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» Der erstaunliche Naturstoff:
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Kork ist nicht nur zum Korken da!
600 Eichenarten gibt es auf der Erde. Nur eine aber
hat eine Rinde, die man wirtschaftlich nutzen kann.
"Quercus suber" nennen die Biologen die Korkeiche,
die allein in Portugal (mit 75% Anteil an der Weltproduktion
Marktführer in Sachen Kork) ein Drittel der Staatsfläche
bedeckt.
Was Kork alles kann:
- ist resistent gegen das Eindringen von Feuchtigkeit
- ist zusammendrückbar und elastisch
- ist ein schlechter Wärmeleiter
- verschleißt nur langsam
- isoliert hervorragend gegen Kälte Geräusche
und Schwingungen
- ist schwer entflammbar
- drückt sich zusammen, ohne sich nach der
Seite auszudehen
- ist sehr leicht.
Was der Mensch mit Kork anfängt
...
- aus Kork macht man - natürlich! - Korken.
(80% aller Weinflaschen haben einen Korken - wegen
der Luftdurchlässigkeit des Korkens kann sich
der Wein in der Flasche weiterentwickeln).
- Kork wird als Bodenbelag benutzt (trittelastisch,
isolierend, antistatisch
- als Wärme- und Schallisolierung in Wänden
(Dichtung, Schälldämpfung, Poliermittel
...)
- Anwendungen im Haushalt (Pinnwände, Untersetzer,
Sportartikel
- Selbst in der Mode spielt Kork eine Rolle!
Der Zauberstoff Kork ...
... hat in jedem cm3 Kubikzentimeter 40-100
Mill. Zellen! Trotzdem enthält Kork zu 90% Luft.
Hauptbestandteil des Korks ist ansonsten mit 45% das
"Suberin" (=Korkstoff), eine Verbindung aus
Säurebestandteilen.
Kork fällt nicht vom Himmel,
sondern fällt von den Bäumen
Der Korken, den wir aus der Flasche ziehen, hat bis
dahin einen langen Weg hinter sich gebracht. Bei einer
Korkeiche kann man nach 30 bis 40 Jahren zum ersten
Mal die Rinde ernten.
Geerntet wird nur ein Drittel der Rinde des Baums. Die
erste Ernte kann man nur zu Granulat verarbeiten, die
zweite Ernte aber mit guter Qualität ist "schon"
nach weiteren 9-14 Jahren möglich!
Die Ruhe der Korkschäler
Bis zu 150 kg Kork kann man pro Baum ernten - bis
zur nächsten Ernte in 9-14 Jahren war's das dann
aber auch.
15-20 Ernten sind so pro Baum möglich. Das Ernten
ist schwierig und erfordert viel Geschick - sonst stirbt
der Baum.
Wenn in Portugal von Juli bis August Korkernte ist,
wacht die nationale Korkbehörde über den Ablauf.
Nach der Ernte wird der Kork ein halbes Jahr getrocknet,
dann gekocht (dadurch wird er so elastisch), dann lagert
Kork sechs Wochen im Dunkeln.
Nach der Sortierung des Korks (in 36 Qualitäten!)
werden die Korken geschnitten - natürlich von Hand!
20.000 Korken schafft ein erfahrener "Korkschneider"
am Tag.
Und nun sind Sie dran!
In Deutschland fallen jährlich etwa 1,2 Miiliarden
Flaschenkorken an - die hätten wir gern von Ihnen!
Der Kork wird geschreddert, mit Naturleim versetzt und
zu Presskork verarbeitet. So kann er für viele
industrielle Zwecke genutzt werden und später einmal
als natürliches Isoliermaterial in ihrem Haus dazu
dienen, dass Sie es schön warm haben und Energie
sparen.
Sammelstellen finden sich vielerorts (eine gute Liste
dazu für S-H haben wir leider nicht - können
Sie helfen?)
Natürlich können Sie Ihren Kork auch beim
Umweltbeauftragten in Breklum, Kirchenstraße 8,
abgeben (Bürozeiten Di. und Do. von 8:00 bis 13:00
Uhr).
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