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» Kindersommeruniverstität 2004 in Ratzeburg:
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Kinder lernen rund um das Wasser
(Ratzeburg) - Am 23./24. September fand
die erste Ratzeburger Kindersommeruniversität statt.
1.000 Kinder versammelten sich dort am 2. Tag, bestaunten
die Projekte von 16 Schulklassen und freien Gruppen,
informierten sich über Wasser, hörten Vorlesungen,
und sangen Lieder. Mit einer Kanzelerklärung im
Dom und Stellungnahmen von PolitikerInnen endete dieser
ereignisreiche Tag.
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Kinder in den Arbeitsgruppen
arbeiten an der "Kanzelerklärung"
zum Wasser
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Der erste Tag der Sommeruniversität war der Tag
der Deligierten: Abgesandte aus den Klassen und Gruppen
stellten sich Ihre Projekte gegenseitig vor. Beindruckend
war die Qualität der Darstellung und die Fähigkeit
der Kinder, Ihr Projekt den anderen Kindern zu erklären.
Mit dabei waren ein Projekt zur Arche Noah-Geschichte,
eine Gruppe, die in Dänemark mit einem Kajak einen
Flusslauf erkundet hatte, eine Gruppe hatte die Qualität
von Mineralwasser getestet, eine andere kümmerte
sich um einen Bachlauf, eine Schulklasse hatte herausgefunden
und konnte an Modellen erläutern, wie eine Kläaranalge
funktioniert. Vieles andere gab es da noch zu entdecken,
das genauso sachkundig wie anrührend präsentiert
wurde!
Schon eingangs hatten die Kinder bei einem Wasserquiz
von Gisela Andresen vom Biblezentrum Schleswig und Thomas
Schaack, dem Umweltbeauftragten der Nordelbischen Kirche,
ihr enormes Wissen unter Beweis gestellt: Fragen zum
täglichen Wasserverbauch eines Deutschen (129l)
oder zur notwendigen Wassermenge, die man täglich
trinken soll (3l), wußten die Kinder spielend
zu beantworten.
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Schulkinder bemalen ein Segel,
das dann am Freitag im Dom an einem Segelboot
gehisst wurde.
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Bei einem bunten Abend am Donnerstag sangen die Kinder
Lieder, die von Hartmut Naumann, Kurt Buschmann und
Björn Mummert hinreißend begleitet wurden.
Mit dem Lied "Kleiner Tropfen" von Hartmut
Naumann erlebten die Kinder sogar eine Welturaufführung
eines Liedes, das extra für diese Sommeruniversität
komponiert worden war. Jochem Westhof steuerte zwei
biblische Geschichten bei, die für gespannte Ruhe
im Saal sorgten.
Der Freitag gehörte dann den vielen Schulklassen:
nach dem Auftakt im Ratzeburger Dom mit der Lübecker
Bischöfin Bärbel-Wartenberg-Potter, bestaunten
die Kinder die Präsenationen im Kreuzgang des Klosters
oder gingen auf dem Wassermarkt: vom Schminkstand, wo
einem blaue Wellen von der Malerin Monika Nelting (Westerhever)
auf die Wangen gemalt wurden bis hin zum zum Tragen
eines Wassereimers auf dem Kopf, was man unter fachkundlicher
Anleitung einer Afrikanerin ausprobieren konnte, drehte
sich alles rund um das Wasser.
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Unverzichtbare Helfer bei
der gesamten Aktion: die Gemeinde-Pfadfinder
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Die Kanzelerklärung, die die Deligierten aus
den Schulen und freine Gruppen tags zuvor geschrieben
hatte, wurde zum Ende im Dom verlesen und von Politikerinnen
verschiedener Parteien kommentiert. Die taten sich damit
gar nicht so leicht, aber immerhin wurden Kinder von
Manfred Hiltner, Staatssekretär in Mecklenburg-Vorpommern,
in sein Ministerium zum Gespräch eingeladen und
es wurde sogar versprochen, zu prüfen, ob es nicht
möglich wäre, eine Brauchwasserleitung in
alle Häuser zu legen, aus dem dann Wasser zum Waschen
und Spülen genutzt werden könnte.
Alles in allem: aufregende, spritzige, aber auch anstrengende
zwei Tage in Ratzeburg waren das. Schlaf gab es in der
Nacht nicht viel, aber für die Bewahrung des Wassers
als einer der wichtigsten Lebensgrundlagen haben das
alle sicher nur als ein ganz kleines Opfer empfunden.
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