschaft
der Umweltbeauftragten in der EKD (AGU) erinnert zum
20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl
an die zehntausenden Toten, die unmittelbar oder an
den Spätfolgen des Unfalls gestorben sind.
Tausende sind durch radioaktive Verstrahlung chronisch
erkrankt, andere mit Behinderungen geboren worden.
Auf unabsehbare Zeit sind Böden und Gewässer
verseucht und Menschen vertrieben worden.
Auch Deutschland wurde durch radioaktiven Niederschlag
belastet.
Der Unfall hat sichtbar gemacht, was sich hinter dem
Begriff des „Restrisikos“ verbirgt, welches
Ausmaß an menschlichem Leid und Umweltzerstörung
durch diese Technik ausgelöst werden kann.
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Radioaktive Bauabfälle
im ehemaligen AKW Greifswald
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Wir fordern Politik und Energiewirtschaft auf, unverzüglich
aus der Kernenergienutzung auszusteigen. Zumindest
dürfen die schon zu langen Restlaufzeiten deutscher
Kernkraftwerke nicht weiter verlängert werden.
Bereits dieser „Normalbetrieb“ birgt ein
hohes Unfallrisiko und auch der Uranabbau führte
und führt zu gravierenden Gesundheitsschäden
und Umweltzerstörungen.
Bis heute steht weltweit kein Endlager für hochradioaktive
Abfälle zur Verfügung. Wir fordern die Bundesregierung auf, mit der Suche
eines Endlagerstandortes nach dem vom Arbeitskreis
Endlager entwickelten Verfahren ohne weitere Verzögerung
zu beginnen.
Kernenergie kann keinen wichtigen Beitrag zur globalen
Energieversorgung und Klimaschutz leisten, weil der
Einstieg in die Plutoniumwirtschaft zu einem unabsehbaren
Sicherheitsrisiko würde.
Klimaschutz lässt sich nur durch eine forcierte
Strategie von Energieeinsparung, effizienter Energieverwendung
und -erzeugung und der Nutzung regenerativer Energien
erreichen.
Wir erinnern an die zahlreichen Beschlüsse von
Landessynoden und der Evangelischen Kirche in Deutschland
zum Atomausstieg. Die nicht mit Sicherheit beherrschbaren
Gefahren und Sicherheitsrisiken der Kernenergiegewinnung
haben die Kirchen zur Einsicht geführt, dass diese
Art der Energiegewinnung nicht mit dem biblischen Auftrag,
die Erde zu bebauen und zu bewahren, nicht zu vereinbaren
ist: Tschernobyl darf sich niemals wiederholen.
Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in der EKD
(AGU)
Der Beauftragte des Rates der EKD für Umweltfragen
am 20. März 2006.
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„Der Zehnte“ – Scheck
aus Nordelbien an Minister Christian von Boetticher
Nordelbische Kirche macht sich auf der "New energy"
für den Klimaschutz
stark
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Pröpstin Baumgarten überreicht
den Scheck an den Minister |
(Husum) - Der Kirchenkreis Stormarn
zahlt 1.000,- € an den Umweltminister, der wundert
sich, dass er auch mal Geld bekommt, und nicht nur
ausgeben muss - und gibt das Geld sogleich weiter.
Ein Unternehmer gibt dann gleich noch 1.000,- € dazu.
Seltsame Geschäfte auf einer Messe, die aber einen
ganz einfachen Hintergrund haben ...
Denn das Land und die Nordelbische Kirche haben vor
Jahren eine umfangreiche Verbesserung der Haustechnik
am "Haus am
Schüberg" (Ammersbek) finanziert. Damals
war der Wunsch laut geworden, dass "der Zehnte" der
so eingesparten Energiekosten an das Land Schleswig-Holstein
zurückgegeben werden soll, um in neue Projekte gesteckt
zu werden.
500,- € pro Jahr wird der Kirchenkreis daher für
nun 5 Jahre an das Land zurückzahlen. Aus der Hand
von Pröpstin
Margit Baumgarten erhielt Umweltminister Dr. von
Boetticher am 24. März auf der Husumer Messe "New
energy"
einen ersten Scheck für die Jahre 2004/05 in Höhe
von 1.000,-
€ überreicht.
Dankbar
nahm
der Minister das
Geld an und freute sich über einen Termin, an dem
er einmal nicht der Geldbringer ist. Das Geld allerdings
wird er nicht behalten: ein Projekt zur Förderung
von kleinen Wasserkraftwerken für Familien auf den
Philippinen wird mit diesem Geld unterstützt werden.
"Eine Investition in die nachhaltige Entwicklung
unserer Welt", so der Minister. Gegen Ende der Veranstaltung
überraschte der Handewitter Solarunternehmer Kai
Lippert von der Firma EWS das Publikum mit der Nachricht,
er
werde das Projekt auf
den Philippinen
mit weiteren 1.000,- € unterstützen.
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Interview mit Thomas Schaack:
Bericht von einer Solaranlage in Kiel
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Bei der Veranstaltung auf der Messe, die Norbert Radzanowski,
Pressesprecher der Nordelbischen Kirche, moderierte,
wurde auch von einer Kieler Gemeinde berichtet,
die mit Anteilsscheinen eine Solaranalage finanziert
hatte. Ohne Problem gelang es dort, 169 Anteile á 250,-
€ in der Gemeinden zu verkaufen.
Schließlich haben der Bundesverband Solarindustrie,
die Nordelbische Kirche und die Landesregierung den Startschuss
für eine "Imagekampage Sonnenenergie" gegeben.
In den kommenden Monaten wollen sie gemeinsam in der Öffentlichkeit
für Solarenergie werben und den Menschen sagen,
dass es sich lohnt, die unerschöpfliche Energie
der Sonne auch zukünftig vermehrt für unsere
Energieversorgung zu nutzen.
(ts)
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Genmaisversuchsanbau in Schleswig-Holstein:
Podiumsdiskussion in Silberstedt
(Silberstedt) - Keine leichte Aufgabe
für Dr. Zander von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein:
ca. 200 Teilnehmer mit überwiegend gentechnikkritischer
Haltung fragten ihn am 27. März in Silberstedt, warum
seine Institution auf kleinen Versuchsflächen gentechnisch
veränderten Mais der Firma Monsanto anbaue. Eine Pflanze
zudem, die gegen den Maiszünsler resitent sein soll,
einen Schädling, der in Schleswig-Holstein bislang
nicht vorkomme.
In einer sehr engagiert geführten Podiumsdiskussion,
die Dr. Thomas Schaack von der Nordelbischen Kirche
moderierte, äußerten sich Experten aus verschiedenen
Bereichen und von Interessensverbänden zu der Sache.
Im Mittelpunkt des Interesses standen die Möglichkeiten
der sogenannten "Koexistenz", der Möglichkeit des gemeinsamen
Anbaus von konventionellen und gentechnisch veränderten
Pflanzen. Insbesondere der ökologische Landbau sieht
sich hier bedroht, weil er gesetzlich zu einem Gentechnik-freien
Anbau verpflichtet ist. Viele der Anwesenden plädierten
für einen völligen Verzicht des Anbaus gentechnisch
veränderter Kulturen in Deutschland. Schließlich würde
ein kontaminationsfreies Deutschland sichere
Gentechnik-freie Produkte anbieten können. Angesichts
nicht ausreichender Forschnung würde man sich hier
auf eine Technologie einlassen, deren Folgen man redlicherweise
gar nicht abschätzen könne.
Übereinstimmend erklärten die Vertreter der Landwirtschaftskammer
und des Bauernverbandes allerdings, dass sie derzeit
vom kommerziellen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen
abraten würden: vor allem die derzeitg regide Haftungsregelung
würde etwas anderes für Landwirte nicht zulassen. Erst
wenn das Risiko nicht allein vom Bauern getragen werden
müsse und sich eine gute wirtschaftliche Perspektive
für den Anbau abzeichne, werde man diese Haltung ändern
können.
Dass die Versuche der Landwirtschaftskammer auch
einmal kritische Positionen zur gentechnisch veränderten
Pflanzen verlangten, konnte Dr. Zander ebenfalls berichten.
Eine schon vor Jahren getestete Kultur, die eine Herbizidtoleranz
hatte, brachte im Anbau keine Vorteile. Die Kammer
würde daher vom Anbau dieser Saat abraten. Die Versuche
in diesem Jahr, so Zander, würden ganz sicher keine
Auskreuzungen verursachen, da die Kammer die männlichen
Blüten vor dem Pollenflug abschneiden werde, um eine
mögliche Verbreitung der Pflanze über den Feldrand
hinaus zu unterbinden.
(ts)
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Getreideverbrennung zur Energiegewinnung:
Stellungnahme des Agrarbeauftragten der EKD
(Hannover) - Zur Verbrennung von Getreide zur
Energiegewinnung hat sich der Beauftragte des Rates
der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für agrarsoziale
Fragen, Clemens Dirscherl, geäußert. Angesichts niedriger
Getreidepreise gewinne für die Landwirtschaft die Getreideverbrennung
zunehmend an finanzieller Attraktivität. Zudem ließen
die Begrenztheit der fossilen Energieträger sowie deren
klimaschädigenden Emissionen Getreide als Energieressource
stärker in den Blickpunkt rücken, so Dirscherl in seiner
Stellungnahme. Gleichzeitig stoße die Getreideverbrennung
in der öffentlichen Meinung jedoch auf erhebliche emotionale
Vorbehalte. Deswegen sei eine differenzierte ethische
Abwägung erforderlich.
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Dirscherl listet dazu die unterschiedlichen Argumente
aus ökonomischer, ökologischer, technologischer, agrar-
und entwicklungspolitischer Sicht auf. Einen besonderen
Stellenwert nimmt dabei die ethisch-moralische Begründung
aus christlicher Perspektive ein. Einerseits werde Getreide
unter anderem auch über die Bitte um das täglich Brot
im Vater unser eine erhebliche kultursymbolische Bedeutung
beigemessen, andererseits ermögliche der göttliche Schöpfungsauftrag
dem Menschen, in christlicher Freiheit vorhandene Ressourcen
- auch Getreide - kreativ zu nutzen, um in nachhaltiger
Verantwortung auch den künftigen Generationen gerecht
zu werden.
Zusammenfassend plädiert Dirscherl dafür, dass die
energetische Nutzung von Getreide sich daran orientieren
solle, einfache wirtschaftliche Renditeerwartungen mit
ausschließlicher technizistischer Orientierung zu vermeiden
(Vorsicht walten zu lassen), das Leitbild ökonomischer,
ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit zu berücksichtigen
(Weitsicht walten zu lassen) und die erheblichen emotionalen
Vorbehalte, die es gegenüber der Getreideverbrennung
gibt, politisch zu akzeptieren (Nachsicht walten zu
lassen).
(Hannover Oktober 2006)
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Neues Heft zum Thema Obst
Die süßen Früchte mit der langen Geschichte
(Altenkirchen) - Landpfarrer haben sich in
vergangenen Jahrhunderten - neben und nach den Klöstern
- große Verdienste um die Pomologie, also die Obstbaumkunde
erworben, wie die Herbstausgabe der Zeitschrift "Kirche
im ländlichen Raum" belegt. Sie haben beeindruckende
Gärten angelegt. Auch sie "kopieren Gottes allererste
Tat für den Menschen", stellt die evangelische Bischöfin
von Hamburg, Maria Jepsen, fest. Landpfarrer betätigten
sich sowohl als Züchter, Beschreiber, Vermehrer und
Bewahrer von Apfelsorten. Unter ihnen brachte es Pfarrer
Agricola auf den dokumentierten Rekord von 329(!) verschiedenen
Apfelsorten auf einem einzigen Stamm.
Nicht nur diese Aspekte und Sachverhalte beschreibt
das Themenheft 3/2005 zum Schwerpunktthema "Obst - Früchte
des Landes" der Zeitschrift "Kirche im ländlichen Raum".
Es zeichnet in unterschiedlichen Beiträgen den Weg des
Apfels nach - von den ersten Anfängen in Asien (Ulan
Bator = "Apfelstadt") vor 70.000 Jahren über das Mittelmeer
der Antike und der Zeit Jesu bis in die Gegenwart. Auch
wenn pro Kopf und Jahr bei uns heute etwa 210 Äpfel
pro Kopf verzehrt werden: Dass die etwa 30.000 Obstbaubetriebe
in Deutschland kein leichtes Einkommen mit der biblischen
Frucht der Liebe und der Verführung haben, beleuchten
Zahlen und Fakten, mit denen diese 60-seitige evangelische
Publikation für das Engagement im ländlichen Raum aufwartet.
Die Schrift, herausgegeben im Auftrag des kirchlichen
Dienstes auf dem Lande in der Evangelischen Kirche in
Deutschland (ADL), soll, so der Redakteur Pfarrer Werner-Christian
Jung, als Einladung gegen das Verschwinden und Vergessen
des heimischen Obstes aus Küche und Landschaft wirken.
Dementsprechend enthält es auch Anregungen für die Gemeinde-
und Bildungsarbeit, darunter auch eine Apfelpredigt.
Verschiedene Beiträge gewähren auch Einblicke in die
Obstzüchtung heute: Sie ist zu einer Aufgabe staatlich
geförderter Obstzüchtung mit angegliederten Genbanken
geworden, zu wahren genetischen Schatzkammern
für die Zukunft. Dass dabei viel Mühe und biotechnischer
Sachverstand aufzuwenden ist, mag schon an der Selektionsrate
von 1:10.000 deutlich werden: Es sind also 10.000 Sämlinge
notwendig, um eine neue Sorte zu finden. Nach wie vor
sind für solche Züchtungen die Potentiale und Eigenschaften
der Obst-Wildarten von großer Bedeutung, wie die Leiterin
des Instituts für Obstzüchtung Dresden-Pillnitz, Viola
Hanke, sowie ihr Vorgänger im Amt, Manfred Fischer in
ihren Beiträgen betonen.
Hinweise auf die, die unser Obst pflücken und auf
Apfelliteratur, ein Kommentar sowie eine Meditation
und ein Meditationsbild runden das Heft ab. Obst
- Früchte des Landes" (Kirche im ländlichen Raum 3/2005)
kann zum Einzelpreis von 4,50 € zzgl. Porto bestellt
werden bei: Kirche im ländlichen Raum" c/o Evangelische
Landjugendakademie Dieperzbergweg 13-17 57610 Altenkirchen
Tel.: 02681/951618 / E-Mail: koch@lja.de
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Verantwortung für tausende von Generationen
Strahlen im Opalinus-Ton
(Iserlohn) - Auf ihrer Herbsttagung haben die
Umweltbeauftragten der evangelischen Landeskirchen Deutschlands
deutlich Position bezogen gegen die Art, wie die Schweizer
Regierung versucht, ein Atommüllendlager im österreichisch-schweizerisch-deutschen
Grenzgebiet einzurichten. Sowohl in Deutschland als
auch in Österreich erhebt sich zur Zeit erheblicher
Widerstand gegen dieses Vorgehen, das sowohl politisch-demokratisch
wie auch wissenschaftlich vielen als höchst zweifelhaft
erscheint.
Wir dokumentieren im Folgenden die Erklärung.
Ein Thema, dass vielleicht Nordeutsche etwas Kühler
lassen kann, aber auch wir haben hier eine Verantwortung.
In Stade, Brunsbüttel, Krümmel und Brokdorf
laufen auch in unserem Bereich AKWs, die Abfälle
gefährlichster Art produzieren. Ein Tipp: durch
Bezug "Grünen Stroms" hat jede(r) die
Möglichkeit, ein Zeichen gegen die Atomkraft in
Deutschand zu setzen und alternative Energien den Vorzug
zu geben.
"Kirchliche Umweltexperten kritisieren Pläne
zur Errichtung eines Endlagers für hochradioaktive Abfälle
Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten
in der EKD (AGU) zu einem Endlager für hochradioaktive
Abfälle
Die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der
Gliedkirchen der EKD (AGU), an der auch Umweltbeauftragte
aus Österreich und der Schweiz teilnehmen, behandelte
in ihrer Sitzung vom 10. - 12. Oktober 2005 in Iserlohn
auch Fragen der sicheren Endlagerung hochradioaktiver
Abfallstoffe. In diesem Zusammenhang wurde bekannt,
dass die Schweiz die Errichtung eines Endlagers im Grenzgebiet
zu Deutschland und Österreich weit vorangetrieben hat.
Den Berichten in verschiedenen Medien zufolge, steht
nämlich die Entscheidung der Schweiz über ein Endlager
für hochradioaktive Abfallstoffe im Opalinus-Ton kurz
bevor. An derartige Lagerstätten werden aus Gründen
einer entsprechenden Sicherheit für sehr lange Zeiträume
(eine Million Jahre) vor allem auch bestimmte Anforderungen
an die geowissenschaftlichen und geotechnischen Eigenschaften
des Trägergesteins gestellt. Alle weltweiten Bemühungen,
Orte für sichere Endlager zu finden bzw. zu erkunden,
sind wegen der aus sachlichen Gründen sehr strengen
Auswahlkriterien bisher gescheitert. Für das vorgesehene
Trägergestein in der Schweiz (Opalinus-Ton) muss auch
aus geowissenschaftlichen Gründen mit einem negativen
Ergebnis gerechnet werden.
Wegen der bisherigen Erfolglosigkeit aller diesbezüglichen
Bemühungen ist nun zu befürchten, dass die bisher geltenden
strengen Auswahlkriterien, wie sie beispielsweise der
Arbeitskreis Endlager der deutschen Bundesregierung
formuliert hat, aufgeweicht, das heisst stark gemildert
werden. Deshalb wendet sich die AGU mit dem dringenden
Appell an den Schweizerischen Bundesrat, dafür zu sorgen,
dass die Untersuchungen des vorgesehenen Standortes
im Opalinus-Ton nach dem bisher üblichen strengen Qualitätsstandard
sichergestellt werden. Zudem sollte aufgrund der grenznahen
Lage neben den Kantonen und Gemeinden der Schweiz auch
das benachbarte Ausland (Deutschland, Österreich) in
die Entscheidungsfindung einbezogen werden."
(Iserlohn, den 12. 10. 2005)
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Neues Tierethik-Papier der Nordelbischen Kirche:
Reden über die Tiere bedeutet auch Reden über uns
selbst
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Titelseite des neuen Tierethik-Papiers
der Nordelbischen Kirche
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Kiel (epd) - Die Nordelbische Kirche fordert
einen stärkeren Schutz der Nutztiere. Notwendig sei
dafür der Dialog zwischen Landwirtschaft und Tierschützern,
sagte Oberkirchenrat Michael Ahme bei der Vorstellung
des neuen Tierschutzpapiers am 16. August vor Journalisten
in Kiel. Die Landwirte dürften allerdings nicht allein
für die Probleme verantwortlich gemacht werden. 1998
hatte die Kirche mit ihrem Tierschutzwort massive Kritik
der Landwirtschaft geerntet.
Besonders in der Geflügelzucht sieht die Kirche "grausame
Begleiterscheinungen" des hohen Eier- und Geflügelfleischkonsums.
Eine Änderung der Hühnerhaltung sei allerdings nur dann
sinnvoll, wenn auch für Importe Mindeststandards gelten.
Rund 40 Millionen männliche Küken werden pro Jahr getötet,
weil sie keine Eier legen. Eine Alternative sei hier
die Zweinutzungsrasse für Eier- und Fleischproduktion.
Rund 3,8 Millionen Rinder, 43 Millionen Schweine und
332 Millionen Masthähnchen werden jährlich geschlachtet.
Die Betäubungstechnik auf den Schlachthöfen müsse verbessert
werden, so die Kirche. Eine Betäubung durch Gas sei
häufig nicht ausreichend. Das so genannte Schächten
der jüdischen und muslimischen Tradition, bei der das
Tier ohne vorherige Betäubung ausblutet, werde von vielen
Christen nicht akzeptiert. Ein grundsätzliches Verbot
wird jedoch nicht gefordert.
Die Bibel habe dem Menschen die Verantwortung für
die Tierwelt übertragen, heißt es in der theologischen
Ausführung. Dies erlaube die Nutzung, schränke die Gewalt
gegen Tiere aber erheblich ein. Wörtlich heißt es: Die
Bibel gebietet weder Fleischverzicht noch Fleischverzehr.
Allerdings wird eine vegetarische Ernährung aus ökologischen
und gesundheitlichen Gründen positiv beurteilt.
In ersten Stellungnahmen wird das Papier von Tierschützern
und Landwirtschaft als einseitig kritisiert. Es sei,
so das Tierschutzbündnis Schleswig-Holstein, ein Rückschritt
gegenüber dem bereits erreichten Stand der öffentlichen
Diskussion. Es übernehme Positionen der Tiernutzer und
mache keine Grundaussage zur Massentierquälerei.
Nach Aussage der Landwirtschaftskammer fehlt eine objektive
Auseinandersetzung mit der Tierhaltung. Bekannte Vorwürfe
seien nur wiederholt worden. Es stelle sich die Frage,
ob die Kirche die Nutztierhaltung überhaupt akzeptieren
will.
Weitere Infos, ein Diskussionsformum
und Möglicheiten zum Lesen und Bestellen des Papiers
finden Sie unter www.tierethik-nordelbien.de.
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Mobil ohne Auto 2005 in Hamburg am 19. Juli:
Eindrücke von der Fahrt durch den Kirchenkreis
Stormarn
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Start war pünktlich um 11.30 Uhr
am Haus am Schüberg mit zunächst ca. 30 RadlerInnen
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(Hamburg/Stormarn) - 4-5000 RadlerInnen beteiligten
sich insgesamt bei Super-Sommerwetter an der Sternfahrt
in Hamburg. Viele nutzten die Gelegenheit für einen
Familienausflug und entsprechend war die Stimmung sehr
fröhlich. Wann darf man sonst auch schon auf den großen
Straßen fahren und sogar bei Rot über die Ampel? Und
die Autos mussten einfach mal warten!
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Zwischenstopp in Volksdorf . Hier
wurde das Zählen der Räder schon schwierig. Mit
ca. 150 Sportlichen ging es dann weiter zum UmweltZentrum
Karlshöhe
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Durch die Feinstaub-Debatte ist in den letzten Wochen
und Monaten unsere Verkehrspolitik wieder in die Öffentlichkeit
geraten. Zumeist allerdings wurde nur darüber geredet,
wann es entsprechende Filter gibt und wie hoch de Zuschüsse
des Staates dafür sein werden. Alternative Verkehrsmittel
und neue Formen der öffentlichen Mobilität
waren in der Debatte kaum ein Thema.
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Bei der Hitze konnten wir alle
die Pause im Schatten der Bäume des UmweltZentrums
gut gebrauchen!
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Umso mehr muss nach Meinung der Initiatoren der Hamburger
Sternfahrt das Fahrrad in das Zentrum treten. Immerhin
sind 40% aller Hamburger Haushalte ohne Auto, viele
Mesnchen fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
- in der Regel bringen sie einen auch schneller und
bequemer ans Ziel!
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Am Hauptbahnhof kam dann noch die
nördlichste Route aus Henstedt-Ulzburg zeitgleich
zur gemeinsamen Abfahrt über die Lombardtsbrücke
zum Sammelplatz auf dem Theodor-Heuss-Platz am
Dammtor-Bahnhof.
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Dabei weiß jeder, dass das Fahrradfahren einen
hohen Wert hat: nach dem Rauchen ist der Bewegungsmangel
das größte Gesundheitsrisiko und Todesfaktor
in Deutschland. Fahradfahren ist aber auch wirtschaftlich
vorteilhaft, senkt die Kosten für den Einzelnen,
aber auch für die Gesellschaft, die enorme Kosten
für die Folgen des Autofahrens aufzubringen hat.
Trotzdem nutzen nur 9% aller Deutschen das Fahrrad für
tägliche Fahrten zum Einkaufen oder für den
Weg zur Arbeit!
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Von hier aus startete die gemeinsame
Abschlussrundfahrt um die Alster. Alles in allem
eine gelungene Aktion.
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In diesem Jahr fand die Aktion Mobil ohne Auto (MoA)
zum 25. Mal statt. 500.000 Menschen beteiligten sich
in ganz Deutschland bei tollem Wetter an der Aktion.
An vielen Orten gab es Kundgebungen und Stadtteilfeste.
Die Fahrradfahrer setzten sich für eine andere
Mobilität ein, für bessere Fahradwege oder
die Mitnahme von Fahrrädern in den Schnell-Zügen
der Bundesbahn.
(Petra Steinert/Thomas Schaack)
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ECEN-Konferenz in Basel:
Kirchen für ein nachhaltiges Europa
(Basel) - Die Christen sollen dafür einstehen,
dass Umweltverantwortung in ihren eigenen Gemeinden
als wichtiger christlicher Wert anerkannt wird.
So heisst es in der Schlussbotschaft der 120 kirchlichen
Umweltexperten, die vom 5. bis 8. Mai 2005 an der Vollversammlung
des Europäischen Christlichen Umweltnetzwerks/ECEN teilgenommen
haben. Der Kongress stand unter dem Leitwort Der
Beitrag der Kirchen zu einem ökologisch nachhaltigen
Europa.
Die in Basel versammelten Delegierten von protestantischen,
anglikanischen, katholischen und orthodoxen Kirchen
aus 30 Ländern schreiben in ihrer Botschaft: Wir
sind sehr beunruhigt, wie sich die ökologische und soziale
Lage verschlechtert. Trotz allen wissenschaftlichen
und politischen Warnungen werde zu wenig unternommen,
um die bedrohte Schöpfung zu retten.
Umweltfreundliche Kirchen
Die europäischen Kirchen werden vom christlichen
Umweltnetzwerk aufgefordert, auch dort einer nachhaltigen
Gesellschaft Priorität zu geben, wo sie mit schwerwiegenden
Problemen wie Säkularisierung und finanziellen Engpässen
zu kämpfen haben. Im Vertrauen auf Gottes nachhaltige
Liebe sollten sie Heilungsmöglichkeiten
für die verwundete Erde finden. Mit ihrer Vision eines
nachhaltigen Europas könnten sie auch für andere Kontinente
wegweisend werden. Als dringend wird das eigene, umweltfreundliche
Handeln der Kirchen betrachtet. So werden sie vor allem
zum Energiesparen eingeladen. Ebenso wird an die christlichen
Gemeinden appelliert, sich kritisch mit der motorisierten
Mobilität auseinanderzusetzen.
Einfluss auf die Politik
Christen haben den Auftrag, gegenüber Wirtschaft und
Politik Advokatinnen der Schöpfung zu sein.
Dazu heisst es in der Botschaft von Basel: Christen
sollen ihre Regierungen auffordern, die wirksamste Form
von Umweltsteuern zu erarbeiten und umzusetzen, als
praktischen und effizienten Weg zum Energiesparen, zur
Begrenzung der Umweltzerstörung und zur Förderung nachhaltiger
Energien. Der Klimawandel wird von den Mitgliedern
des Netzwerks als eine Schlüsselproblematik im Umweltbereich
eingestuft. In einem kurzen Brief wenden sie sich an
den G8-Gipfel, der im Juni in Schottland stattfinden
wird. Sie drücken darin ihre Überzeugung aus, dass freiwillige
Massnahmen zur Begrenzung des CO2-Ausstosses
nicht ausreichen. Darum fordern sie die Politiker auf,
rasche und effiziente Massnahmen zu beschliessen und
durchzuführen.
Solidarität mit dem Süden
Im Brief an die G8 wie auch in der Schlussbotschaft
wird die Überzeugung ausgedrückt, dass umweltpolitische
Massnahmen aus Solidarität mit den armen Regionen des
Südens dringend nötig sind.
Zwar seien die reichen Länder in besonderer Weise für
die Zerstörung der Umwelt verantwortlich. Arme Länder
der südlichen Hemisphäre seien aber als erste von den
Folgen betroffen (z.B. Überflutung von pazifischen Inseln
und asiatischen Ländern wie Bangladesh als Konsequenz
der globalen Erwärmung).
Im Anhang der Schlussbotschaft sind eine Reihe konkreter
Massnahmen in Bereichen wie Klimawandel, Mobilität,
Eco-Management und Wasser beschrieben. Damit werden
den Kirchen Impulse gegeben, ihre Verantwortung für
ein zukunftsfähiges, nachhaltiges Europa wahrzunehmen.
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Fledermausfreundliche Kirchen:
Flugverkehr unter Gottes Dach
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Die ausgezeichnete St. Leonhard-Kirche
in Koldenbüttel
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(Koldenbüttel/Stormarn) - Derzeit macht der Nabu
Schleswig-Holstein mit einer besonderern Aktion auf
die Bedrohung von Fledermäusen aufmerksam: Häuser,
die Fledermäusen Platz zum Leben anbieten, werden
mit einer Plakette ausgezeichnet. In Humptrup und Koldenbüttel
leben Fledermäuse sogar unter dem Dach Gottes.
Denn die bei uns lebenden Arten können ihre Quartiere
nicht selbst bauen: sie sind darauf angewiesen, dass
sie kleine Hohlräume, Nischen und Spalten in Gebäuden
finden, in denen sie wohnen können. Diese Räume
sind ihr Lebensmittelpunkt, weil sie sich dort verstecken,
ihre Jungen aufziehen und ihren Winterschlaf verbringen
können.
In den letzten Jahrzehnten sind allerdings viele Häuse
- unter Fledermausgesichtspunkten betrachtet - "kaputtsaniert"
worden: Ritzen wurden geschlossen und Hohlräume
beseitigt. Die Fledermäuse kommen so nur noch in
wenige Gebäude und finden keine Quartiere mehr.
Die alten Kirchen von Humptrup nun Koldenbüttel
gehören nun zu den Ausnahmen. Sie bieten nicht
nur den Menschen einen Raum für den Gottesdienst,
sondern auch den Fledermäusen einen Platz zum leben.
Eine Plakette an den Kirchen weist die Gottesdienstbesucher
darauf hin, dass sie diese Kirche nun mit anderen Geschöpfen
teilen - zur Ehre und zum Lobe Gottes!
Infos zum Thema auch unter www.fledermausfreundliches-haus.de
(ts)
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Landwirte gegen GVOs:
Gentechnikfreie Region Stormarn und Umgebung
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Was wächst denn da?
- in der Region Ammersbek weiß man das zukünftig
genau.
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(Ammersbek) - Auf der Basis einer freiwilligen
Selbstverpflichtungserklärung haben sieben konventionelle
und biologische Landwirte die Gentechnikfreie
Region Stormarn und Umgebung ins Leben gerufen.
Die Landwirte verpflichten sich, in der Pflanzenproduktion
keine gentechnisch veränderten Organismen (GVO) und
GVO-Produkte einzusetzen. Weiterhin wird nur Saatgut
eingesetzt, dass gentechnikfrei im Sinne der europäischen
Kennzeichnungsverordnung ist. Auf diese Weise soll auch
zukünftig eine gentechnikfreie landwirtschaftliche Produktion
in Stormarn sichergestellt werden.
Die Gesamtfläche der Gentechnikfreien Region
Stormarn und Umgebung beträgt zur Zeit ca. 1200
Hektar. Es wird angestrebt, die Gesamtfläche in den
nächsten Monaten zu erweitern. Dazu sollen weitere Landwirte
angesprochen werden. Bisher sind der Betrieb Ahnfeldt,
das Gut Wulksfelde, der Wohltorfer Hof, das Gut Wulfsdorf,
der Gärtnerhof am Stüffel und die Betriebe Cordes und
Meier beteiligt.
Landwirte, die Fragen zu einer evtl. Beteiligung haben
oder sich der Gentechnikfreien Region Stormarn
und Umgebung anschließen möchten, wenden sich
bitte an den Koordinationsstelle UmweltHaus am Schüberg,
Tel. 040 / 605 10 14, schoenberger@haus-am-schueberg.org.
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»Artikel
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In 624 Gemeinden, 27 Kirchenkreisen,
zahlreichen Diensten & Werken und anderen Einrichtungen
unserer Landeskirche passiert immer etwas in Sachen Umwelt
und Entwicklung. Auf der linken Seite finden Sie eine
Zahl von Berichten. Sollten Sie etwas vermissen, wenden
Sie sich bitte an die Redaktion. Wer etwas Interessantes
zu berichten weiß, ist herzlich eingeladen, einen Artikel
beizusteuern. Artikel bitte möglichst elektronisch als
Anhang zu einer mail an die Redaktion oder per Fax: (0
46 71) 25 84 |
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